Der Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner
Dr. Katrin Möller, LFE

Bei dem Eichenprozessionsspinner (EPS) handelt es sich um einen Nachtfalter, der warme und trockene Gebiete bevorzugt. Der Klimawandel begünstigt die Vermehrung von wärmeliebenden Insekten, sodass sich der EPS in Deutschland weiter ausbreitet. Im Raupenstadium ist er jedoch nicht nur ein Pflanzenschädling, welcher sich vor allem in lichten Eichenwäldern und auf Einzelbäumen wohl fühlt, sondern stellt auch eine potentielle Gefährdung für die menschliche Gesundheit dar.

Der entwickelte Nachtfalter ist für Mensch und Tier harmlos, seine Raupen entwickeln jedoch, zum Schutz vor Fressfeinden, feine Brennhaare. Diese können allergische Reaktionen auslösen. Die Symptome reichen von Juckreiz bis zu Bronchitis oder Asthma. Die Haare können durch Luftströmungen weite Strecken zurücklegen und behalten über Jahre hinweg ihre giftige Wirkung. Sie können also, verblieben in den Raupennestern, im Unterholz, im Bodenbewuchs oder auch an der Kleidung, über einen längeren Zeitraum immer neue allergieähnliche Reaktionen auslösen.

Das gesundheitsschädigende Potenzial der Raupe des EPS wird von Experten als sehr hoch eingeschätzt. Aufgrund dessen können bereits bei einer geringen Populationsdichte, die den Eichenbestand nicht gefährden, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung notwendig werden.

Der Eichenprozessionsspinner
Dr. Katrin Möller, LFE

Bei dem Eichenprozessionsspinner (EPS) handelt es sich um einen Nachtfalter, der warme und trockene Gebiete bevorzugt. Der Klimawandel begünstigt die Vermehrung von wärmeliebenden Insekten, sodass sich der EPS in Deutschland weiter ausbreitet. Im Raupenstadium ist er jedoch nicht nur ein Pflanzenschädling, welcher sich vor allem in lichten Eichenwäldern und auf Einzelbäumen wohl fühlt, sondern stellt auch eine potentielle Gefährdung für die menschliche Gesundheit dar.

Der entwickelte Nachtfalter ist für Mensch und Tier harmlos, seine Raupen entwickeln jedoch, zum Schutz vor Fressfeinden, feine Brennhaare. Diese können allergische Reaktionen auslösen. Die Symptome reichen von Juckreiz bis zu Bronchitis oder Asthma. Die Haare können durch Luftströmungen weite Strecken zurücklegen und behalten über Jahre hinweg ihre giftige Wirkung. Sie können also, verblieben in den Raupennestern, im Unterholz, im Bodenbewuchs oder auch an der Kleidung, über einen längeren Zeitraum immer neue allergieähnliche Reaktionen auslösen.

Das gesundheitsschädigende Potenzial der Raupe des EPS wird von Experten als sehr hoch eingeschätzt. Aufgrund dessen können bereits bei einer geringen Populationsdichte, die den Eichenbestand nicht gefährden, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung notwendig werden.


FAQ

  • Wie verläuft die Entwicklung des Eichenprozessionsspinners?

    Im Frühling (Anfang April/Ende Mai) schlüpfen die orangen Raupen des 1. Larvenstadiums.

    Die Farbe der Raupen ändert sich in der weiteren Entwicklung zu graugrün. Ab dem 3. Larvenstadium (Ende Mai) beginnt die Bildung der giftigen Brennhaare, welche bis zum 6. und letzten Stadium stetig zunimmt.

    In den frühen Sommermonaten, im 5. Larvenstadium (ab Mitte Juni), beginnen die Raupen mit dem Nestbau. In diesen Gespinstnestern sammeln sich große Mengen an Brennhaaren, Häutungsresten und Kot. Da die Härchen auch dort nicht ihre gesundheitsgefährdende Wirkung verlieren, geht von den Nestern ganzjährig eine Gefahr aus. Die Verpuppung erfolgt im Juni innerhalb der Nester.

