10.03.2021

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Ministerin Nonnemacher zieht Halbjahresbilanz zu Afrikanischer Schweinepest: „Keine Seuchenfreiheit ohne Weiße Zone zu Polen“

Ein halbes Jahr nach dem ersten amtlichen Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg und damit auf deutschem Boden, zieht Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Zwischenbilanz und erneuert ihre Forderung nach einer seuchenfreien Weißen Zone zu Polen.

„Die wichtigste Nachricht nach einem halben Jahr ASP ist die, dass es bislang keinen Eintrag in Hausschweinbestände gibt. Darüber bin ich sehr froh. Wir sehen zudem, dass die getroffenen Maßnahmen wie Zaunbau und Fallwildsuche wirken. Allerdings lässt der Seuchendruck aus Polen nicht nach. So haben wir aktuell wieder Funde am festen ASP-Zaun an der Grenze zu Polen zu vermelden. So lange es diese Funde gibt, kann Deutschland nicht seuchenfrei werden, mit allen Auswirkung vor allem auf die schweinehaltenden Betriebe und die Landwirtschaft. Brandenburg präferiert daher nach wie vor die Einrichtung einer Weißen Zone mit festen Zäunen auf beiden Seiten von Oder und Neiße. Wir werden den Bund weiter bitten, das Gespräch mit Polen wegen einer gemeinsamen Weißen Zone entlang der Grenze wiederaufzunehmen“, so Ministerin Nonnemacher.

Brandenburg hat am 24. September 2020 im Süden des Landes, wo der Seuchendruck aus Polen am stärksten ist, mit dem Bau eines festen Zauns entlang der Grenze begonnen. Von insgesamt rund 255 Kilometern sind etwa 220 Kilometer fertig gestellt. Lücken bestehen noch in den Landkreisen Uckermark und Märkisch-Oderland. Beim Bau gab es immer wieder Verzögerungen durch Munitionsfunde oder durch aufgeweichten Untergrund.

Der erste ASP-Ausbruch beim Schwarzwild ist im Land Brandenburg am 10. September 2020 amtlich festgestellt worden.

Mehr Informationen: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/themen/verbraucherschutz/veterinaerwesen/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/