23.03.2020

| 078/2020

Landesregierung hat auch Afrikanische Schweinepest weiter fest im Blick

Brandenburgs Verbraucherschutzministerium sieht die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) angesichts des anhaltenden Infektionsgeschehens in Westpolen weiter als hoch an. Gerade haben die polnischen Veterinärbehörden über einen ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest bei Hausschweinen in Westpolen informiert. Bislang waren allein Wildschweine infiziert. Es handelt sich dabei um Tiere eines Zuchtbestands in der Region Nowosolski (Nowa Sol) ca. 65 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. „Wir sind zurzeit enorm mit der Eindämmung des für den Menschen gefährlichen Corona-Virus beschäftigt. Doch wir haben auch die Afrikanische Schweinepest weiter im Blick. Brandenburg ist hier vorbereitet“, sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher.

In Brandenburg gibt es bislang weiterhin keinen Fall der Afrikanischen Schweinepest bei Wild- und Hausschweinen. Das Verbraucherschutzministerium trifft bereits seit mehreren Jahren Vorkehrungen zur Vermeidung der Einschleppung, zur Früherkennung und zur Bekämpfung der ASP in Brandenburg. Im Bereich der Schweinehaltung wurden insbesondere Maßnahmen zur Biosicherheit intensiviert. „Die Betreiber von Schweine haltenden Betrieben haben in den vergangenen Wochen durch die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen und der Vorgaben der Schweinehaltungshygieneverordnung dazu beigetragen, dass ihre Bestände geschützt sind. Ich bitte sie, hieran weiter engagiert festzuhalten“, sagte Ursula Nonnemacher.

Brandenburg hat zudem Informations-Maßnahmen ergriffen, um eine Einschleppung der ASP durch Reisende zu verhindern. In den an Polen angrenzenden Landkreisen Brandenburgs wurde eine verstärkte Bejagung von Schwarzwild vorangetrieben. Außerdem wurde entlang der Grenze ein 120 Kilometer langer Wildschutzzaun errichtet. Zur Bekämpfung der ASP liegt eine Maßnahmeplan vor und wird mit allen Beteiligten weiter umgesetzt. Zu diesem Zweck werden in Brandenburg auch regelmäßig Tierseuchenübungen durchgeführt. Die nächste Landestierseuchenübung zur Bekämpfung der ASP war im April 2020 vorgesehen. Diese Tierseuchenübung musste leider wegen der erforderlichen Präventionsmaßnahmen vor dem Coronavirus abgesagt werden.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hoch ansteckende Erkrankung der Haus- und Wildschweine. Für den Menschen ist sie ungefährlich.

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