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Futtermittelüberwachung

Symbolfoto: Kühe auf landwirtschaftlichen Nutzflächen (Foto: Colourbox.de / Eugen Wais)
Foto: Colourbox.de / Eugen Wais

Zum Schutz der Verbraucher kontrolliert die amtliche Futtermittelüberwachung die Herstellung, den Transport, den Import, den Handel und die Verfütterung von Futtermitteln mit dem Ziel, gesunde und rückstandsfreie Lebensmittel zu erzeugen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tiere zu fördern, Täuschungen im Verkehr mit Futtermitteln vorzubeugen und Umweltbelastungen durch Futtermittel zu verhindern.

Weiterführende Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Symbolfoto: Kühe auf landwirtschaftlichen Nutzflächen (Foto: Colourbox.de / Eugen Wais)
Foto: Colourbox.de / Eugen Wais

Zum Schutz der Verbraucher kontrolliert die amtliche Futtermittelüberwachung die Herstellung, den Transport, den Import, den Handel und die Verfütterung von Futtermitteln mit dem Ziel, gesunde und rückstandsfreie Lebensmittel zu erzeugen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tiere zu fördern, Täuschungen im Verkehr mit Futtermitteln vorzubeugen und Umweltbelastungen durch Futtermittel zu verhindern.

Weiterführende Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit


Aufgaben und Organisation

  • Ziel und Aufgaben

    Das Ziel der amtlichen Futtermittelüberwachung besteht darin, das hohe Verbraucherschutzniveau mit einer ziel- und risikoorientierten Überwachung der Einhaltung der umfangreichen Vorschriften des Futtermittelrechts durch die Futtermittelunternehmer abzusichern. 

    Die Grundlage dafür bildet der bundeseinheitlichen Rahmenkontrollplan des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, der unter Beteiligung der Länder und des BMEL erarbeitet wurde. 

    Speziell ausgebildete amtliche Futtermittelkontrolleure der zuständigen Behörden kontrollieren stichprobenartig und risikoorientiert die Herstellung, den Transport, den Import, den Handel und die Verfütterung von Futtermitteln. Sie führen dazu unangemeldete Prozess- und Produktkontrollen bei Herstellern, Händlern, Lagerhaltern und Tierhaltern durch und prüfen, ob die futtermittelrechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

    Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt dabei auf der amtlichen Überwachung von Futtermitteln für Lebensmittel liefernde Tiere (Nutztiere). Außerdem werden auch die Hersteller von Heimtierfuttermitteln kontrolliert.

    Das Ziel der amtlichen Futtermittelüberwachung besteht darin, das hohe Verbraucherschutzniveau mit einer ziel- und risikoorientierten Überwachung der Einhaltung der umfangreichen Vorschriften des Futtermittelrechts durch die Futtermittelunternehmer abzusichern. 

    Die Grundlage dafür bildet der bundeseinheitlichen Rahmenkontrollplan des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, der unter Beteiligung der Länder und des BMEL erarbeitet wurde. 

    Speziell ausgebildete amtliche Futtermittelkontrolleure der zuständigen Behörden kontrollieren stichprobenartig und risikoorientiert die Herstellung, den Transport, den Import, den Handel und die Verfütterung von Futtermitteln. Sie führen dazu unangemeldete Prozess- und Produktkontrollen bei Herstellern, Händlern, Lagerhaltern und Tierhaltern durch und prüfen, ob die futtermittelrechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

    Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt dabei auf der amtlichen Überwachung von Futtermitteln für Lebensmittel liefernde Tiere (Nutztiere). Außerdem werden auch die Hersteller von Heimtierfuttermitteln kontrolliert.

  • Vorschriften, Organisation und Kontrolle

    Vorschriften

    Die Rechtsgrundlagen der amtlichen Futtermittelüberwachung sind einheitliche europäische Rechtsvorschriften (Verordnungen und Richtlinien), das darauf beruhende deutsche Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) sowie die auf diesen Rechtsgrundlagen erlassenen Verordnungen (Futtermittelverordnung).

    Organisation

    Zweckmäßigerweise sind die Zuständigkeiten für die Futtermittelüberwachung im Flächenland Brandenburg geteilt. Das Landesamt für Arbeitschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) überwacht die Futtermittelhersteller, die Händler, die Transporteure und Lagerhalter und kontrolliert die Futtermittelimporte. Darüber hinaus koordiniert das LAVG auch die Arbeit aller Futtermittelüberwachungsbehörden in Brandenburg. 

    Die Landkreise und kreisfreien Städte kontrollieren die Futtermittelherstellung auf der Stufe der Primärproduktion (Landwirte), die Fütterungsvorschriften, die der Landwirt zu beachten hat und den Landwirt, sofern er selbst als Futtermittelhersteller oder Futtermittelhändler tätig ist.

    Die bei den Kontrollen entnommenen Futtermittelproben werden im Landeslabor untersucht.

    Kontrolle

    In Brandenburg gibt es derzeit ca. 6.400 registrierungspflichtige Futtermittelunternehmer sowie ca. 1.000 Betriebe, die zu kontrollieren, jedoch nicht registrierungspflichtig sind. Unter den registrierten Betrieben sind ca. 50 gewerbliche Hersteller von Mischfuttermitteln und Vormischungen, etwa 420 Handelsbetriebe sowie ca. 4.850 Tierhalter, die amtlich kontrolliert werden. Jeder Betrieb wird in der Regel ohne Voranmeldung risikoorientiert und regelmäßig aufgesucht und mittels Betriebsprüfungen, Buchprüfungen und Futtermittelprobenahmen kontrolliert. Dabei werden bei den gewerblichen Futtermittelherstellern u. a. überprüft:

    • die Qualität der Futtermittelrohstoffe und der hergestellten Mischfuttermittel,
    • die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften für die Verwendung von Zusatzstoffen,
    • die Einhaltung der Deklarationsvorschriften,
    • die für die Futtermittelherstellung angewandten Verfahren,
    • der Zustand und die Sauberkeit von Grundstücken, Räumen, Anlagen, Beförderungsmitteln und Geräten sowie
    • die Einhaltung der Importvorschriften.