    Die Falter schlüpfen zwischen Juli und September. Direkt am selben oder am folgenden Tag paaren sie sich und das Weibchen legt ihre Eier ab. Die Lebensdauer der Falter beträgt nur zwischen 1 – 2,5 Tagen.

    Im Frühling (Anfang April/Ende Mai) schlüpfen die orangen Raupen des 1. Larvenstadiums.

    Die Farbe der Raupen ändert sich in der weiteren Entwicklung zu graugrün. Ab dem 3. Larvenstadium (Ende Mai) beginnt die Bildung der giftigen Brennhaare, welche bis zum 6. und letzten Stadium stetig zunimmt.

    In den frühen Sommermonaten, im 5. Larvenstadium (ab Mitte Juni), beginnen die Raupen mit dem Nestbau. In diesen Gespinstnestern sammeln sich große Mengen an Brennhaaren, Häutungsresten und Kot. Da die Härchen auch dort nicht ihre gesundheitsgefährdende Wirkung verlieren, geht von den Nestern ganzjährig eine Gefahr aus. Die Verpuppung erfolgt im Juni innerhalb der Nester.

    Die Falter schlüpfen zwischen Juli und September. Direkt am selben oder am folgenden Tag paaren sie sich und das Weibchen legt ihre Eier ab. Die Lebensdauer der Falter beträgt nur zwischen 1 – 2,5 Tagen.

  • Wann und wieso kommt es zu einem gesundheitlichen Risiko?

    In den ersten zwei Larvenstadien ist bei Kontakt mit der Raupe noch keine Gesundheitsgefährdung für den Menschen vorhanden. Ab dem 3. Larvenstadium (ab Mitte Mai), entwickeln die Raupen sehr feine Brennhaare (0,1 bis 0,3 mm), welche innen hohl sind und das Nesselgift Thaumetopoein enthalten.  Dieses Eiweißgift ruft bei allen Warmblütern in der Haut sowie in den Augen und Atemwegen stark juckende, entzündliche Reaktionen hervor. Auf der Außenseite befinden sich Widerhaken, die sich in der Haut, den Augen oder der Schleimhaut festhaken können. Somit wirken die Brennhaare nicht nur chemisch, sondern auch mechanisch.

    Die Anzahl und Länge der Brennhaare nimmt mit jedem Larvenstadium zu.

    In den ersten zwei Larvenstadien ist bei Kontakt mit der Raupe noch keine Gesundheitsgefährdung für den Menschen vorhanden. Ab dem 3. Larvenstadium (ab Mitte Mai), entwickeln die Raupen sehr feine Brennhaare (0,1 bis 0,3 mm), welche innen hohl sind und das Nesselgift Thaumetopoein enthalten.  Dieses Eiweißgift ruft bei allen Warmblütern in der Haut sowie in den Augen und Atemwegen stark juckende, entzündliche Reaktionen hervor. Auf der Außenseite befinden sich Widerhaken, die sich in der Haut, den Augen oder der Schleimhaut festhaken können. Somit wirken die Brennhaare nicht nur chemisch, sondern auch mechanisch.

    Die Anzahl und Länge der Brennhaare nimmt mit jedem Larvenstadium zu.

  • Wo ist der EPS anzutreffen?

    Der EPS ist besonders in Süd- und Mitteleuropa verbreitet. Befallen sind zumeist, wie der Name vermuten lässt, Eichenwälder, aber auch Bestandsränder sowie Einzelbäume. Dichte Bestände werden eher gemieden und nur bei starkem Populationsdruck, zunächst an den sonnigen Außenkronen und nach Auflichtung in den inneren Kronenteilen besiedelt.

    In den vergangenen Jahren waren in Brandenburg vor allem die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam und Potsdam-Mittelmark betroffen.

    Der EPS ist besonders in Süd- und Mitteleuropa verbreitet. Befallen sind zumeist, wie der Name vermuten lässt, Eichenwälder, aber auch Bestandsränder sowie Einzelbäume. Dichte Bestände werden eher gemieden und nur bei starkem Populationsdruck, zunächst an den sonnigen Außenkronen und nach Auflichtung in den inneren Kronenteilen besiedelt.

