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11.05.2022

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Sozialministerin Nonnemacher verleiht 19 „Veltener Teller“ an engagierte Seniorinnen und Senioren

Gruppenfoto Veltener Teller 2020 und 2021
Gruppenfoto Veltener Teller 2020 und 2021

Zum 26. Mal sind Brandenburger Seniorinnen und Senioren für besondere Verdienste im Ehrenamt mit dem „Veltener Teller“ ausgezeichnet worden. Sozialministerin Ursula Nonnemacher überreichte am heutigen Mittwoch (11. Mai) in Potsdam gemeinsam mit dem Landesseniorenbeauftragten Norman Asmus und dem Vorsitzenden des Seniorenrates des Landes Brandenburg, Wolfgang Puschmann, insgesamt 19 Ehrenteller an 20 Brandenburgerinnen und Brandenburger, darunter 14 Frauen und sechs Männer. Eine weitere Preisträgerin, die leider bereits verstorben ist, wird posthum geehrt. Bei der Zeremonie handelte es sich um die Nachholveranstaltungen für die Jahre 2020 und 2021, die wegen der Corona-Pandemie ausgefallen waren. Die Verleihung des „Veltener Tellers“ für das Jahr 2022 soll wieder regulär zum Tag des Ehrenamtes (5. Dezember) erfolgen.

Sozialministerin Ursula Nonnemacher: „Ohne unsere vielen ehrenamtlich tätigen Seniorinnen und Senioren wäre Brandenburg längst nicht so lebens- und liebenswert, wie es ist. Aufopferungsvoll kümmern sie sich, obwohl zum Teil schon selbst hochbetagt, um andere Menschen. Sie helfen, wo immer Hilfe gebraucht wird, engagieren sich in Vereinen oder politischen Gremien und sorgen so nicht nur dafür, dass die ältere Generation im Land eine starke Lobby hat, sondern auch, dass das Zusammenleben in unserer Gesellschaft über alle Altersgruppen hinweg funktioniert. Auch in der Corona-Pandemie haben diese Menschen ihr Engagement aufrechterhalten und so vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern über eine extrem kritische Zeit hinweggeholfen. Diese Leistung kann nicht hoch genug gewürdigt werden! Stellvertretend für viele andere möchte ich mich dafür bei den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich bedanken!“

Norman Asmus, Landesseniorenbeauftragter Brandenburg: „Ich freue mich, dass wir die traditionelle Auszeichnung der ehrenamtlich tätigen Seniorinnen und Senioren endlich in einem würdigen Rahmen nachholen können. Diese Wertschätzung des bürgerschaftlichen Engagements ist wichtig, zeigt sich doch hierüber sehr anschaulich, dass die Älteren ein Aktivposten der Gesellschaft sind. Sie engagieren sich für die Gemeinschaft, oft im sozialen Bereich oder in der Kommunalpolitik. Ich danke allen ehrenamtlich Tätigen für ihren persönlichen Einsatz. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für ein gutes Miteinander in Brandenburg und das auch während der mit vielen Einschränkungen verbundenen Zeit der Corona-Pandemie.“

Gemeinsam ist allen Preisträgerinnen und Preisträgern, dass sie in Seniorenbeiräten und Seniorenvereinen mitarbeiten oder mitgearbeitet haben. Die Auszuzeichnenden werden jedes Jahr von den Mitgliedsorganisationen des Landesseniorenrates vorgeschlagen. Seit 1995 sind bereits 278 Seniorinnen und Senioren mit dem Preis ausgezeichnet worden. Die Tradition geht auf Regine Hildebrandt, Brandenburgs erste Sozialministerin, zurück. Der „Veltener Teller“ hat die Form einer Schale mit Fuß. Die Keramik wurde einst in der Werkstatt von Hedwig Bollhagen in Velten (Oberhavel) entworfen. Daher stammt auch der Name. Finanziert werden die Teller durch das Sozialministerium aus Lottomitteln.

Der Anteil der Ehrenamtlichen hat seit 1999 in allen Altersgruppen zugenommen, am stärksten jedoch bei Menschen ab 65 Jahren. In Brandenburg engagieren sich nach den neuesten Zahlen 35 Prozent der 65- bis 74-Jährigen ehrenamtlich und 17 Prozent der über 75-Jährigen (Quelle: Freiwilligensurvey 2019, Auswertung Brandenburg). Das ist eine insgesamt erfreuliche Entwicklung, wobei Brandenburg bei der Engagementquote Älterer im Mittelfeld der Bundesländer liegt.

Den „Veltener Teller 2020“ erhielten heute:

Edda Haage (Borkheide, Potsdam-Mittelmark): Unermüdlich engagiert sich Frau Haage für die Kultur in Borkheide. Nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Bühnenleben als Tänzerin ließ sie sich 1994 mit ihrem Mann in Borkheide nieder. Seit über 20 Jahren finden nun schon durch ihr Engagement regelmäßig Veranstaltungen wie „Der besondere Abend“ statt. Ob Musik, Gesang oder Lesungen – immer neue Künstler holt Frau Haage nach Borkheide - immer an wechselnde Orte, weil ein entsprechender Veranstaltungsraum fehlt. Viele weitere kulturelle Aktivitäten wurden auf ihre Anregungen hin geboren. So unterstützte sie z.B. die Wiederentstehung des Waldbades, das zu einem kulturellen Anziehungspunkt für viele Menschen der Umgebung wurde. Zudem engagiert sich Frau Haage schon seit Jahren als Gemeindevertreterin in der Kommunalpolitik und für Seniorengruppen vor Ort, bietet Lachyoga in der Gesundheitswoche an. Ihr Motto lautet: „Niemand soll allein bleiben. Alle können mitmachen.“

Ludwig Herrn (Cottbus): Herr Herrn war nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben seit 2009 aktives Mitglied des Seniorenbeirates der Stadt Cottbus und leitete ab 2012 die Arbeitsgruppe „Soziales Wohnen, Ordnung und Sicherheit“. 2014 wurde er zum Vorsitzenden des Seniorenbeirates gewählt. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement bei den gegenseitigen Besuchen in der französischen Partnerstadt Montreuil, bei denen er die französischen Seniorinnen und Senioren beim Aufbau eines Seniorenbeirates unterstützte. Herr Herrn war maßgeblich an der Überarbeitung des „Wegweisers für Senioren der Stadt Cottbus“ im Jahr 2016 beteiligt. Dank seiner Initiative konnte die lokale Tageszeitung in die Erscheinung des Ratgebers aktiv eingebunden werden. Mit dieser 56-seitigen Broschüre steht den Cottbuser Seniorinnen und Senioren ein hilfreicher Ratgeber zu allen Fragen des „Rentnerlebens“ zur Verfügung.

Dr. Thea Hoedt (Ketzin, Havelland): Frau Dr. Hoedt hat im Jahr 2005 den Seniorenbeirat der Stadt Ketzin mitgegründet, dessen zentrale Figur sie bis heute ist. Auch bei der Gründung des Kreisseniorenbeirates im Jahr 2007 war sie wieder dabei. Dort übernahm sie die Aufgabe der stellvertretenden Vorsitzenden. Während die Vorsitzenden aus unterschiedlichen Gründen wechselten, blieb sie die „Zweite“, auf die man sich verlassen konnte. Frau Dr. Hoedt übernahm auch bald Aufgaben im Rahmen des Seniorenrates des Landes Brandenburg. Sie war hier in verschiedenen Arbeitsgruppen tätig, zuletzt in der AG „Brandenburgische Seniorenwoche“ und im Arbeitskreis der Ombudsfrauen und -männer. Für die Seniorenarbeit ihrer Ortsgemeinde Falkenrehde und der Stadt Ketzin ist sie mehrmals in der Woche aktiv unterwegs. Auch während der Pandemie hat sie Treffen für die Seniorinnen und Senioren organisiert, natürlich mit der entsprechenden Abstandsreglung und im schönen großen Garten des Dorfgemeinschaftshauses.

Marlies Lobeda (Drachhausen, Spree-Neiße): Mit Frau Lobeda hat der Seniorenbeirat des Amtes Peitz von Beginn an eine äußerst engagierte Persönlichkeit als Vorsitzende in seinen Reihen. Couragiert verstand sie es, eine vertrauensvolle Verbindung zur Amtsverwaltung, zu den Bürgermeistern und den gewählten Vertreterinnen und Vertretern des Amtsausschusses aufzubauen. Ihr ist es zu verdanken, dass eine enge Verbindung des Seniorenbeirates zur Begegnungsstätte der AWO besteht und dadurch die Seniorinnen und Senioren aus allen Orten des Amtes Peitz an Kursen, Treffs und Veranstaltungen teilnehmen können. Mit viel Herz kümmerte sich Frau Lobeda um die partnerschaftlichen Beziehungen zur polnischen Gemeinde Zbaszynek. Sie sorgte mit dem Seniorenbeirat auch dafür, dass in jedem Jahr 30 Kinder aus Tschernobyl, die in einem Ferienheim bei Berlin Erholung finden, einen Tag lang in Peitz schöne Stunden verleben. Mit Kompetenz, Sachkenntnis und Elan nahm Frau Lobeda auch ihre Aufgaben als Mitglied im Seniorenbeirat des Landkreises Spree-Neiße wahr. Bis zu ihrem Ausscheiden aus gesundheitlichen Gründen fungierte sie als Schatzmeisterin.

Dr. Frank Mende (Frankfurt (Oder)): Herr Dr. Mende ist seit 2012 als Vertreter der Senioren der Partei Die Linke Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Frankfurt (Oder) und davon 6 Jahre als Vorsitzender tätig. Bei seiner Arbeit kommt ihm seine 24-jährige Tätigkeit als Stadtverordneter zugute. Herr Dr. Mende ist seit 2019 im Vorstand des Seniorenrates des Landes Brandenburg e.V. tätig. Er unterstützt die Arbeit der Deutsch-Polnischen Seniorenakademie und knüpft Verbindungen zu Seniorinnen und Senioren der Stadt Slubice. Mit dem Seniorenverband der Stadt Witebsk in Belarus – sie ist Partnerstadt von Frankfurt (Oder) - wurde ein Vertrag über die Zusammenarbeit abgeschlossen. Herr Dr. Mende arbeitet in der Stadtteilkonferenz Süd mit und unterhält viele persönliche Kontakte zu den Seniorinnen und Senioren des Wohngebietes. Innerhalb des Vereins SODI (Solidaritätsdienst International e. V.) hilft er strahlengeschädigten Kindern aus Belarus.

Hannelore Postel (Storkow, Oder-Spree): Für andere täglich da zu sein, ist für sie eine Selbstverständlichkeit. Frau Postel war jahrelang Vorsitzende des Fachausschusses für Bildung, Soziales und Ordnung, Stadtverordnete der Stadt Storkow (Mark) und Vorsitzende des Seniorenbeirates. Themen der Seniorinnen und Senioren vertritt sie in allen Gremien der Stadt und hilft bei der Organisation und Durchführung der Brandenburgischen Seniorenwoche. Für die 2019 angeschaffte Radkutsche hat sie viel Energie und Kraft aufgebracht. Es mussten viel Anträge ausgefüllt und zahlreiche Gespräche geführt werden, bis sie endlich einsatzbereit war. Seit Jahren kämpft sie für den Erhalt des „Hauses der Begegnung“, einem sehr beliebten Treffpunkt für alle Seniorinnen und Senioren sowie für die Selbsthilfegruppen in der Stadt Storkow. Zudem engagiert sie sich bei der Organisation der Sitzungen des Seniorenbeirates und setzt sich für einen behindertengerechten Zugang zur Burg Storkow und für die Absenkung der Bürgersteige ein.

Ingrid Scharf (Stahnsdorf, Potsdam-Mittelmark): Frau Scharf hat sich über Jahre in der Gemeinde Stahnsdorf und im Landkreis Potsdam-Mittelmark in hohem Maße für ältere Menschen eingesetzt. In politischen Gremien engagiert sie sich für die Belange der Seniorinnen und Senioren und für ein harmonisches Miteinander von Jung und Alt. Sie ist Vorsitzende der Senioren-Union Potsdam-Mittelmark, gewähltes Mitglied im Seniorenbeirat Stahnsdorf und arbeitet in der Gemeinde im Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport als sachkundige Einwohnerin. Auch in der benachbarten Gemeinde Kleinmachnow beteiligt sie sich als Referentin an Podiumsdiskussionen zu Themen wie barrierefreies Wohnen oder Einsamkeit im Alter. Während der Corona-Pandemie kümmerte sich Frau Scharf in besonderer Weise um Seniorinnen und Senioren, die allein und auf sich selbst gestellt leben, in dem sie telefonisch den Kontakt hielt. 