    Bei den landwirtschaftlichen Primärproduzenten stehen folgende Kontrollen im Vordergrund:

    • die Qualität der selbst erzeugten Futtermittel
    • die Fütterungsvorschriften, 
    • Hygienestandards im Umgang mit Futtermitteln
    Vorschriften

    Die Rechtsgrundlagen der amtlichen Futtermittelüberwachung sind einheitliche europäische Rechtsvorschriften (Verordnungen und Richtlinien), das darauf beruhende deutsche Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) sowie die auf diesen Rechtsgrundlagen erlassenen Verordnungen (Futtermittelverordnung).

    Organisation

    Zweckmäßigerweise sind die Zuständigkeiten für die Futtermittelüberwachung im Flächenland Brandenburg geteilt. Das Landesamt für Arbeitschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) überwacht die Futtermittelhersteller, die Händler, die Transporteure und Lagerhalter und kontrolliert die Futtermittelimporte. Darüber hinaus koordiniert das LAVG auch die Arbeit aller Futtermittelüberwachungsbehörden in Brandenburg. 

    Die Landkreise und kreisfreien Städte kontrollieren die Futtermittelherstellung auf der Stufe der Primärproduktion (Landwirte), die Fütterungsvorschriften, die der Landwirt zu beachten hat und den Landwirt, sofern er selbst als Futtermittelhersteller oder Futtermittelhändler tätig ist.

    Die bei den Kontrollen entnommenen Futtermittelproben werden im Landeslabor untersucht.

    Kontrolle

    In Brandenburg gibt es derzeit ca. 6.400 registrierungspflichtige Futtermittelunternehmer sowie ca. 1.000 Betriebe, die zu kontrollieren, jedoch nicht registrierungspflichtig sind. Unter den registrierten Betrieben sind ca. 50 gewerbliche Hersteller von Mischfuttermitteln und Vormischungen, etwa 420 Handelsbetriebe sowie ca. 4.850 Tierhalter, die amtlich kontrolliert werden. Jeder Betrieb wird in der Regel ohne Voranmeldung risikoorientiert und regelmäßig aufgesucht und mittels Betriebsprüfungen, Buchprüfungen und Futtermittelprobenahmen kontrolliert. Dabei werden bei den gewerblichen Futtermittelherstellern u. a. überprüft:

    • die Qualität der Futtermittelrohstoffe und der hergestellten Mischfuttermittel,
    • die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften für die Verwendung von Zusatzstoffen,
    • die Einhaltung der Deklarationsvorschriften,
    • die für die Futtermittelherstellung angewandten Verfahren,
    • der Zustand und die Sauberkeit von Grundstücken, Räumen, Anlagen, Beförderungsmitteln und Geräten sowie
    • die Einhaltung der Importvorschriften.

    Bei den landwirtschaftlichen Primärproduzenten stehen folgende Kontrollen im Vordergrund:

    • die Qualität der selbst erzeugten Futtermittel
    • die Fütterungsvorschriften, 
    • Hygienestandards im Umgang mit Futtermitteln

Fachinformationen

  • Registrierung Futtermittelunternehmen

    Registrierung als Futtermittelunternehmer gem. Artikel 9 Abs. 2 bzw. Zulassung gem. Art. 10 der Verordnung (EG) Nr. 183/2005 vom 12. Januar 2005 (Futtermittelhygiene-Verordnung)

    Futtermittelunternehmer, die in einer der Herstellungs-, Verarbeitungs-, Lagerungs-, Transport- oder Vertriebsstufen von Futtermitteln tätig sind, müssen sich gemäß Art. 9 der Verordnung (EG) Nr. 183/2005 bei ihrer zuständigen Futtermittelüberwachungsbehörde registrieren lassen.
    Futtermittelunternehmer im Sinne dieser Verordnung sind:

    • Landwirte, die ihre selbst erzeugten Futtermittel in den Verkehr bringen (Marktfruchtbetriebe) einschließlich Lagerung, Behandlung und innerbetrieblicher Transport
    • Landwirte , die ihre selbst erzeugten Futtermittel in den Verkehr bringen und/oder an ihre Tiere füttern einschließlich Lagerung, Behandlung und innerbetrieblicher Transport
    • Landwirte, die Futtermittel zukaufen und vor der Verfütterung mischen
    • Unternehmer außerhalb der landwirtschaftlichen Primärproduktion, die Einzelfuttermittel abgeben (u. a. Bierbrauer, Bäcker, Hersteller von Nebenprodukten der Getreide- und Zuckerverarbeitenden Industrie sowie der Ölmühlen)
    • Hersteller von Futtermittelzusatzstoffen, Vormischungen und Mischfuttermitteln
    • Futtermittelhändler mit Ausnahme des Einzelhandels von Heimtierfutter
    • Transporteure, Lagerhaltungen und Betriebe, die Futtermittel behandeln (z. B. Abpacken)
    • Tierärzte, die Futtermittel in den Verkehr bringen
      Zuständige Behörden für die Registrierung in Brandenburg sind:
    • die Überwachungsbehörden der Landkreise für die Landwirte und ihre Tätigkeiten.
    • das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit des Landes Brandenburg (LAVG), Dezernat V1,  Futtermittelüberwachung
      für alle registrierungspflichtigen Tätigkeiten außerhalb des Bereichs der Landwirte.
      Hinweis:
      Von der Registrierungspflicht ausgenommen sind Landwirte, die
    • Futtermittel für die Verfütterung an Tiere herstellen, die sie selbst verzehren bzw. deren Produkte sie selbst essen (Eigenverbrauch) oder die sie als Kleinerzeuger auf dem Markt verkaufen
    • Futtermittel in kleinen Mengen (bis max. 5 ha/Jahr) auf örtlicher Ebene direkt an Landwirtschaftsbetriebe liefern
    • Tiere füttern, deren Futter sie fütterungsfertig zugekauft haben und dem ggf. außer Wasser nichts weiter mehr zugemischt wird.

