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Armut bekämpfen

Frau mit Schulden und Rechnungen, Foto: © Gina Sanders / Fotolia
Foto: © Gina Sanders / Fotolia

Armut und ihre Folgen müssen entschlossen bekämpft werden. Auch in Brandenburg leben viele Menschen seit langem in Armut. Kinderreiche Familien, Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose sind besonders betroffen.

Langzeitarbeitslosigkeit und Altersarmut bilden für viele Menschen eine Barriere zur Teilhabe am Wohlstand des Landes. Kinderarmut ist eines der bedrückendsten Probleme in unserer Gesellschaft.

Frau mit Schulden und Rechnungen, Foto: © Gina Sanders / Fotolia
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Armut und ihre Folgen müssen entschlossen bekämpft werden. Auch in Brandenburg leben viele Menschen seit langem in Armut. Kinderreiche Familien, Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose sind besonders betroffen.

Langzeitarbeitslosigkeit und Altersarmut bilden für viele Menschen eine Barriere zur Teilhabe am Wohlstand des Landes. Kinderarmut ist eines der bedrückendsten Probleme in unserer Gesellschaft.


Relative Armut - Armutsgefährdungsquote

Armut kann sehr vielschichtig sein und bezieht sich bei weitem nicht allein auf einem materiellen Mangel. Dennoch gilt die sogenannte Armutsgefährdungsquote als ein Indikator für die Entwicklung von Armut und auch für die Gefahr sozialer Ausgrenzung.

In Deutschland gelten Menschen dann als armutsgefährdet, wenn sie mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung auskommen müssen. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus galten in Deutschland im Jahr 2019 beispielsweise Einpersonenhaushalte mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 1.074 Euro und Familien mit zwei Kindern mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 2.255 Euro als armutsgefährdet.

Nach der amtlichen Sozialberichterstattung der statistischen Ämter des Bundes und der Länder lag Brandenburgs sogenannte Armutsgefährdungsquote gemessen am Bundesdurchschnitt im Jahr 2019 bei 15,2 Prozent (Deutschland: 15,9).

Armut kann sehr vielschichtig sein und bezieht sich bei weitem nicht allein auf einem materiellen Mangel. Dennoch gilt die sogenannte Armutsgefährdungsquote als ein Indikator für die Entwicklung von Armut und auch für die Gefahr sozialer Ausgrenzung.

In Deutschland gelten Menschen dann als armutsgefährdet, wenn sie mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung auskommen müssen. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus galten in Deutschland im Jahr 2019 beispielsweise Einpersonenhaushalte mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 1.074 Euro und Familien mit zwei Kindern mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 2.255 Euro als armutsgefährdet.

Nach der amtlichen Sozialberichterstattung der statistischen Ämter des Bundes und der Länder lag Brandenburgs sogenannte Armutsgefährdungsquote gemessen am Bundesdurchschnitt im Jahr 2019 bei 15,2 Prozent (Deutschland: 15,9).


Initiative "Starke Familien - Starke Kinder“ – Runder Tisch gegen Kinderarmut

Handlungsempfehlungen

In den Jahren 2015 – 2019 wurde durch die Initiative „Starke Familien – Starke Kinder, Runder Tisch gegen Kinderarmut“ Themen bearbeitet und Lösungsansätze entwickelt, die zur Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut beitragen. Im Ergebnis dieses partizipativen Prozesses konnten Handlungsempfehlungen zur Bekämpfung von Kinderarmut abgeleitet und dem Landtag am 28.05.2019 vorgelegt werden. In seiner Sitzung am 11.06.2019 hat sich der Landtag mit diesen Handlungsempfehlungen befasst und einen Beschluss gefasst, der die Schwerpunkte für die weitere Arbeit formuliert. weiterlesen

Handlungsempfehlungen

In den Jahren 2015 – 2019 wurde durch die Initiative „Starke Familien – Starke Kinder, Runder Tisch gegen Kinderarmut“ Themen bearbeitet und Lösungsansätze entwickelt, die zur Prävention und Bekämpfung von Kinderarmut beitragen. Im Ergebnis dieses partizipativen Prozesses konnten Handlungsempfehlungen zur Bekämpfung von Kinderarmut abgeleitet und dem Landtag am 28.05.2019 vorgelegt werden. In seiner Sitzung am 11.06.2019 hat sich der Landtag mit diesen Handlungsempfehlungen befasst und einen Beschluss gefasst, der die Schwerpunkte für die weitere Arbeit formuliert. weiterlesen