Paul Stets (Groß Pankow, OT Retzin, Prignitz): Herr Stets engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Miteinander der Seniorinnen und Senioren im Landkreis Prignitz. So war er eine lange Zeit als Vorsitzender der Landsenioren tätig und unterstützt die Arbeit weiterhin, nunmehr als Mitglied des Vorstandes. Auch seiner engagierten Tätigkeit ist es zu verdanken, dass der Verein zum 20-jährigen Bestehen bereits 340 Mitglieder zählte. Jedes Jahr gehören mehrere Tagesfahrten und Kurzreisen sowie verschiedene Veranstaltungen zu den Aktivitäten der Landsenioren. Darüber hinaus engagierte sich Herr Stets seit Anfang der 90er-Jahre auch ehrenamtlich in der Kommunalpolitik und als Mitglied des Kreistages in verschiedenen Ausschüssen. Zudem ist er seit vielen Jahren Mitglied im Seniorenrat des Landkreises Prignitz und hier als Revisor tätig.

Posthume Ehrung: Else Stolz (Neuenhagen, Märkisch-Oderland): Frau Stolz war seit 1995 Mitglied der Volkssolidarität Gruppe „Erpetal“ in Neuenhagen bei Berlin. Mit Gründung der Gruppe wurde sie in den Vorstand gewählt und war dort stellvertretende Vorsitzende und verantwortlich für die kulturelle Arbeit. Sie organisierte Veranstaltungen zum Frauentag, zum Muttertag und zu Weihnachten. Als Vertreterin der Volkssolidarität arbeitete Frau Stolz ebenfalls seit 1995 aktiv im Seniorenbeirat der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin mit. An den „Treffen der Generationen“, einer Initiative der Schülerinnen und Schüler des Einstein-Gymnasiums, war sie regelmäßig beteiligt. Diese Treffen zwischen Jung und Alt waren und sind immer wieder eine Bereicherung für alle Teilnehmenden. Leider ist Frau Stolz zwischenzeitlich verstorben. Der „Veltener Teller“ wird im Andenken an ihre Verdienste im Nachgang der Auszeichnungsveranstaltung an ihre Familienangehörigen übergeben werden.

Burkhard Thomaschewski (Panketal, Barnim): Herr Thomaschewski kam 1999 infolge des Regierungsumzuges als Oberst der Bundeswehr im Bundesverteidigungsministerium nach Brandenburg. Nach seiner Pensionierung im November 2002 setzte er sich als sozial engagierte Persönlichkeit für die Belange der Arbeiterwohlfahrt ein und ist seit 2016 Vorstandsvorsitzender des AWO-Kreisverbandes Bernau. Als Gemeindevertreter leitet er zusammen mit seiner Ehefrau die Flüchtlingshilfe in Panketal. Zusammen mit anderen Gemeindevertretern gründete er die Bürgerstiftung Panketal, die unverschuldet in Not geratenen Bürgern der Gemeinde Unterstützung und Hilfe zuteilwerden lässt. Dort ist er als Mitstifter im Kuratorium der Stiftung tätig. Seit 2010 ist Herr Thomaschewski Mitglied im Kreisseniorenbeirat Barnim und seit 2016 stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister.

Den „Veltener Teller 2021“ erhielten heute:

Brigitte und Hans-Joachim Eckenigk (Frankfurt (Oder)): Ihr Nachbar Kurt ist 93 Jahre alt, stark gehbehindert und braucht umfangreiche Unterstützung. Die bekommt er vom Ehepaar Eckenigk, das im selben Haus wohnt und ihn seit 2016 ehrenamtlich betreut. Die Hilfe umfasst das Einkaufen, das Waschen der Wäsche, die wöchentliche Reinigung der Wohnung sowie das tägliche Zubereiten von Frühstück und Abendbrot. Zweimal in der Woche wird eine Fahrt zum Kardiologen ermöglicht. Auch während der Corona-Pandemie stand ihm das Ehepaar Eckenigk zur Seite und brachte ihn beispielsweise zum Impfzentrum. Gerade in dieser Zeit war es Frau und Herrn Eckenigk wichtig, ihm regelmäßig Gesellschaft zu leisten, mit ihm zu sprechen und den Zugang zu aktuellen Ereignissen zu eröffnen.