    Registrierung als Futtermittelunternehmer gem. Artikel 9 Abs. 2 bzw. Zulassung gem. Art. 10 der Verordnung (EG) Nr. 183/2005 vom 12. Januar 2005 (Futtermittelhygiene-Verordnung)

    Futtermittelunternehmer, die in einer der Herstellungs-, Verarbeitungs-, Lagerungs-, Transport- oder Vertriebsstufen von Futtermitteln tätig sind, müssen sich gemäß Art. 9 der Verordnung (EG) Nr. 183/2005 bei ihrer zuständigen Futtermittelüberwachungsbehörde registrieren lassen.
    Futtermittelunternehmer im Sinne dieser Verordnung sind:

    • Landwirte, die ihre selbst erzeugten Futtermittel in den Verkehr bringen (Marktfruchtbetriebe) einschließlich Lagerung, Behandlung und innerbetrieblicher Transport
    • Landwirte , die ihre selbst erzeugten Futtermittel in den Verkehr bringen und/oder an ihre Tiere füttern einschließlich Lagerung, Behandlung und innerbetrieblicher Transport
    • Landwirte, die Futtermittel zukaufen und vor der Verfütterung mischen
    • Unternehmer außerhalb der landwirtschaftlichen Primärproduktion, die Einzelfuttermittel abgeben (u. a. Bierbrauer, Bäcker, Hersteller von Nebenprodukten der Getreide- und Zuckerverarbeitenden Industrie sowie der Ölmühlen)
    • Hersteller von Futtermittelzusatzstoffen, Vormischungen und Mischfuttermitteln
    • Futtermittelhändler mit Ausnahme des Einzelhandels von Heimtierfutter
    • Transporteure, Lagerhaltungen und Betriebe, die Futtermittel behandeln (z. B. Abpacken)
    • Tierärzte, die Futtermittel in den Verkehr bringen
      Zuständige Behörden für die Registrierung in Brandenburg sind:
    • die Überwachungsbehörden der Landkreise für die Landwirte und ihre Tätigkeiten.
    • das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit des Landes Brandenburg (LAVG), Dezernat V1,  Futtermittelüberwachung
      für alle registrierungspflichtigen Tätigkeiten außerhalb des Bereichs der Landwirte.
      Hinweis:
      Von der Registrierungspflicht ausgenommen sind Landwirte, die
    • Futtermittel für die Verfütterung an Tiere herstellen, die sie selbst verzehren bzw. deren Produkte sie selbst essen (Eigenverbrauch) oder die sie als Kleinerzeuger auf dem Markt verkaufen
    • Futtermittel in kleinen Mengen (bis max. 5 ha/Jahr) auf örtlicher Ebene direkt an Landwirtschaftsbetriebe liefern
    • Tiere füttern, deren Futter sie fütterungsfertig zugekauft haben und dem ggf. außer Wasser nichts weiter mehr zugemischt wird.
  • Verfütterungsverbot für bestimmte tierische Proteine

    Durch die Verordnung (EG) Nr. 999/2001 werden Maßnahmen getroffen, um die Übertragung von transmissibler spongiformer Enzephalopathien (TSE) auf Menschen oder Tiere durch ein Verbot der Verfütterung bestimmter Arten von tierischem Eiweiß an bestimmte Tierkategorien und der Verwendung bestimmter Wiederkäuermaterialien in Lebensmitteln zu verhindern.

    Artikel 7 Absatz 1 dieser Verordnung sieht vor, dass die Verfütterung tierischer Proteine an Wiederkäuer verboten ist. Artikel 7 Absatz 2 weitet dieses Verbot auf andere Tiere als Wiederkäuer aus und beschränkt es hinsichtlich der Fütterung dieser Tiere mit Erzeugnissen tierischen Ursprungs gemäß ihrem Anhang IV.

    Dieser Anhang IV weitet das Verbot gemäß Artikel 7 Absatz 1 auf die Verfütterung von unter anderem verarbeitetem tierischem Protein an andere Nutztiere als Wiederkäuer, ausgenommen zur Gewinnung von Pelzen gehaltene Fleischfresser, aus. Abweichend davon und unter bestimmten Bedingungen ist die Verfütterung bestimmter verarbeiteter tierischer Proteine an andere Nutztiere als Wiederkäuer gemäß Anhang IV zugelassen.

    Durch Änderungen der VO (EG) Nr. 999/2001 in den letzten Jahren wurde eine Lockerung der Verfütterungsverbotsvorschriften geschaffen. Somit ist es unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen und Auflagen möglich, bestimmte tierische Proteine wie Fischmehl, Nichtwiederkäuer-Blutprodukte oder Dicalciumphosphat / Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs bzw. mit diesen tierischen Proteinen hergestellte Mischfuttermittel für die Fütterung von Schweinen und Geflügel zu verwenden.

    Mit Verordnung (EU) Nr. 56/2013 wurde das in Anhang VI der VO (EG) Nr. 999/2001 festgelegte Verbot der Verfütterung von verarbeiteten Nichtwiederkäuer-Proteinen und solche Proteine enthaltenden Mischfuttermittel an Tiere in Aquakultur aufgehoben. Im Interesse der Klarheit der EU-Rechtsvorschriften wurde der gesamte Anhang IV neu gefasst.

    Darüber hinaus ist seit 1. Juli 2017 mit Verordnung (EU) 2017/893 die Verfütterung von verarbeitetem tierischen Protein aus Nutzinsekten und solches tierisches Protein enthaltende Mischfuttermittel zur Verfütterung an Tiere in Aquakultur zugelassen worden. Analog zu den Bestimmungen in Bezug auf verarbeitetes tierisches Nichtwiederkäuer-Protein und solches Protein enthaltende Mischfuttermittel sind besondere Bedingungen für die Herstellung und Verwendung von Insektenprotein zu erfüllen.


