03.12.2019

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Neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest in West-Polen amtlich bestätigt

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat der Brandenburger Landesregierung offiziell den Fund weiterer toter Wildschweine in West-Polen gemeldet, die mit dem Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert sind. Mit Datum von heute hat Polen ASP-Fälle im Powiats Zielonogorski (sieben Fälle, acht Tiere) und einen weiteren westpolnischen Fundort gemeldet, der knapp 43 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt liegt. Die Fundorte liegen außerhalb der bereits eingerichteten Zone, in der bisher infizierte Tiere gefunden worden sind.

„Die Afrikanische Schweinepest rückt näher an Brandenburg heran. Wir als Verbraucherschutzministerium nehmen das sehr ernst und stehen im Kontakt mit unserem Landwirtschaftsministerium und den Landkreisen. Noch gibt es in Brandenburg keinen ASP-Fall. Wir setzen weiter auf Präventionsmaßnahmen und sind für den Ernstfall vorbereitet“, sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher.

Diese Präventionsmaßnahmen wie die Früherkennung potenzieller ASP-Fälle durch die Probenentnahme bei Fallwild und die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen und der Vorgaben der Schweinehaltungshygieneverordnung in schweinehaltenden Betrieben müssen konsequent umgesetzt werden. Hierzu hatte Brandenburgs Landestierarzt erst vor Kurzem breit Informationsmaterialien an alle Schweinehalter und Jäger verschickt. Das Verbraucherschutzministerium hatte zudem unlängst die Aufwandspauschale für Jäger für die Meldung und Beprobung von tot aufgefundenen Wildschweinen von 30 Euro auf 50 Euro erhöht.

Morgen soll zudem erneut ein Informationsbrief an Brandenburger Speditionsunternehmen verschickt werden, in dem Fernfahrer und Fernfahrerinnen aufgerufen werden, keine fleischhaltigen Lebensmittel aus unserem Nachbarland mitzubringen, weil auch dadurch die Gefahr besteht, den Erreger einzuschleppen.

Der Erreger der Afrikanischen Schweinepest ist für Wild- und Hausschweine innerhalb weniger Tage meist tödlich. Für Menschen stellt die Krankheit keine Gefahr dar.

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