    In den vergangenen Jahren waren in Brandenburg vor allem die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam und Potsdam-Mittelmark betroffen.

  • Wie verhalte ich mich, wenn ich auf Eichenprozessionsspinner aufmerksam werde?

    Beachten Sie die Warnhinweise und meiden Sie abgesperrte Bereiche.

    Auf keinen Fall sollten die Raupen oder ihre Nester berührt oder eigenhändig entfernt werden. Bei einer unsachgemäßen Entfernung können hohe Konzentrationen von Brennhaaren freigesetzt werden. Deshalb wird die Beauftragung einer Fachfirma empfohlen. Diese Firmen haben die entsprechenden technischen Möglichkeiten zur Bekämpfung, kennen die erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schutz der Nachbarschaft. Des Weiteren werden die entstandenen Abfälle fachgerecht entsorgt.

    In der Nähe von befallenen Bäumen ist das Tragen von Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen unbedingt empfohlen. Die Hosenbeine sollten möglichst über den Schuhen verschließbar sein, damit keine Brennhaare eindringen können. Empfindliche Körperteile wie Hals und Nacken sollten geschützt werden.

    Es sollte vermieden werden, trockenes Laub oder trockene Erde aufzuwirbeln, um die Gefahr des Einatmens der mit Raupenhaaren belasteten Luft zu verringern. Auch auf Holzernte- und Pflegemaßnahmen sollte verzichtet werden, solange Raupennester erkennbar sind.

    Entdecken Sie einen Befall, melden Sie diesen bitte dem zuständigen Amt oder der betroffenen Gemeinde.

    Bei weiteren Fragen, haben Sie die Möglichkeit, sich an Ihr Gesundheitsamt zu wenden.

    Beachten Sie die Warnhinweise und meiden Sie abgesperrte Bereiche.

    Auf keinen Fall sollten die Raupen oder ihre Nester berührt oder eigenhändig entfernt werden. Bei einer unsachgemäßen Entfernung können hohe Konzentrationen von Brennhaaren freigesetzt werden. Deshalb wird die Beauftragung einer Fachfirma empfohlen. Diese Firmen haben die entsprechenden technischen Möglichkeiten zur Bekämpfung, kennen die erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Schutz der Nachbarschaft. Des Weiteren werden die entstandenen Abfälle fachgerecht entsorgt.

    In der Nähe von befallenen Bäumen ist das Tragen von Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen unbedingt empfohlen. Die Hosenbeine sollten möglichst über den Schuhen verschließbar sein, damit keine Brennhaare eindringen können. Empfindliche Körperteile wie Hals und Nacken sollten geschützt werden.

    Es sollte vermieden werden, trockenes Laub oder trockene Erde aufzuwirbeln, um die Gefahr des Einatmens der mit Raupenhaaren belasteten Luft zu verringern. Auch auf Holzernte- und Pflegemaßnahmen sollte verzichtet werden, solange Raupennester erkennbar sind.

    Entdecken Sie einen Befall, melden Sie diesen bitte dem zuständigen Amt oder der betroffenen Gemeinde.

    Bei weiteren Fragen, haben Sie die Möglichkeit, sich an Ihr Gesundheitsamt zu wenden.

  • Welche Folgen kann der Kontakt mit Brennhaaren haben?

