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15.06.2021

| 340/2021

Afrikanische Schweinepest: Leiterin des Krisenstabs macht sich ein Bild von der Seuchenlage in Frankfurt (Oder)

ASP-Krisenstab-Leiterin Anna Heyer-Stuffer (r.) und der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), René Wilke (2.v.l.), sprachen am 15.06.2021 über die Seuchenlage in der Stadt.
ASP-Krisenstab-Leiterin Anna Heyer-Stuffer (r.) und der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), René Wilke (2.v.l.), sprachen am 15.06.2021 über die Seuchenlage in der Stadt.

Die Leiterin des Landeskrisenstabs zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer hat bei einem Besuch in Frankfurt (Oder) mit den Verantwortlichen vor Ort über die Bekämpfungsmaßnahmen und die besondere Situation der Stadt bei der Seuchenbekämpfung gesprochen. Nach positiven Fallwildfunden hatte die Stadt innerhalb weniger Wochen zwei ASP-Kerngebiete eingerichtet.

Die Kerngebiete mit den entsprechenden Einschränkungen wie einem vorläufigen Betretungsverbot befinden sich im Norden und im Süden von Frankfurt (Oder). Nach sofortiger Umzäunung mit einem temporären Elektrozaun und einer intensiven Fallwildsuche beginnt der Bau eines festen Zauns in den nächsten Tagen.

Anna Heyer-Stuffer, Leiterin des ASP-Landeskrisenstabes: „Ich danke den Behörden vor Ort für das schnelle und konsequente Handeln. Durch die Grenzlage kommt Frankfurt (Oder) eine besondere Bedeutung im Kampf gegen die ASP zu. Der Infektionsdruck aus Polen ist nach wie vor sehr hoch. Immer wieder gibt es positiv getestete Fallwildfunde am Grenzzaun. Diese Funde zeigen: der Zaun wirkt und ist absolut notwendig. Doch die Tiere sind klug und suchen sich neue Wege durch die Stadt. So kam es zu den Funden in den neuen Kerngebieten. Wir arbeiten intensiv an Lösungen gerade für die urbanen Räume an der Grenze. Der enge Austausch mit den Behörden vor Ort ist dafür zentral.“

René Wilke, Oberbürgermeister Frankfurt (Oder): „Wir führen weiterhin intensive Fallwildsuchen in den gefährdeten Gebieten durch, dabei kommen auch Suchhunde zum Einsatz. Mein besonderer Dank gilt der aktiven Mithilfe von THW, Freiwilliger Feuerwehr, Landwirten und Jägerschaft. Die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste unserer Stadt bitte ich um Verständnis für die notwendigen vorläufigen Einschränkungen und danke für die gezeigte Wachsamkeit in den zurückliegenden Wochen.“

Im Stadtgebiet Frankfurt (Oder) wurden am 4. März 2021 (nördliche Oderwiesen) und am 19. Mai 2021 (Ortsteil Güldendorf) Fallwildfunde durch das Friedrich Loeffler Institut positiv auf ASP getestet. In dem ausgewiesenen Kerngebiet gelten insbesondere folgende Einschränkungen:

- vorläufiges Jagdverbot.

- Betretungsverbot des Waldes und offener Landschaft wie Felder, Wiesen und Ackerflächen (der Fahrzeug- und Personenverkehr innerhalb geschlossener Ortslagen oder innerhalb von Bebauungszusammenhängen ist weiterhin erlaubt).

- Jedes verendet aufgefundene Wildschwein ist unter Angabe des Fundortes (GPS-Daten) dem Amt für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung Frankfurt (Oder) anzuzeigen.

- Leinenpflicht für Hunde.

Mehr Informationen zur ASP in Brandenburg: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/themen/verbraucherschutz/veterinaerwesen/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/