16.05.2021

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Seniorenbildung und „Wunschgroßeltern“: Lottomittel für zwei Projekte der Akademie 2. Lebenshälfte in Brandenburg

Das Sozialministerium unterstützt zwei Projekte des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte im Land Brandenburg mit insgesamt 8.800 Euro aus Lottomitteln. Das Geld soll für eine neue Ausstattung der Akademie-Kontaktstätte in Luckenwalde sowie für die Ausrichtung einer landesweiten Fachtagung zum Thema „Wunschgroßeltern“ verwendet werden. Sozialstaatssekretär Michael Ranft: „Älteren Menschen in Brandenburg die Möglichkeit zu geben, sich weiterzubilden, sich zu begegnen und sozial zu engagieren, ist uns ein Herzensanliegen. Solche Angebote zu fördern heißt, den sozialen Zusammenhalt im Land zu fördern.“

Der Förderverein Akademie 2. Lebenshälfte wurde 1994 gegründet und widmet sich der Nutzung, Erhaltung und Stärkung der Potenziale älterer Menschen in Brandenburg. Landesweit betreibt der Verein zehn Kontaktstellen. Die Kontaktstelle in Luckenwalde feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen und wird seit mehr als zehn Jahren ausschließlich ehrenamtlich betrieben. Die Einrichtung ist Ende vergangenen Jahres in neue Räumlichkeiten in einem alten Elektrizitätswerk umgezogen, die zudem barrierefrei sind. Der Einsatz der Lottomittel ermöglicht die Anschaffung einer modernen Ausstattung mit neuer Computertechnik und neuen Möbeln. Insgesamt kostet das Projekt 6.000 Euro. Der Förderanteil beträgt 4.800 Euro, der Rest stammt aus Eigenmitteln.

Landesseniorenbeauftragter Norman Asmus: „Mit der Akademie 2. Lebenshälfte haben wir einen erfahrenen Bildungsträger im Land, der den Anspruch eines aktiven Älterwerdens mit seinen Angeboten in die Tat umsetzt. Dies zeigt sich insbesondere bei Weiterbildungen für Ältere, um die Chancen der zunehmenden Digitalisierung unserer Lebenswelt nutzen zu können.“

Das zweite geförderte Projekt soll zur besseren Vernetzung und Stärkung der in Brandenburg ansässigen Großelterndienste beitragen. Unter Bezeichnungen wie „Wunschgroßeltern“, „Leihgroßeltern“ oder „Wunschenkel“ vermitteln zahlreiche Träger im Land „Leihomas“ und „Leihopas“ an Familien, denen es an Unterstützung durch die eigenen Großeltern der Kinder fehlt. Die Akademie 2. Lebenshälfte plant dazu eine landesweite Fachtagung, bei der Vertreter der Träger, von Vereinen, Kommunen und Seniorenbeiräten mit Experten über neue Strategien und Impulse zur Verbesserung des Angebots diskutieren sollen. Dafür stellt das Sozialministerium 4.000 Euro aus dem Lottotopf zur Verfügung.

Ranft: „Großelterndienste sind in der Corona-Pandemie wichtiger denn je. Sie bringen Menschen verschiedener Generationen einander näher – davon profitieren alle Beteiligten.“

Seit vielen Jahren fördert das Sozialministerium mit Hilfe von Lottomitteln soziale, humanitäre, kulturelle und sportliche Maßnahmen und andere gemeinnützige Projekte, die andernfalls keine Aussicht auf Realisierung hätten.