    Ab dem 3. Larvenstadium werden die Brennhaare ausgebildet. Im 6. Larvenstadium können sich bis zu 600.000 Haare auf einer Raupe befinden. Die Haare werden regelmäßig bei den Häutungen abgeworfen oder können bereits bei Beunruhigung der Tiere abbrechen. Diese stellen auch Jahre später ein Gesundheitsrisiko dar. Das Eiweißgift, welches juckende, irritative bzw. entzündliche Hautreaktionen (Raupendermatitis) auslösen kann, befindet sich in den Haaren und wird beim Abbrechen der Haare freigesetzt.
    Die Brennhaare sind allerdings nicht nur bei direktem Hautkontakt (durch Berührung der Häutungsreste, Nester etc.) eine Gefahr. Sie können von Anfang Mai bis Ende November bei trocken-warmen Wetter durch Luftströmungen mehrere hundert Meter getragen werden.
    So gelangen die Haare in die Atemwege und führen zu Husten, Bronchitis oder Asthma. Augenkontakt kann Rötungen, Juckreiz und Bindehautentzündungen auslösen.
    Am häufigsten erfolgt der Kontakt über die Haut. Dadurch können Juckreiz und Rötungen auftreten, aber auch Schwellungen, starkes Brennen oder sogar die Bildung von Quaddeln oder Erhebungen sind mögliche Folgen.
    Außerdem können in seltenen Fällen allgemeine Beschwerden wie Fieber, Schwindel, Erbrechen und Unwohlsein auftreten.

    Die individuellen Folgen aus dem Kontakt mit den Brennhaaren können nicht vorhergesagt werden. Symptome können in unterschiedlichen Formen und Ausmaßen auftreten. Besonders empfindlich sind Körperregionen mit dünnerer Haut, wie Gesicht und Hals.

    Außerdem reagieren Personen, die schon zu früheren Zeitpunkten Kontakt mit Brennhaaren hatten, meist stärker auf einen erneuten Kontakt. Es kann sich eine Überempfindlichkeit entwickeln.

    Grundsätzlich kann jeder Kontakt ein potentielles gesundheitliches Risiko darstellen und sollte daher vermieden werden.

    Ab dem 3. Larvenstadium werden die Brennhaare ausgebildet. Im 6. Larvenstadium können sich bis zu 600.000 Haare auf einer Raupe befinden. Die Haare werden regelmäßig bei den Häutungen abgeworfen oder können bereits bei Beunruhigung der Tiere abbrechen. Diese stellen auch Jahre später ein Gesundheitsrisiko dar. Das Eiweißgift, welches juckende, irritative bzw. entzündliche Hautreaktionen (Raupendermatitis) auslösen kann, befindet sich in den Haaren und wird beim Abbrechen der Haare freigesetzt.
    Die Brennhaare sind allerdings nicht nur bei direktem Hautkontakt (durch Berührung der Häutungsreste, Nester etc.) eine Gefahr. Sie können von Anfang Mai bis Ende November bei trocken-warmen Wetter durch Luftströmungen mehrere hundert Meter getragen werden.
    So gelangen die Haare in die Atemwege und führen zu Husten, Bronchitis oder Asthma. Augenkontakt kann Rötungen, Juckreiz und Bindehautentzündungen auslösen.
    Am häufigsten erfolgt der Kontakt über die Haut. Dadurch können Juckreiz und Rötungen auftreten, aber auch Schwellungen, starkes Brennen oder sogar die Bildung von Quaddeln oder Erhebungen sind mögliche Folgen.
    Außerdem können in seltenen Fällen allgemeine Beschwerden wie Fieber, Schwindel, Erbrechen und Unwohlsein auftreten.

    Die individuellen Folgen aus dem Kontakt mit den Brennhaaren können nicht vorhergesagt werden. Symptome können in unterschiedlichen Formen und Ausmaßen auftreten. Besonders empfindlich sind Körperregionen mit dünnerer Haut, wie Gesicht und Hals.

    Außerdem reagieren Personen, die schon zu früheren Zeitpunkten Kontakt mit Brennhaaren hatten, meist stärker auf einen erneuten Kontakt. Es kann sich eine Überempfindlichkeit entwickeln.

    Grundsätzlich kann jeder Kontakt ein potentielles gesundheitliches Risiko darstellen und sollte daher vermieden werden.

  • Wie verhalte ich mich nach dem Kontakt?