    Rechtliche Bedingungen (Verfütterungsverbot)

    Grundlegende rechtliche Bedingungen für den Einsatz von Fischmehl, Nichtwiederkäuer-Blutprodukten und anderen tierischen Erzeugnissen bei der Herstellung von Futtermitteln und bei der Verfütterung

    1. Gewerbliche Hersteller:

    Zuständige Behörde: Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Brandenburg (LAVG) Beantragung einer Zulassung nach VO (EG) Nr. 999/2001

    • Grundsätzlich: keine Herstellung von Futtermitteln für Wiederkäuer
    • Verwendung von verarbeitetem tierischen Protein einschließlich Insektenprotein nur in Betrieben, die ausschließlich Futtermittel für Tiere in Aquakultur herstellen

    Ausnahme:

    Unter folgenden Voraussetzungen kann eine Zulassung erteilt werden, wenn Mischfuttermittel für Wiederkäuer und Mischfuttermittel für Nichtwiederkäuer unter Verwendung von Fischmehl, Blutprodukten, Dicalciumphosphat und Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs bzw. Mischfuttermittel für Tiere in Aquakultur unter Verwendung von verarbeitetem Nichtwiederkäuerprotein einschließlich Insektenprotein und Mischfuttermittel für andere Nutztiere, ausgenommen Pelztiere im gleichen Betrieb hergestellt werden:

    • räumliche Trennung von Einrichtungen der Herstellung, der Lagerung, der Verpackung und des Transports der für Wiederkäuer bestimmten Mischfuttermittel zu Einrichtungen, in denen die genannten zulässigen tierischen Erzeugnisse und die Mischfuttermittel für Nichtwiederkäuer hergestellt, gelagert, verpackt oder transportiert werden
    • räumliche Trennung von Einrichtungen der Herstellung, der Lagerung, der Verpackung und des Transports von Mischfuttermitteln für Tiere in Aquakultur zu Einrichtungen, in denen Mischfuttermittel für andere Nichtwiederkäuer hergestellt, gelagert, verpackt oder transportiert werden
    • Dokumentation des Zugangs und der Verwendung der o.g. zulässigen tierischen Erzeugnisse und Verkauf der Mischfuttermittel, die diese tierischen Erzeugnisse enthalten (Aufbewahrungsfrist 5 Jahre)
    • regelmäßige Untersuchung der Futtermittel für Wiederkäuer und für andere Nutztiere außer Aquakulturtiere auf nicht zugelassene Bestandteile tierischen Ursprungs

    2. Landwirtschaftsbetriebe, die nur Nichtwiederkäuer halten (Selbstmischer):

    Zuständige Behörde: Landkreis oder kreisfreie Stadt

    Beantragung einer Registrierung nach VO (EG) Nr. 999/2001

    Beantragung einer Zulassung nach VO (EG) Nr. 999/2001

    Der Einsatz von Fischmehl / Blutprodukten / Dicalciumphosphat / Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs bzw. verarbeitetem tierischen Protein im Betrieb muss über einen Zeitraum von 5 Jahren nachvollziehbar dokumentiert werden.

    Registrierung:
    Antragsteller, die ausschließlich Nichtwiederkäuer halten, dürfen zur Herstellung von Alleinfuttermitteln aus Mischfuttermitteln als Selbstmischer nur Ergänzungsfuttermittel mit Fischmehl oder Nichtwiederkäuerblutprodukten mit weniger als 50 Prozent Rohprotein einsetzen. Wenn Ergänzungsfuttermittel mit Dicalciumphosphat / Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs verwendet werden, müssen diese weniger als 10 % Gesamtphosphor enthalten.

    Antragsteller, die ausschließlich Tiere in Aquakultur halten, dürfen zur Herstellung von Alleinfuttermitteln als Selbstmischer nur verarbeitetes tierisches Protein bzw. Insektenprotein enthaltende Ergänzungsfuttermittel mit weniger als 50 Prozent Gesamtprotein einsetzen.

    Zulassung:
    Selbstmischer, die ausschließlich Nichtwiederkäuer halten, dürfen zur Herstellung von Alleinfuttermitteln Fischmehl, Nichtwiederkäuer-Blutprodukte oder Dicalciumphosphat / Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs sowie fischmehl- / blutproduktehaltigen Ergänzungsfuttermittel mit mehr als 50 Prozent Rohproteingehalt bzw. Ergänzungsfuttermittel, die Dicalciumphosphat / Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs enthalten, mit mehr als 10 % Gesamtphosphor verwenden.

    Selbstmischer, die ausschließlich Tiere in Aquakultur halten, dürfen zur Herstellung von Alleinfuttermitteln verarbeitetes tierisches Protein einschließlich verarbeitetes tierisches Protein von Nutzinsekten sowie Ergänzungsfuttermittel, die verarbeitetes tierisches Protein einschließlich verarbeitetes tierisches Protein von Nutzinsekten enthalten, auch mit mehr als 50 Prozent Gesamtprotein einsetzen.

    Vor der Zulassung eines Betriebes muss der Tierhalter von der zuständigen Behörde dahingehend überprüft werden, ob die in der Verordnung genannten Voraussetzungen erfüllt und die vorgesehenen Auflagen und Bedingungen eingehalten werden können.

    3. Landwirtschaftsbetriebe, die auch Wiederkäuer halten:

    Zuständige Behörde: Landkreis oder kreisfreie Stadt

    Beantragung einer Zulassung nach VO (EG) Nr. 999/2001

    Voraussetzung einer Zulassung ist, dass im Betrieb keine Kontaminationsmöglichkeiten von Wiederkäuerfuttermitteln mit proteinhaltigen Erzeugnissen (räumliche Trennung) bestehen.

    4. Verwendung von fischmehlhaltigen trockenen Milchaustauschfuttermitteln:

    Zuständige Behörde: Landkreis oder kreisfreie Stadt

    Anzeige nach VO (EG) Nr. 999/2001

    Einsatz von trockenen Milchaustauschfuttermitteln mit Fischmehl nur für nicht abgesetzte Nutzwiederkäuer, z. B. junge Kälber

    Fischmehl enthaltene trockene Milchaustauschfuttermittel für nicht abgesetzte Nutzwiederkäuer dürfen nur von besonders zugelassenen Betrieben hergestellt werden.

    Eine Verfütterung von Fischmehl, Blutprodukten sowie Dicalciumphosphat und Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs an Wiederkäuer ist weiterhin verboten!

    5. Die Verfütterung und Lagerung von fischmehl- / blutproduktehaltigen Alleinfuttermitteln in Betrieben, die ausschließlich Nichtwiederkäuer halten, ist ohne eine Genehmigung möglich.

    Durch die Verordnung (EG) Nr. 999/2001 werden Maßnahmen getroffen, um die Übertragung von transmissibler spongiformer Enzephalopathien (TSE) auf Menschen oder Tiere durch ein Verbot der Verfütterung bestimmter Arten von tierischem Eiweiß an bestimmte Tierkategorien und der Verwendung bestimmter Wiederkäuermaterialien in Lebensmitteln zu verhindern.

    Artikel 7 Absatz 1 dieser Verordnung sieht vor, dass die Verfütterung tierischer Proteine an Wiederkäuer verboten ist. Artikel 7 Absatz 2 weitet dieses Verbot auf andere Tiere als Wiederkäuer aus und beschränkt es hinsichtlich der Fütterung dieser Tiere mit Erzeugnissen tierischen Ursprungs gemäß ihrem Anhang IV.

    Dieser Anhang IV weitet das Verbot gemäß Artikel 7 Absatz 1 auf die Verfütterung von unter anderem verarbeitetem tierischem Protein an andere Nutztiere als Wiederkäuer, ausgenommen zur Gewinnung von Pelzen gehaltene Fleischfresser, aus. Abweichend davon und unter bestimmten Bedingungen ist die Verfütterung bestimmter verarbeiteter tierischer Proteine an andere Nutztiere als Wiederkäuer gemäß Anhang IV zugelassen.

    Durch Änderungen der VO (EG) Nr. 999/2001 in den letzten Jahren wurde eine Lockerung der Verfütterungsverbotsvorschriften geschaffen. Somit ist es unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen und Auflagen möglich, bestimmte tierische Proteine wie Fischmehl, Nichtwiederkäuer-Blutprodukte oder Dicalciumphosphat / Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs bzw. mit diesen tierischen Proteinen hergestellte Mischfuttermittel für die Fütterung von Schweinen und Geflügel zu verwenden.

    Mit Verordnung (EU) Nr. 56/2013 wurde das in Anhang VI der VO (EG) Nr. 999/2001 festgelegte Verbot der Verfütterung von verarbeiteten Nichtwiederkäuer-Proteinen und solche Proteine enthaltenden Mischfuttermittel an Tiere in Aquakultur aufgehoben. Im Interesse der Klarheit der EU-Rechtsvorschriften wurde der gesamte Anhang IV neu gefasst.

    Darüber hinaus ist seit 1. Juli 2017 mit Verordnung (EU) 2017/893 die Verfütterung von verarbeitetem tierischen Protein aus Nutzinsekten und solches tierisches Protein enthaltende Mischfuttermittel zur Verfütterung an Tiere in Aquakultur zugelassen worden. Analog zu den Bestimmungen in Bezug auf verarbeitetes tierisches Nichtwiederkäuer-Protein und solches Protein enthaltende Mischfuttermittel sind besondere Bedingungen für die Herstellung und Verwendung von Insektenprotein zu erfüllen.


    Rechtliche Bedingungen (Verfütterungsverbot)

    Grundlegende rechtliche Bedingungen für den Einsatz von Fischmehl, Nichtwiederkäuer-Blutprodukten und anderen tierischen Erzeugnissen bei der Herstellung von Futtermitteln und bei der Verfütterung

    1. Gewerbliche Hersteller:

    Zuständige Behörde: Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Brandenburg (LAVG) Beantragung einer Zulassung nach VO (EG) Nr. 999/2001

    • Grundsätzlich: keine Herstellung von Futtermitteln für Wiederkäuer
    • Verwendung von verarbeitetem tierischen Protein einschließlich Insektenprotein nur in Betrieben, die ausschließlich Futtermittel für Tiere in Aquakultur herstellen

    Ausnahme:

    Unter folgenden Voraussetzungen kann eine Zulassung erteilt werden, wenn Mischfuttermittel für Wiederkäuer und Mischfuttermittel für Nichtwiederkäuer unter Verwendung von Fischmehl, Blutprodukten, Dicalciumphosphat und Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs bzw. Mischfuttermittel für Tiere in Aquakultur unter Verwendung von verarbeitetem Nichtwiederkäuerprotein einschließlich Insektenprotein und Mischfuttermittel für andere Nutztiere, ausgenommen Pelztiere im gleichen Betrieb hergestellt werden:

    • räumliche Trennung von Einrichtungen der Herstellung, der Lagerung, der Verpackung und des Transports der für Wiederkäuer bestimmten Mischfuttermittel zu Einrichtungen, in denen die genannten zulässigen tierischen Erzeugnisse und die Mischfuttermittel für Nichtwiederkäuer hergestellt, gelagert, verpackt oder transportiert werden
    • räumliche Trennung von Einrichtungen der Herstellung, der Lagerung, der Verpackung und des Transports von Mischfuttermitteln für Tiere in Aquakultur zu Einrichtungen, in denen Mischfuttermittel für andere Nichtwiederkäuer hergestellt, gelagert, verpackt oder transportiert werden
    • Dokumentation des Zugangs und der Verwendung der o.g. zulässigen tierischen Erzeugnisse und Verkauf der Mischfuttermittel, die diese tierischen Erzeugnisse enthalten (Aufbewahrungsfrist 5 Jahre)
    • regelmäßige Untersuchung der Futtermittel für Wiederkäuer und für andere Nutztiere außer Aquakulturtiere auf nicht zugelassene Bestandteile tierischen Ursprungs

    2. Landwirtschaftsbetriebe, die nur Nichtwiederkäuer halten (Selbstmischer):

    Zuständige Behörde: Landkreis oder kreisfreie Stadt

    Beantragung einer Registrierung nach VO (EG) Nr. 999/2001

    Beantragung einer Zulassung nach VO (EG) Nr. 999/2001

    Der Einsatz von Fischmehl / Blutprodukten / Dicalciumphosphat / Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs bzw. verarbeitetem tierischen Protein im Betrieb muss über einen Zeitraum von 5 Jahren nachvollziehbar dokumentiert werden.

    Registrierung:
    Antragsteller, die ausschließlich Nichtwiederkäuer halten, dürfen zur Herstellung von Alleinfuttermitteln aus Mischfuttermitteln als Selbstmischer nur Ergänzungsfuttermittel mit Fischmehl oder Nichtwiederkäuerblutprodukten mit weniger als 50 Prozent Rohprotein einsetzen. Wenn Ergänzungsfuttermittel mit Dicalciumphosphat / Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs verwendet werden, müssen diese weniger als 10 % Gesamtphosphor enthalten.

    Antragsteller, die ausschließlich Tiere in Aquakultur halten, dürfen zur Herstellung von Alleinfuttermitteln als Selbstmischer nur verarbeitetes tierisches Protein bzw. Insektenprotein enthaltende Ergänzungsfuttermittel mit weniger als 50 Prozent Gesamtprotein einsetzen.