Armutsrisiko alleinerziehend

Traurige Tochter lehnt an ihrer Mutter, Foto: © altanaka / Fotolia
Foto: © altanaka / Fotolia

Alleinerziehende leisten Großartiges, um ihren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Oft tragen sie die alleinige Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder. Gleichzeitig sind sie besonderen Belastungen ausgesetzt. So sind Alleinerziehende überdurchschnittlich oft von Arbeitslosigkeit, Teilzeitarbeit oder schlechter Bezahlung betroffen und damit deutlich stärker von Armut bedroht.

Neben den staatlichen Transferleistungen ist ein auskömmliches Einkommen durch eine gute Arbeit der zentrale Schlüssel für eine wirkungsvolle Unterstützung von Alleinerziehenden. Alleinerziehende haben es bei der Arbeitssuche immer noch schwerer als Eltern aus Paarfamilien oder Frauen und Männer ohne Betreuungsaufgaben, weil Arbeitgeber befürchten, sie seien unflexibel, zeitlich nur eingeschränkt verfügbar und fallen vergleichsweise häufiger aus. Hier sind Arbeitgeber gefordert, ihre Vorbehalte gegenüber Alleinerziehenden abzubauen. Und es gibt viele gute Gründe, auf Alleinerziehende zu setzen. Viele sind gut qualifiziert, hoch motiviert und wahre Organisationstalente.

Das Brandenburger Arbeitsministerium unterstützt alleinerziehende Arbeitslose unter anderem mit dem Förderprogramm „Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften in Brandenburg“. Langzeitarbeitslose sowie Alleinerziehende und Personen aus Paar-Bedarfsgemeinschaften, die nicht erwerbstätig sind, werden mithilfe von Integrationsbegleiterinnen und Integrationsbegleitern sowie individuell passenden Unterstützungsangeboten Schritt für Schritt wieder an Erwerbsarbeit herangeführt. Dabei wird insbesondere auch auf die Situation der Kinder in den betreffenden Familien geachtet. Die individuelle Förderung kann bis zu zwei Jahre dauern. Für das Förderprogramm stehen bis zum Jahr 2020 über 40 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

Traurige Tochter lehnt an ihrer Mutter, Foto: © altanaka / Fotolia
Foto: © altanaka / Fotolia

Alleinerziehende leisten Großartiges, um ihren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Oft tragen sie die alleinige Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder. Gleichzeitig sind sie besonderen Belastungen ausgesetzt. So sind Alleinerziehende überdurchschnittlich oft von Arbeitslosigkeit, Teilzeitarbeit oder schlechter Bezahlung betroffen und damit deutlich stärker von Armut bedroht.

Neben den staatlichen Transferleistungen ist ein auskömmliches Einkommen durch eine gute Arbeit der zentrale Schlüssel für eine wirkungsvolle Unterstützung von Alleinerziehenden. Alleinerziehende haben es bei der Arbeitssuche immer noch schwerer als Eltern aus Paarfamilien oder Frauen und Männer ohne Betreuungsaufgaben, weil Arbeitgeber befürchten, sie seien unflexibel, zeitlich nur eingeschränkt verfügbar und fallen vergleichsweise häufiger aus. Hier sind Arbeitgeber gefordert, ihre Vorbehalte gegenüber Alleinerziehenden abzubauen. Und es gibt viele gute Gründe, auf Alleinerziehende zu setzen. Viele sind gut qualifiziert, hoch motiviert und wahre Organisationstalente.

Das Brandenburger Arbeitsministerium unterstützt alleinerziehende Arbeitslose unter anderem mit dem Förderprogramm „Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften in Brandenburg“. Langzeitarbeitslose sowie Alleinerziehende und Personen aus Paar-Bedarfsgemeinschaften, die nicht erwerbstätig sind, werden mithilfe von Integrationsbegleiterinnen und Integrationsbegleitern sowie individuell passenden Unterstützungsangeboten Schritt für Schritt wieder an Erwerbsarbeit herangeführt. Dabei wird insbesondere auch auf die Situation der Kinder in den betreffenden Familien geachtet. Die individuelle Förderung kann bis zu zwei Jahre dauern. Für das Förderprogramm stehen bis zum Jahr 2020 über 40 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.