    Bei direktem Kontakt mit der Raupe und/oder den Brennhaaren sollte das Kratzen oder Reiben der Berührungsstelle vermieden werden. Da die Haare sehr empfindlich sind und durch den Kontakt mehr Giftstoffe freigesetzt werden, können erneute toxische und allergische Reaktionen ausgelöst werden. Stattdessen müssen die Haut oder die Augen gründlich gewaschen bzw. gespült und nach Möglichkeit der betroffene Hautbereich gekühlt werden. Bei stark ausgeprägtem Juckreiz kann eine juckreizlindernde Salbe oder auch die Einnahme von Antihistaminika helfen.

    Allgemein ist sofortiges Duschen und Haare waschen empfohlen. Auch die Kleidung ist keinesfalls in der Wohnung auszuschütteln, sondern soll bei 60° gewaschen werden.
    In der Regel verschwinden die Beschwerden innerhalb von 2 Wochen.

    Wenn starke Beschwerden auftreten, sollte ein Hausarzt aufgesucht werden. Weisen Sie die Ärztin/den Arzt auf den möglichen Kontakt mit den Brennhaaren des EPS hin.

    Bei direktem Kontakt mit der Raupe und/oder den Brennhaaren sollte das Kratzen oder Reiben der Berührungsstelle vermieden werden. Da die Haare sehr empfindlich sind und durch den Kontakt mehr Giftstoffe freigesetzt werden, können erneute toxische und allergische Reaktionen ausgelöst werden. Stattdessen müssen die Haut oder die Augen gründlich gewaschen bzw. gespült und nach Möglichkeit der betroffene Hautbereich gekühlt werden. Bei stark ausgeprägtem Juckreiz kann eine juckreizlindernde Salbe oder auch die Einnahme von Antihistaminika helfen.

    Allgemein ist sofortiges Duschen und Haare waschen empfohlen. Auch die Kleidung ist keinesfalls in der Wohnung auszuschütteln, sondern soll bei 60° gewaschen werden.
    In der Regel verschwinden die Beschwerden innerhalb von 2 Wochen.

    Wenn starke Beschwerden auftreten, sollte ein Hausarzt aufgesucht werden. Weisen Sie die Ärztin/den Arzt auf den möglichen Kontakt mit den Brennhaaren des EPS hin.

  • Besteht auch eine gesundheitliche Gefahr für Tiere?

    Auch Säugetiere reagieren empfindlich auf die Brennhaare des EPS

    Sie können durch ihre Nahrung ebenfalls Brennhärchen aufnehmen. Auch hier kann es zu Reizungen wie Schwellungen der Lippen oder Blasen im Mund kommen. Daneben sind auch Entzündungen an Augen, Kopf und Hals mit schwerem Juckreiz möglich.

    Nutztiere, deren Weiden sich in der Nähe von befallenen Gebieten befinden, sollten einen größeren Abstand zu den Eichen einhalten. Dieser sollte auf Populationsgröße des EPS und die Windstärke angepasst sein.

    Auch Hunde können durch das Beißen in heruntergefallene Nester schwere Verletzungen im Mund erleiden.

    Brennhaare bleiben teilweise auch im Fell von Haustieren hängen. Folglich sind dann nicht nur die Haustiere selbst, sondern auch die Menschen betroffen, sobald das Tier gestreichelt wird oder sich die Brennhaare in der Wohnung verteilen.

    Wenn Probleme auftreten, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

    Auch Säugetiere reagieren empfindlich auf die Brennhaare des EPS

    Sie können durch ihre Nahrung ebenfalls Brennhärchen aufnehmen. Auch hier kann es zu Reizungen wie Schwellungen der Lippen oder Blasen im Mund kommen. Daneben sind auch Entzündungen an Augen, Kopf und Hals mit schwerem Juckreiz möglich.

    Nutztiere, deren Weiden sich in der Nähe von befallenen Gebieten befinden, sollten einen größeren Abstand zu den Eichen einhalten. Dieser sollte auf Populationsgröße des EPS und die Windstärke angepasst sein.

    Auch Hunde können durch das Beißen in heruntergefallene Nester schwere Verletzungen im Mund erleiden.

    Brennhaare bleiben teilweise auch im Fell von Haustieren hängen. Folglich sind dann nicht nur die Haustiere selbst, sondern auch die Menschen betroffen, sobald das Tier gestreichelt wird oder sich die Brennhaare in der Wohnung verteilen.