    Zulassung:
    Selbstmischer, die ausschließlich Nichtwiederkäuer halten, dürfen zur Herstellung von Alleinfuttermitteln Fischmehl, Nichtwiederkäuer-Blutprodukte oder Dicalciumphosphat / Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs sowie fischmehl- / blutproduktehaltigen Ergänzungsfuttermittel mit mehr als 50 Prozent Rohproteingehalt bzw. Ergänzungsfuttermittel, die Dicalciumphosphat / Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs enthalten, mit mehr als 10 % Gesamtphosphor verwenden.

    Selbstmischer, die ausschließlich Tiere in Aquakultur halten, dürfen zur Herstellung von Alleinfuttermitteln verarbeitetes tierisches Protein einschließlich verarbeitetes tierisches Protein von Nutzinsekten sowie Ergänzungsfuttermittel, die verarbeitetes tierisches Protein einschließlich verarbeitetes tierisches Protein von Nutzinsekten enthalten, auch mit mehr als 50 Prozent Gesamtprotein einsetzen.

    Vor der Zulassung eines Betriebes muss der Tierhalter von der zuständigen Behörde dahingehend überprüft werden, ob die in der Verordnung genannten Voraussetzungen erfüllt und die vorgesehenen Auflagen und Bedingungen eingehalten werden können.

    3. Landwirtschaftsbetriebe, die auch Wiederkäuer halten:

    Zuständige Behörde: Landkreis oder kreisfreie Stadt

    Beantragung einer Zulassung nach VO (EG) Nr. 999/2001

    Voraussetzung einer Zulassung ist, dass im Betrieb keine Kontaminationsmöglichkeiten von Wiederkäuerfuttermitteln mit proteinhaltigen Erzeugnissen (räumliche Trennung) bestehen.

    4. Verwendung von fischmehlhaltigen trockenen Milchaustauschfuttermitteln:

    Zuständige Behörde: Landkreis oder kreisfreie Stadt

    Anzeige nach VO (EG) Nr. 999/2001

    Einsatz von trockenen Milchaustauschfuttermitteln mit Fischmehl nur für nicht abgesetzte Nutzwiederkäuer, z. B. junge Kälber

    Fischmehl enthaltene trockene Milchaustauschfuttermittel für nicht abgesetzte Nutzwiederkäuer dürfen nur von besonders zugelassenen Betrieben hergestellt werden.

    Eine Verfütterung von Fischmehl, Blutprodukten sowie Dicalciumphosphat und Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs an Wiederkäuer ist weiterhin verboten!

    5. Die Verfütterung und Lagerung von fischmehl- / blutproduktehaltigen Alleinfuttermitteln in Betrieben, die ausschließlich Nichtwiederkäuer halten, ist ohne eine Genehmigung möglich.

  • Jahresbericht Futtermittelüberwachung Brandenburg 2019

    Das Ziel der amtlichen Futtermittelüberwachung ist die Sicherstellung der Einhaltung der Vorschriften des Futtermittelrechts durch die Futtermittelunternehmer und damit die Gewährleistung eines hohen Niveaus des Verbraucherschutzes. Besonderes Augenmerk liegt auf den Kontrollen zur Vermeidung des Eintrages unerwünschter Stoffe in die Nahrungskette durch Futtermittel. Damit leistet die amtliche Futtermittelüberwachung einen wichtigen Beitrag zur Futtermittelsicherheit.

    Des Weiteren ist aber auch die bedarfsgerechte Versorgung der Tiere von hoher Bedeutung.

    Die Überprüfung der Kennzeichnung von Futtermitteln sowie der Einhaltung von Höchstgehalten von Futtermittelzusatzstoffen waren auch im Jahr 2019 weitere maßgebende Bestandteile der amtlichen Kontrolle. Dabei soll hier auch eine Gefährdung des Naturhaushaltes durch Eintrag von unerwünschten Stoffen aus der tierischen Produktion weitgehend verhindert werden.

    Grundlage für die amtliche Futtermittelüberwachung des Berichtsjahres war das auf kritische Bereiche der Futtermittelkette ausgerichtete „Kontrollprogramm Futtermittel für die Jahre 2017 bis 2021“. Dieses Kontrollprogramm ist zugleich ein wesentlicher Bestandteil des Mehrjährigen Nationalen Kontrollplans (MNKP) zur Durchführung der Bestimmungen gemäß Artikel 109 der Kontrollverordnung (EU) 2017/625.

    Die Futtermittelbetriebe werden risikoorientiert überwacht. Die Risikobewertung der Betriebe erfolgt nach den geltenden rechtlichen Grundlagen für die Durchführung der amtlichen Überwachung. Die Häufigkeit und die Art der planmäßigen Kontrollen sowie die Anzahl der zu untersuchenden Proben und die Analyseparameter richten sich nach dem o. g. bundeseinheitlichen Kontrollprogramm. Darüber hinaus werden in Brandenburg jedes Jahr anlassbezogene, landesspezifische Kontrollschwerpunkte vorgegeben.

    Wie häufig ein Futtermittelunternehmer kontrolliert wird, richtet sich nach dem Prüfergebnis der Kontrolle und nach der in Brandenburg einheitlich anzuwendenden Risikoanalyse.

    Im Berichtsjahr waren in Brandenburg 7619 Unternehmen, darunter waren 6746 Primärproduzenten von der amtlichen Kontrolle erfasst. Insgesamt wurden bei diesen Betrieben 2022 Inspektionen vorgenommen. Das entspricht 28,4 % aller Futtermittelunternehmen.

    Von den Futtermittelkontrolleuren des Landes wurden insgesamt 763 Proben gezogen, 5618 Einzelparameter dieser Proben (ohne Pflanzenschutzmittelrückstände) wurden untersucht.

    Neben den durch das Kontrollprogramm Futtermittel vorgegebenen Untersuchungen auf unerwünschte und verbotene Stoffe sowie Rückstände von Pflanzenschutzmitteln wurden im Berichtsjahr insbesondere Grünfutter, Trockengrün und Mischfuttermittel, die Grünmehl enthielten, auf Dioxine und dioxinähnliche PCB untersucht.

