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15.11.2021

| 633/2021

Geflügelpest bei Wildvogel im Havelland festgestellt – Aufruf zur Vorsicht

Erstmals in diesem Herbst wurde der Geflügelpesterreger H5N1 (Geflügelpest, Vogelgrippe) bei einem Wildvogel in Brandenburg festgestellt. In Ketzin im Landkreis Havelland wurde das Virus bei einer verendeten Zwerggans nachgewiesen. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat den Verdacht heute bestätigt.

Seit einigen Wochen tritt die Geflügelpest wieder deutschlandweit bei Wildvögeln, aber auch in Nutzgeflügelbeständen auf. In Brandenburg war der Erreger vor zwei Wochen in zwei Geflügelbeständen im Landkreis Spree-Neiße nachgewiesen worden. Wegen des erneuten Fundes ruft das Verbraucherschutzministerium zu höchster Wachsamkeit und Vorsicht auf. Die Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Erregers ist hoch. Zur Minimierung des Risikos weiterer Einträge in Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen sind alle Geflügelhalter*innen aufgefordert, die Biosicherheitsmaßnahmen zu beachten und jeden Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln zu vermeiden.

Im Falle von vermehrten Erkrankungen im Geflügelbestand oder Auftreten von erhöhten Tierverlusten ist unverzüglich der Amtstierarzt hinzuzuziehen.

Das Ministerium weist erneut auf die Pflicht aller Geflügelhalter*innen zur Anmeldung ihrer Geflügelbestände bei dem zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt hin, sofern dies noch nicht erfolgt ist.

Mehr zu den Biosicherheitsmaßnahmen, Empfehlungen für Hobbyhalter und Kleinbetriebe sowie weitere Informationen zur Geflügelpest: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/themen/verbraucherschutz/veterinaerwesen/tierseuchen/gefluegelpest