    Wenn Probleme auftreten, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

  • Welche Maßnahmen gibt es gegen den Eichenprozessionsspinner?

    Bei der Durchführung von Bekämpfungsmaßnahmen ist zu unterscheiden, ob eine Gefahr für die Gesundheit (urbane Flächen) oder für die befallenen und umliegenden Eichen (Forst) vorliegt.

    • Pflanzenschutz (Forst)
      Bei einer Massenvermehrung können EPS einzelne Eichen, aber auch ganze Eichenbestände kahlfressen und diese nachhaltig schädigen. Unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen können im Einzelfall Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Hierbei müssen Interessen abgewogen und im pflichtgemäßen Ermessen gehandelt werden. Zu berücksichtigen ist nämlich auch hier der Schutz von anderen Raupen und Schmetterlingen im Gebiet, die durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gefährdet werden können.
    • Gesundheitsschutz (urbane Flächen)
      Sind die Raupen in Gebieten verbreitet, von denen eine hohe Gefahr für den Menschen ausgeht, sind Maßnahmen zum Schutze der Gesundheit notwendig. Kommunen können hierfür Allgemeinverfügungen erlassen, die im Einzelfall dazu ermächtigen, Biozide als Schutzmaßnahme anzuwenden.
      So findet man in den Verordnungen der jeweiligen Kommunen neben den Einschränkungen auch die Ausnahmen, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung (gemäß §13 Absatz 1 OBG) zu gewährleisten.

    Bei der Durchführung von Bekämpfungsmaßnahmen ist zu unterscheiden, ob eine Gefahr für die Gesundheit (urbane Flächen) oder für die befallenen und umliegenden Eichen (Forst) vorliegt.

    • Pflanzenschutz (Forst)
      Bei einer Massenvermehrung können EPS einzelne Eichen, aber auch ganze Eichenbestände kahlfressen und diese nachhaltig schädigen. Unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen können im Einzelfall Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Hierbei müssen Interessen abgewogen und im pflichtgemäßen Ermessen gehandelt werden. Zu berücksichtigen ist nämlich auch hier der Schutz von anderen Raupen und Schmetterlingen im Gebiet, die durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gefährdet werden können.
    • Gesundheitsschutz (urbane Flächen)
      Sind die Raupen in Gebieten verbreitet, von denen eine hohe Gefahr für den Menschen ausgeht, sind Maßnahmen zum Schutze der Gesundheit notwendig. Kommunen können hierfür Allgemeinverfügungen erlassen, die im Einzelfall dazu ermächtigen, Biozide als Schutzmaßnahme anzuwenden.
      So findet man in den Verordnungen der jeweiligen Kommunen neben den Einschränkungen auch die Ausnahmen, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung (gemäß §13 Absatz 1 OBG) zu gewährleisten.

Seit 2011 erhebt das Gesundheitsministerium Daten in Form von Patientenzahlen und ihren Symptomen bei Eichenprozessionsspinner assoziierten Erkrankungen. Hierfür werden die niedergelassenen Ärzte des Landes Brandenburg postalisch angeschrieben, welche auf freiwilliger Basis Angaben zum Aufkommen jener Patienten zurückmelden können.

Zunächst wurden nur stark betroffene Landkreise einbezogen. Seit 2015 erfolgt die Erhebung jedoch landesweit.

Auf dieser Grundlage basieren die folgenden Graphiken:

Seit 2011 erhebt das Gesundheitsministerium Daten in Form von Patientenzahlen und ihren Symptomen bei Eichenprozessionsspinner assoziierten Erkrankungen. Hierfür werden die niedergelassenen Ärzte des Landes Brandenburg postalisch angeschrieben, welche auf freiwilliger Basis Angaben zum Aufkommen jener Patienten zurückmelden können.

Zunächst wurden nur stark betroffene Landkreise einbezogen. Seit 2015 erfolgt die Erhebung jedoch landesweit.

Auf dieser Grundlage basieren die folgenden Graphiken: