07.02.2019

| 017/2019

Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar

Gesundheitsministerin Karawanskij: „Signal in die Öffentlichkeit“

Alljährlich am 10. Februar rücken die Anliegen lebensverkürzend erkrankter Kinder und deren Familien in den Fokus der Öffentlichkeit. An diesem „Tag der Kinderhospizarbeit“ wehen grüne Bänder der Hoffnung an vielen Autoantennen, aus Fenstern, an Bäumen, an der Kleidung vieler Menschen. Auch Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij und Staatssekretär Andreas Büttner tragen als Zeichen der Solidarität dieses grüne Band mit der Aufschrift „10. Februar – Tag der Kinderhospizarbeit“.

Gesundheitsministerin Karawanskij: „Das grüne Band soll Hoffnung ausdrücken aber auch darauf aufmerksam machen, dass es viele unheilbar erkrankte Kinder in unserem Land gibt. Sie und ihre Eltern brauchen ganz besonders  Unterstützung. Deshalb beteilige ich mich sehr gern an der Aktion des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V. und trage das grüne Band. Ich bin sehr froh darüber, dass das Thema Kinderhospizarbeit so aus der Tabuzone in die Öffentlichkeit geholt wird. Sie hat sich durch viele engagierte Menschen zu einem unverzichtbaren Pfeiler im Unterstützungssystem für schwerkranke Kinder und Jugendliche entwickelt und ermöglicht, dass die verbleibende Lebenszeit mit einer möglichst hohen Lebensqualität erlebt werden kann.“

Gesundheitsstaatssekretär Andreas Büttner fügte hinzu: „Leider gibt es noch immer unheilbare Krankheiten für die die Wissenschaft noch kein Gegenmittel gefunden hat. Ich habe große Achtung vor Menschen, die sich der Kinderhospizarbeit verschrieben haben.“

Termin-Hinweis: Die Kinderhilfe-Hilfe für krebs- und schwerkranke Kinder e.V lädt am 10. Februar anlässlich des Aktionstages zu einer Matinée ins Potsdamer Kino Thalia. Gezeigt wird der Film „Unzertrennlich.“

Hintergrund

Hospize sind Orte, an denen schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg versorgt und begleitet werden. Ein Kinderhospiz umfasst sowohl ambulante als auch stationäre Einrichtungen für unheilbar und lebensverkürzend erkrankte Kinder und deren Eltern und Geschwister. Durch die häufig intensive Pflege des Kindes kommen im Alltag die Erholung der Eltern und die Zuwendung an die Geschwister zu kurz. In einem Kinderhospiz gibt es die Möglichkeit, dass sich die Eltern für eine begrenzte Zeit aus der Pflege herausnehmen können und von professionellen Pflegern ersetzt werden.

In Brandenburg gibt es noch kein stationäres Kinderhospiz. Die Betreuung von lebensverkürzend erkrankten Kindern  erfolgt im Rahmen der sogenannten Regelversorgung, also in Krankenhäusern mit ihren Fach- und Palliativstationen, in der ambulanten haus- und fachärztlichen Versorgung, in der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung und der spezialisierten ambulanten pädiatrischen Palliativversorgung. Derzeit baut die Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Südbrandenburg, ein Kinderhospiz in Burg (Spreewald) zur palliativen und intensiv-medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Die bisher einzigen bestehenden stationären Kinderhospize für die Region Berlin/Brandenburg sind das Hospiz der Björn Schulz Stiftung „Sonnenhof“ in Berlin und das „Kindertages- und Nachthospiz Berliner Herz“.

In zwei ambulanten Kinderhospizdiensten und Beratungsstellen der Björn Schulz Stiftung in Potsdam und Brandenburg an der Havel werden Familien beraten, die für ihr Kind eine unheilbare Diagnose erhalten haben. Ausgebildete ehrenamtliche Familienbegleiter helfen Familien mit schwerst- und unheilbar kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen individuell nach deren Bedürfnissen. Darüber hinaus unterstützt der in der gesamten Region Südbrandenburg tätige ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Pusteblume der Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Südbrandenburg, Familien mit schwerstkranken Kindern oder Jugendlichen in ihrer häuslichen Umgebung. 

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