Klaus Fiebiger (Erkner, Oder-Spree): Seit 2018 ist Herr Fiebiger für die Gesellschaft für Arbeit und Soziales (GefAS e.V.) ehrenamtlich bei der Tafel Erkner tätig. Er zeigte von Anbeginn seiner ehrenamtlichen Tätigkeit selbstlosen Einsatz und ist immer bereit, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Neben der Arbeit in der Tafel unterstützt er ehrenamtlich auch andere Projekte des Vereins. Herr Fiebiger hat stets ein offenes Ohr für die Probleme benachteiligter Menschen und sucht gemeinsam mit ihnen Lösungen, um schwierige Situationen meistern zu können. Während der Corona-Pandemie war Herr Fiebiger im Rahmen einer Vereinbarung mit der Stadt Erkner mit einbezogen in die Versorgung von Risikopersonen und in Quarantäne befindlichen Personen über die mobile Tafel. Bei seinen Kolleginnen und Kollegen in der Tafel, bei der Kundschaft sowie bei den Kooperationspartnerinnen und -partnern genießt Herr Fiebiger großes Ansehen.

Brigitte Förster (Barenthin, Prignitz): Frau Förster war viele Jahre Vorsitzende des Seniorenbeirates der Gemeinde Gumtow, bevor sie nunmehr vom Bürgermeister zur Seniorenbeauftragten der Gemeinde berufen wurde. Der Gemeinde gehören 16 Ortsteile an. Trotz der räumlichen Entfernungen innerhalb der Gemeinde gelingt es Frau Förster immer wieder, die Arbeit für und mit den Seniorinnen und Senioren voranzubringen und Angebote für die ältere Generation zu organisieren. Während der Corona-Pandemie rührte sie die Werbetrommel, um die älteren Einwohnerinnen und Einwohner für das Impfen zu gewinnen und machte sich für einen Bus zum Impfzentrum in Kyritz stark. Frau Förster ist Gründungsmitglied des 2008 gegründeten Kreisseniorenrates Prignitz (jetzt: Kreisseniorenbeirat Prignitz).

Petra Hollstein (Herzberg, Elbe-Elster): Frau Hollstein engagiert sich schon seit vielen Jahren sehr aktiv in der Seniorenarbeit und in der Kommunalpolitik. Seit 2012 ist sie Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates Elbe-Elster und Vertreterin im Seniorenrat des Landes Brandenburg e. V. Von Anfang der 90er-Jahre bis Mai 2019 war Frau Hollstein Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Herzberg. Sie war mehrere Wahlperioden lang Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Kultur, Sport und Soziales und zeitweise auch Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung. Bei der Kommunalwahl 2014 wurde sie in den Kreistag gewählt, nachdem sie vorher schon als Nachrückerin dort tätig war. Neben der Arbeit in den verschiedenen Gremien gibt Frau Hollstein auch Unterricht an der Volkshochschule in Herzberg und leitet drei Englischkurse.

Evelin Kierschk (Luckenwalde, Teltow-Fläming): Herzlich, impulsiv, begeisterungsfähig, mitreißend, mitfühlend, fürsorglich und couragiert – all das ist Frau Kierschk, die sich seit vielen Jahren als Vorsitzende im Senioren- und Behindertenbeirat Luckenwalde engagiert. Im Seniorenbüro „Haus Sonnenschein“ haben sie und ihre Mitstreiterinnen für alle ein offenes Ohr und bieten Raum für viele Interessen und Bildungsbedürfnisse. Bestens vernetzt und mit vielen innovativen Ideen und Projekten, wie z. B. der ehrenamtlichen Wohnberatung, nimmt sie Bedarfe feinfühlig wahr und greift sie tatkräftig auf. Frau Kierschk bringt wichtige Themen in die zuständigen Gremien ein und drängt auf deren Behandlung. Sie hat für das „Haus Sonnenschein“ Spenden gesammelt, Geld aufgetrieben und die gesamte Inneneinrichtung modernisiert – und so auch den Einbau der dringend benötigten Behindertentoilette ermöglicht. 

Herma Lindner (Schorfheide, Barnim): Frau Lindner war viele Jahre als Vorsitzende des Seniorenbeirates Schorfheide tätig und hat 2020 die Stellvertretung übernommen. Mit dem Seniorenbeirat war und ist sie das Sprachrohr der älteren Generation in der Gemeinde. Engagiert vertritt sie die Interessen der älteren Bürgerinnen und Bürger bei der Planung und Verwirklichung von Angeboten für die Seniorenarbeit und Altenhilfe. Im Kreisseniorenbeirat Barnim arbeitet sie im Vorstand und setzt besonders in der Arbeitsgruppe „Pflegeheime" Akzente in der Seniorenpolitik des Landkreises. Mit ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern setzt sie sich dafür ein, Probleme der Seniorinnen und Senioren gegenüber der Kreisverwaltung einzubringen. Dabei geht es um Themen wie die Sicherung der Ärzteversorgung oder die Verbesserung des öffentlichen Personen- und Nahverkehrs, vor allem in den ländlichen Bereichen.

