Umweltradioaktivität

Symbolfoto Umweltradioaktivität (Foto: Colourbox.de)
Foto: Colourbox.de

Alle uns umgebenden Stoffe enthalten zumindest in Spuren Radioaktivität. Neben den bekannten natürlich radioaktiven Stoffen (z.B. Uran und Thorium) gibt es eine Vielzahl weiterer, erst durch Kernspaltung erzeugbare radioaktiver Stoffe. Viele dieser künstlichen Radionuklide, z.B. Cäsium-137, sind auf verschiedenen Wegen in die Umwelt gelangt. Bekannt sind die Folgen der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl im Jahr 1986, aber auch schon vorher haben Kernwaffenversuche in der Atmosphäre weltweit große Mengen an Radioaktivität verteilt. Schließlich emittieren auch die kerntechnischen Anlagen im normalen Betrieb geringe, aber messbare Mengen an künstlicher Radioaktivität. Diese natürlichen und künstlichen radioaktiven Stoffe sind Gegenstand der Umweltüberwachung des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG).

Die Umweltradioaktivität in Brandenburg wird in einem Messprogramm auf Grundlage des Strahlenschutzvorsorgegesetzes (StrVG) laufend überwacht. Verantwortlich für Messungen sind die Landesmessstellen des Fachbereiches Fb IV-1 im Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB).

Bundesweite automatische Messnetze z.B. für den Gammastrahlungspegel und die Radioaktivität in der Luft werden u. a. vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betrieben. Aktuelle Messdaten finden Sie im Informationsangebot des Bundesumweltministeriums (BMUB).

Mit den zum 31.12.2018 in Kraft getretenen neuen strahlenschutzrechtlichen Regelungen des Strahlenschutzgesetzes und der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) wurden erstmals Festlegungen zum Schutz vor Radon getroffen. Radon (Radon-222) ist ein radioaktives Edelgas, das durch den radioaktiven Zerfall von im Boden und in Gesteinen natürlich vorkommendem Uran entsteht. Radon kann unter bestimmten Umständen in Gebäude gelangen und sich dort anreichern. In erhöhten Konzentrationen kann es Lungenkrebs verursachen. Gemäß § 121 StrlSchG sind die Bundesländer verpflichtet, sogenannte Radonvorsorgegebiete festzulegen, in denen aufgrund der geologischen Gegebenheiten in einer beträchtlichen Zahl von Gebäuden eine höhere Radonkonzentration in der Raumluft zu erwarten ist. Maßstab hierfür ist der Referenzwert von 300 Bq/m³. Für das Land Brandenburg besteht auf Grundlage der bislang durchgeführten Untersuchungen und unter Berücksichtigung der geologischen Situation keine Notwendigkeit, Radonvorsorgegebiete auszuweisen. Für weiterführende Informationen wird auf die Internetseite des BMU bzw. des BfS verwiesen.

 

Des Weiteren treffen das StrlSchG und die StrlSchV erstmals Regelungen zu radioaktiven Altlasten.

Im Land Brandenburg existieren radioaktive Altlast- und altlastverdächtige Flächen im Stadtgebiet von Oranienburg. Diese wurden durch Verschleppungen von Industrierückständen aus der bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgten Aufarbeitung von Seltenen Erden und Uranerzen verursacht.

Weitergehende Fragen hierzu beantwortet unsere Fachbehörde, das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG), Dezernat V4.

Symbolfoto Umweltradioaktivität (Foto: Colourbox.de)
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Alle uns umgebenden Stoffe enthalten zumindest in Spuren Radioaktivität. Neben den bekannten natürlich radioaktiven Stoffen (z.B. Uran und Thorium) gibt es eine Vielzahl weiterer, erst durch Kernspaltung erzeugbare radioaktiver Stoffe. Viele dieser künstlichen Radionuklide, z.B. Cäsium-137, sind auf verschiedenen Wegen in die Umwelt gelangt. Bekannt sind die Folgen der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl im Jahr 1986, aber auch schon vorher haben Kernwaffenversuche in der Atmosphäre weltweit große Mengen an Radioaktivität verteilt. Schließlich emittieren auch die kerntechnischen Anlagen im normalen Betrieb geringe, aber messbare Mengen an künstlicher Radioaktivität. Diese natürlichen und künstlichen radioaktiven Stoffe sind Gegenstand der Umweltüberwachung des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG).

Die Umweltradioaktivität in Brandenburg wird in einem Messprogramm auf Grundlage des Strahlenschutzvorsorgegesetzes (StrVG) laufend überwacht. Verantwortlich für Messungen sind die Landesmessstellen des Fachbereiches Fb IV-1 im Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB).

Bundesweite automatische Messnetze z.B. für den Gammastrahlungspegel und die Radioaktivität in der Luft werden u. a. vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betrieben. Aktuelle Messdaten finden Sie im Informationsangebot des Bundesumweltministeriums (BMUB).

Mit den zum 31.12.2018 in Kraft getretenen neuen strahlenschutzrechtlichen Regelungen des Strahlenschutzgesetzes und der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) wurden erstmals Festlegungen zum Schutz vor Radon getroffen. Radon (Radon-222) ist ein radioaktives Edelgas, das durch den radioaktiven Zerfall von im Boden und in Gesteinen natürlich vorkommendem Uran entsteht. Radon kann unter bestimmten Umständen in Gebäude gelangen und sich dort anreichern. In erhöhten Konzentrationen kann es Lungenkrebs verursachen. Gemäß § 121 StrlSchG sind die Bundesländer verpflichtet, sogenannte Radonvorsorgegebiete festzulegen, in denen aufgrund der geologischen Gegebenheiten in einer beträchtlichen Zahl von Gebäuden eine höhere Radonkonzentration in der Raumluft zu erwarten ist. Maßstab hierfür ist der Referenzwert von 300 Bq/m³. Für das Land Brandenburg besteht auf Grundlage der bislang durchgeführten Untersuchungen und unter Berücksichtigung der geologischen Situation keine Notwendigkeit, Radonvorsorgegebiete auszuweisen. Für weiterführende Informationen wird auf die Internetseite des BMU bzw. des BfS verwiesen.

 

Des Weiteren treffen das StrlSchG und die StrlSchV erstmals Regelungen zu radioaktiven Altlasten.

Im Land Brandenburg existieren radioaktive Altlast- und altlastverdächtige Flächen im Stadtgebiet von Oranienburg. Diese wurden durch Verschleppungen von Industrierückständen aus der bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgten Aufarbeitung von Seltenen Erden und Uranerzen verursacht.

Weitergehende Fragen hierzu beantwortet unsere Fachbehörde, das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG), Dezernat V4.