    Weiterhin innerhalb von landesspezifischen Programmen erfolgten Kontrollen von Einzelfuttermitteln auf das Vorhandensein von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) nach den Verordnungen (EG) Nr. 1829/2003 und 1830/2003, desgleichen wurden auch die schon seit mehreren Jahren durchgeführten Kontrollen von Getreide, Ölsaaten und Hülsenfrüchten auf Glyphosatrückstände weitergeführt.

    Im Rahmen des Zoonosen-Monitorings wurden Mischfuttermittelhersteller, die Mischfuttermittel für Mastschweine herstellen, bezüglich Produktionsumfang, nach Tierkategorien, durchgeführten Eigenkontrollen auf Salmonellen und Erweiterung der Produktionsverfahren (Hygienisierung) kontrolliert.

    Zur Überprüfung der Kennzeichnung wurden orientiert an den Vorgaben der Kontrollprogramme der letzten Jahre Untersuchungen auf Inhaltsstoffe bei Einzel- und Mischfuttermitteln durchgeführt und bei Mischfuttermitteln der Energiegehalt bestimmt.

    In der nachfolgenden Tabelle sind die insgesamt im Berichtsjahr untersuchten Untersuchungsparameter nach Gruppen und die Abweichungen von den Vorschriften ersichtlich.

    Amtliche Futtermitteluntersuchungen 2019

    Untersuchungsparameter

    Anzahl

    Abweichungen zu Vorschriften in %

    Inhaltsstoffe/Energie

    (Rohnährstoffe, Mineralstoffe, Energie u.a.)

    1.085

    2,9

    Zusatzstoffe (Vitamine, Spurenelemente, Antioxidantien, Farbstoffe, Kokzidiostatika)

    556

    7,4

    Unerwünschte Stoffe

    (Schwermetalle, Dioxine, Mykotoxine u.a.)

    2.284

    0

    Rückstände Pflanzenschutzmittel

    10.285

    0

    Unzulässige Stoffe (nicht bestimmungsgemäße Verwendung von Zusatzstoffen, Verschleppungen von Tierarzneimittelanwendungen)

    1.317

    0,15

    Verbotene Stoffe (verbotene Stoffe gem. Anh. III VO (EG) Nr. 767/2009), verbotene tierische Proteine)

    84

    0

    Sonstige Untersuchungen

    285

    7,4

     

    Im Berichtsjahr wurden insgesamt 763 amtliche Futtermittelproben gezogen. Von 1.085 Analysenparametern zu Inhaltsstoffen (Rohnährstoffe, Mineralstoffe, Energie) wurden 2,9 v.H. beanstandet, weil die deklarierten Werte nicht eingehalten wurden. Von 556 Zusatzstoffanalysen mussten 7,4 v.H. beanstandet werden, 11 Überschreitungen des Höchstgehaltes jeweils eines  Zusatzstoffes wurden festgestellt.

    Von 2.284 Analysen auf unerwünschte Stoffe (u.a. Schwermetalle, Dioxine) waren keine Höchstgehaltsüberschreitungen  zu verzeichnen.

    In der Kategorie „Unzulässige Stoffe“ (nicht bestimmungsgemäße Verwendung von Zusatzstoffen, nicht mehr zugelassene Futtermittelzusatzstoffe und Verschleppungen von Tierarzneimitteln) waren bei 1.317 untersuchten Analyseparametern zwei Beanstandungen zu verzeichnen.

    18 Proben wurden auf verbotene Stoffe nach Anhang III der VO (EG) Nr. 767/2009 untersucht, dabei gab es keine Beanstandungen.

    Bei den Untersuchungen zum Zweck des Nachweises von verarbeitetem tierischem Protein waren alle 66 geprüften Proben rechtskonform.

    Im Berichtsjahr wurden 62 Futtermittelproben auf Rückstände von Pflanzenschutzmittel untersucht, dabei wurde auf 10.285 Parameter untersucht und keine Höchstwertüberschreitungen festgestellt.

    Im Berichtsjahr wurden 1.988 Futtermitteldeklarationen einer Kennzeichnungskontrolle unterzogen, davon waren 4 v.H. zu beanstanden.

    Im Ergebnis der Kontrollen wurden 180 Hinweise bzw. Belehrungen gegeben, vier Verwarnungen mit Verwarngeld ausgesprochen und 111 Maßnahmen nach Artikel 54 VO(EG) 882/2004 oder § 39 LFGB ergriffen. Weiterhin wurden zwei Bußgeldverfahren eingeleitet und abgeschlossen, 38 Verfahren (Verstöße) an andere Bundesländer abgegeben.

     

    Das Ziel der amtlichen Futtermittelüberwachung ist die Sicherstellung der Einhaltung der Vorschriften des Futtermittelrechts durch die Futtermittelunternehmer und damit die Gewährleistung eines hohen Niveaus des Verbraucherschutzes. Besonderes Augenmerk liegt auf den Kontrollen zur Vermeidung des Eintrages unerwünschter Stoffe in die Nahrungskette durch Futtermittel. Damit leistet die amtliche Futtermittelüberwachung einen wichtigen Beitrag zur Futtermittelsicherheit.

    Des Weiteren ist aber auch die bedarfsgerechte Versorgung der Tiere von hoher Bedeutung.

    Die Überprüfung der Kennzeichnung von Futtermitteln sowie der Einhaltung von Höchstgehalten von Futtermittelzusatzstoffen waren auch im Jahr 2019 weitere maßgebende Bestandteile der amtlichen Kontrolle. Dabei soll hier auch eine Gefährdung des Naturhaushaltes durch Eintrag von unerwünschten Stoffen aus der tierischen Produktion weitgehend verhindert werden.

    Grundlage für die amtliche Futtermittelüberwachung des Berichtsjahres war das auf kritische Bereiche der Futtermittelkette ausgerichtete „Kontrollprogramm Futtermittel für die Jahre 2017 bis 2021“. Dieses Kontrollprogramm ist zugleich ein wesentlicher Bestandteil des Mehrjährigen Nationalen Kontrollplans (MNKP) zur Durchführung der Bestimmungen gemäß Artikel 109 der Kontrollverordnung (EU) 2017/625.

