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11.09.2021

| 505/2021

Vierter Krankenhausplan: Gesundheitsministerin Nonnemacher übergibt neuen Feststellungsbescheid an die Havelland Kliniken

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher hat am heutigen Samstag (11. September) die Havelland Kliniken, Standort Nauen, besucht und dort den neuen Feststellungsbescheid an die Einrichtung übergeben. Zu dem Krankenhaus gehört noch ein zweiter Standort in Rathenow. Grundlage ist der Vierte Krankenhausplan des Landes Brandenburg, der seit dem 1. August in Kraft ist. Mit dem Bescheid steigt die Gesamtbettenkapazität des Hauses gemäß der Bedarfsanalyse von 542 auf 576 Betten. Bei dem Besuch informierte sich die Ministerin über die Arbeit des Krankenhauses und die besonderen Herausforderungen in Pandemie-Zeiten.

Die Havelland Kliniken mit ihren Standorten in Nauen und Rathenow sind ein Krankenhaus der Regelversorgung in öffentlicher Trägerschaft im Versorgungsgebiet Havelland-Fläming. Regelversorger decken ein größeres Leistungsspektrum ab als Krankenhäuser der Grundversorgung, sodass dort auch spezialisiertere Behandlungsformen angeboten werden und komplizierte Krankheitsfälle versorgt werden können.

Ministerin Nonnemacher: „Um auch in Zukunft eine bedarfsgerechte, flächendeckende, gut erreichbare und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in allen Teilen des Landes sicherstellen zu können, sind neue und erweiterte Formen von Kooperationen zwischen den Akteuren der Gesundheitsversorgung notwendig. Den Havelland Kliniken kommt dabei als Regelversorger eine wichtige Rolle zu, denn diese Krankenhäuser sollen Einrichtungen einer niedrigeren Versorgungsstufe mit Wissenstransfer und bei der Sicherung der Qualität der Versorgung unterstützen.“

Mit dem Vierten Krankenhausplan wird die Gesamtkapazität an beiden Standorten entsprechend der Bedarfsanalyse von 542 auf 576 Betten angehoben. Davon entfallen 497 Betten auf den vollstationären Bereich, bei den restlichen 79 handelt es sich um Tagesklinikplätze. Am Standort Nauen gibt es einen leichten Abbau im vollstationären Bereich von 319 auf 311 Betten. In den Fachbereichen Chirurgie sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe werden dort jeweils vier Betten abgebaut, in der Inneren Medizin gibt es künftig insgesamt sechs Betten weniger. In der Kinder- und Jugendmedizin hingegen wächst die Zahl der Betten um vier, in der Urologie um zwei. Im teilstationären Bereich kann die Klinik in Nauen ihre Kapazitäten um 14 Betten erweitern.

Nora Freitag, Prokuristin der Havelland Kliniken GmbH: „Mit dem Vierten Krankenhausplan und der darin vorgesehenen Erweiterung und Spezialisierung der Tagesklinischen Kapazitäten sehen wir uns bestätigt, den ländlichen und sektorenübergreifenden Versorgungsauftrag als Havelland Kliniken Unternehmensgruppe weiterhin mit hoher Qualität zu erfüllen. Es geht nun darum, sektorenübergreifende Strukturen zu stärken und interdisziplinäre Strukturen auszuschöpfen. Dafür haben wir als Unternehmensverbund die besten Voraussetzungen. Mit dem neuen Notfallzentrum, telemedizinischen Strukturen sowie der Erweiterung des Intensivbereichs zeigen wir erneut unsere Bereitschaft und Fähigkeit, die medizinische Versorgung in der Region zukunftsorientiert auszurichten.“

Der Vierte Krankenhausplan wurde im Juni von der Landesregierung beschlossen und ist seit dem 1. August in Kraft. Mit dem Papier wurde Neuland beschritten, denn zum ersten Mal haben Berlin und Brandenburg ihre jeweiligen Krankenhausplanungen umfassend miteinander abgestimmt. Ziel ist die Sicherung einer qualitativ hochwertigen und wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhausleistungen. Im Krankenhausplan sind insgesamt 54 Krankenhäuser an 66 Standorten aufgenommen. 22 davon befinden sich in öffentlicher, 19 in privater und 13 in freigemeinnütziger Trägerschaft.

Der Plan legt die Eckpfeiler der Krankenhausplanung für die nächsten Jahre fest. Er sieht eine Aufstockung der Gesamtbettenkapazität im Land gegenüber der Planung von 2017 von 16.896 auf 17.666 Betten vor. 15.694 dieser Betten sind vollstationär, 1.972 teilstationär.