19.03.2020

| 063/2020

Landesweite Tierseuchenübung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest abgesagt

Die landesweite Tierseuchenübung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest findet wegen der „Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus in Brandenburg“ nicht statt. Das teilte das Verbraucherschutzministerium mit. Diese Großübung wurde bereits seit Oktober 2019 vorbereitet und sollte mit allen zuständigen Behörden von Land und Kommunen in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr vom 31. März bis zum 2. April landesweit stattfinden.

In Brandenburg werden regelmäßig Tierseuchenübungen durchgeführt, in den Jahren 2016, 2017 und 2018 zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) beim Schwarzwild sowie 2019 zur Maul- und Klauenseuche (MKS).

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hoch ansteckende Allgemeinerkrankung der Schweine (Haus- und Wildschweine), die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Für den Menschen und andere Tierarten ist die ASP nicht ansteckend oder gefährlich.

Verursacht wird die Erkrankung durch ein Virus, der ursprünglich in den afrikanischen Ländern heimisch ist. Seit 2014 tritt ASP in verschiedenen Ländern der EU auf. Seit November 2019 breitet sich die ASP vor allem in Westpolen aus. Das Risiko der Einschleppung der ASP durch infizierte Wildschweine aus Westpolen nach Deutschland ist groß. Die auf polnischer Seite eingerichteten Restriktionszonen reichen bis an die brandenburgischen Landkreise Spree-Neiße und Oder-Spree. Daher hat Brandenburg im Dezember 2019 mobile Wildschutzzäune entlang der Neiße und Oder aufstellen lassen, um die Einschleppung der ASP durch infizierte Tiere abzuwehren.

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