Hannelore Petrick (Guben, Spree-Neiße): Frau Petrick ist seit dem 1. Januar 2009 Mitglied der Volkssolidarität Spree-Neiße e.V. Seit vielen Jahren leitet sie mit großem Engagement und viel Herzblut die Ortsgruppe 18 in Guben, in der viele niveauvolle Veranstaltungen geplant und durchgeführt werden. Darüber hinaus arbeitet sie seit Jahren ehrenamtlich als „Helfer für Soziales“ und unterstützt die Arbeit des Bürgerbüros bzw. der Sozialstation der Volkssolidarität in Guben. Frau Petrick hilft den älteren Menschen beim Gang zum Arzt, beim Ausfüllen von Anträgen, besucht sie im Senioren- und Pflegeheim und hat immer einen guten Rat. Für sie ist diese Fürsorge selbstverständlich. Einfühlsamkeit, Geduld und Zeit zum Zuhören sind Dinge, die Frau Petrick mitbringt. Anregungen und Ideen sammelt sie bei den Treffen der „Helfer für Soziales“ und gibt ihre Erfahrungen gern weiter.

Renate Schneider (Brandenburg an der Havel): Frau Schneider ist seit vielen Jahren Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Brandenburg an der Havel. Lange vertrat sie dieses Gremium im Seniorenbeirat des Landes Brandenburg e. V. Frau Schneider war stets eine zuverlässige, sehr interessierte und kluge Mitstreiterin, die mit ihrer zugewandten und zuversichtlichen Art die Arbeit des Landesseniorenbeirates bereicherte. Als Pressesprecherin trug Frau Schneider dazu bei, den Seniorenrat des Landes Brandenburg e.V. durch eine kontinuierliche und informative Berichterstattung mehr in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken. Aus persönlichen Gründen hat sich Frau Schneider aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit etwas zurückgezogen. Aber sie hat versprochen, sofern es möglich ist, wieder mit an Bord zu sein.

Gudrun Sommer (Eisenhüttenstadt, Oder-Spree): Der Umgang mit Menschen ist ihre Leidenschaft, mit Fachkompetenz und viel Empathie setzt sie sich für die Bedürfnisse Hilfesuchender und insbesondere Seniorinnen und Senioren ein: Frau Sommer zählt zu den Mitbegründerinnen der Arbeiterwohlfahrt in Ostbrandenburg. Sie ist seit 1990 Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes Eisenhüttenstadt e. V. und wurde 1995 zur stellvertretenden Vorsitzenden des AWO-Bezirksverbandes Brandenburg Ost e. V. gewählt. Im Rahmen ihrer dortigen Tätigkeit war Frau Sommer federführend an der Entwicklung neuer sozialer Strukturen in der Region beteiligt. Maßgeblich von ihr getragen und entwickelt wurde z. B. das „Versorgungsnetzwerk für Senioren“ im Landkreis Oder-Spree, eine übergreifende Plattform für „Menschen in der zweiten Lebenshälfte“. Während der Pandemie war Frau Sommer unentbehrliches Mitglied in den Krisenteams des AWO-Bezirksverbands Brandenburg und des AWO-Kreisverbands Eisenhüttenstadt.

Claudia Veit (Neuenhagen, Märkisch-Oderland): Sie ist eine der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die die Arbeit der Beratungsstelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige in Strausberg unterstützen. Sie betreuen Menschen mit Demenz in ihrer Häuslichkeit, sozusagen als Zeitschenkerinnen bzw. Zeitschenker, die mit viel Herzblut, Geduld und Einfallsreichtum mit Betroffenen spazieren gehen, Ausflüge machen, Radfahren, sie zum Arzt begleiten, Fotos ansehen und vieles mehr. Angehörige profitieren ebenfalls von diesen Angeboten und können dadurch in ihrem Pflege- und Betreuungsalltag entlastet werden. Frau Veit ist bereits seit 11 Jahren als Ehrenamtliche aktiv. Sie bringt insbesondere ihre musikalischen Fähigkeiten und die Lust am Radfahren mit in die Betreuungen ein. Insbesondere in Zeiten der Pandemie führte Frau Veit weiterhin ihre Betreuungen fort, ob per Brief oder in Form von Telefonaten.