    Die Futtermittelbetriebe werden risikoorientiert überwacht. Die Risikobewertung der Betriebe erfolgt nach den geltenden rechtlichen Grundlagen für die Durchführung der amtlichen Überwachung. Die Häufigkeit und die Art der planmäßigen Kontrollen sowie die Anzahl der zu untersuchenden Proben und die Analyseparameter richten sich nach dem o. g. bundeseinheitlichen Kontrollprogramm. Darüber hinaus werden in Brandenburg jedes Jahr anlassbezogene, landesspezifische Kontrollschwerpunkte vorgegeben.

    Wie häufig ein Futtermittelunternehmer kontrolliert wird, richtet sich nach dem Prüfergebnis der Kontrolle und nach der in Brandenburg einheitlich anzuwendenden Risikoanalyse.

    Im Berichtsjahr waren in Brandenburg 7619 Unternehmen, darunter waren 6746 Primärproduzenten von der amtlichen Kontrolle erfasst. Insgesamt wurden bei diesen Betrieben 2022 Inspektionen vorgenommen. Das entspricht 28,4 % aller Futtermittelunternehmen.

    Von den Futtermittelkontrolleuren des Landes wurden insgesamt 763 Proben gezogen, 5618 Einzelparameter dieser Proben (ohne Pflanzenschutzmittelrückstände) wurden untersucht.

    Neben den durch das Kontrollprogramm Futtermittel vorgegebenen Untersuchungen auf unerwünschte und verbotene Stoffe sowie Rückstände von Pflanzenschutzmitteln wurden im Berichtsjahr insbesondere Grünfutter, Trockengrün und Mischfuttermittel, die Grünmehl enthielten, auf Dioxine und dioxinähnliche PCB untersucht.

    Weiterhin innerhalb von landesspezifischen Programmen erfolgten Kontrollen von Einzelfuttermitteln auf das Vorhandensein von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) nach den Verordnungen (EG) Nr. 1829/2003 und 1830/2003, desgleichen wurden auch die schon seit mehreren Jahren durchgeführten Kontrollen von Getreide, Ölsaaten und Hülsenfrüchten auf Glyphosatrückstände weitergeführt.

    Im Rahmen des Zoonosen-Monitorings wurden Mischfuttermittelhersteller, die Mischfuttermittel für Mastschweine herstellen, bezüglich Produktionsumfang, nach Tierkategorien, durchgeführten Eigenkontrollen auf Salmonellen und Erweiterung der Produktionsverfahren (Hygienisierung) kontrolliert.

    Zur Überprüfung der Kennzeichnung wurden orientiert an den Vorgaben der Kontrollprogramme der letzten Jahre Untersuchungen auf Inhaltsstoffe bei Einzel- und Mischfuttermitteln durchgeführt und bei Mischfuttermitteln der Energiegehalt bestimmt.

    In der nachfolgenden Tabelle sind die insgesamt im Berichtsjahr untersuchten Untersuchungsparameter nach Gruppen und die Abweichungen von den Vorschriften ersichtlich.

    Amtliche Futtermitteluntersuchungen 2019

    Untersuchungsparameter

    Anzahl

    Abweichungen zu Vorschriften in %

    Inhaltsstoffe/Energie

    (Rohnährstoffe, Mineralstoffe, Energie u.a.)

    1.085

    2,9

    Zusatzstoffe (Vitamine, Spurenelemente, Antioxidantien, Farbstoffe, Kokzidiostatika)

    556

    7,4

    Unerwünschte Stoffe

    (Schwermetalle, Dioxine, Mykotoxine u.a.)

    2.284

    0

    Rückstände Pflanzenschutzmittel

    10.285

    0

    Unzulässige Stoffe (nicht bestimmungsgemäße Verwendung von Zusatzstoffen, Verschleppungen von Tierarzneimittelanwendungen)

    1.317

    0,15

    Verbotene Stoffe (verbotene Stoffe gem. Anh. III VO (EG) Nr. 767/2009), verbotene tierische Proteine)

    84

    0

    Sonstige Untersuchungen

    285

    7,4

     

    Im Berichtsjahr wurden insgesamt 763 amtliche Futtermittelproben gezogen. Von 1.085 Analysenparametern zu Inhaltsstoffen (Rohnährstoffe, Mineralstoffe, Energie) wurden 2,9 v.H. beanstandet, weil die deklarierten Werte nicht eingehalten wurden. Von 556 Zusatzstoffanalysen mussten 7,4 v.H. beanstandet werden, 11 Überschreitungen des Höchstgehaltes jeweils eines  Zusatzstoffes wurden festgestellt.

    Von 2.284 Analysen auf unerwünschte Stoffe (u.a. Schwermetalle, Dioxine) waren keine Höchstgehaltsüberschreitungen  zu verzeichnen.

    In der Kategorie „Unzulässige Stoffe“ (nicht bestimmungsgemäße Verwendung von Zusatzstoffen, nicht mehr zugelassene Futtermittelzusatzstoffe und Verschleppungen von Tierarzneimitteln) waren bei 1.317 untersuchten Analyseparametern zwei Beanstandungen zu verzeichnen.

    18 Proben wurden auf verbotene Stoffe nach Anhang III der VO (EG) Nr. 767/2009 untersucht, dabei gab es keine Beanstandungen.

    Bei den Untersuchungen zum Zweck des Nachweises von verarbeitetem tierischem Protein waren alle 66 geprüften Proben rechtskonform.

    Im Berichtsjahr wurden 62 Futtermittelproben auf Rückstände von Pflanzenschutzmittel untersucht, dabei wurde auf 10.285 Parameter untersucht und keine Höchstwertüberschreitungen festgestellt.

    Im Berichtsjahr wurden 1.988 Futtermitteldeklarationen einer Kennzeichnungskontrolle unterzogen, davon waren 4 v.H. zu beanstanden.

    Im Ergebnis der Kontrollen wurden 180 Hinweise bzw. Belehrungen gegeben, vier Verwarnungen mit Verwarngeld ausgesprochen und 111 Maßnahmen nach Artikel 54 VO(EG) 882/2004 oder § 39 LFGB ergriffen. Weiterhin wurden zwei Bußgeldverfahren eingeleitet und abgeschlossen, 38 Verfahren (Verstöße) an andere Bundesländer abgegeben.

     


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