Gentechnikfreie Regionen

Ein großer Teil der Verbraucher in Deutschland lehnt gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel ab, da bisher nicht hinreichend geklärt ist, welches Risiko eine großflächige Verbreitung gentechnisch veränderter Produkte für Menschen, Tiere und Pflanzen langfristig in sich birgt. Insbesondere aus der Sicht des flächenbezogenen Naturschutzes wie auch zum Erhalt der Biodiversität sollten unkontrollierte Auskreuzungen genauso vermieden werden wie der Eintrag von insektizid wirkendem Material in geschützte Gebiete.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass möglichst große zusammenhängende Gebiete ohne den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen notwendig sind, um eine unerwünschte Verbreitung zu verhindern. Möglich wird dies durch den freiwilligen Zusammenschluss von Landwirtschaftsbetrieben und Erzeugergemeinschaften.

Ein großer Teil der Verbraucher in Deutschland lehnt gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel ab, da bisher nicht hinreichend geklärt ist, welches Risiko eine großflächige Verbreitung gentechnisch veränderter Produkte für Menschen, Tiere und Pflanzen langfristig in sich birgt. Insbesondere aus der Sicht des flächenbezogenen Naturschutzes wie auch zum Erhalt der Biodiversität sollten unkontrollierte Auskreuzungen genauso vermieden werden wie der Eintrag von insektizid wirkendem Material in geschützte Gebiete.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass möglichst große zusammenhängende Gebiete ohne den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen notwendig sind, um eine unerwünschte Verbreitung zu verhindern. Möglich wird dies durch den freiwilligen Zusammenschluss von Landwirtschaftsbetrieben und Erzeugergemeinschaften.


Gentechnikfreie Regionen und Initiativen im Überblick

Karte "Gentechnikfreie Regionen in Deutschland"
Karte "Gentechnikfreie Regionen in Deutschland"
Quelle: www.gentechnikfreie-regionen.de

Sondierungsstudie "Gentechnikfreie Regionen in Deutschland"

2003/2004 führte das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) eine aus Mitteln des Bundesamtes für Naturschutz finanzierte Sondierungsstudie "Gentechnikfreie Regionen in Deutschland" am Beispiel der Uckermark durch. Diese Studie überprüfte die prinzipielle Realisierbarkeit, die sozioökonomischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Anwendung sowie die Vereinbarung mit Naturschutzbelangen. Darüber hinaus wurden die Möglichkeiten einer Übertragbarkeit auf andere Regionen analysiert und bewertet. Für Bund und Länder sollten Handlungsmöglichkeiten erarbeitet und konkrete Argumentationshilfen und Vorschläge für eine Umsetzung vor Ort gegeben werden.

2003/2004 führte das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) eine aus Mitteln des Bundesamtes für Naturschutz finanzierte Sondierungsstudie "Gentechnikfreie Regionen in Deutschland" am Beispiel der Uckermark durch. Diese Studie überprüfte die prinzipielle Realisierbarkeit, die sozioökonomischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Anwendung sowie die Vereinbarung mit Naturschutzbelangen. Darüber hinaus wurden die Möglichkeiten einer Übertragbarkeit auf andere Regionen analysiert und bewertet. Für Bund und Länder sollten Handlungsmöglichkeiten erarbeitet und konkrete Argumentationshilfen und Vorschläge für eine Umsetzung vor Ort gegeben werden.


Initiativen für gentechnikfreie Regionen in Brandenburg

21 Landwirte in der Uckermark, die auf den Anbau gentechnisch Pflanzen auf ihren Flächen verzichten wollten, schufen die bis dahin größte gentechnikfreie Region Deutschlands im Bereich des Nationalparks Unteres Odertal. Die Selbstverpflichtungserklärung vom 1. Januar 2004 bezieht sich auf ein zusammenhängendes Gebiet von 50.000 Hektar, davon 12.500 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche im nordwestlichen Teil des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Diese Erklärung zielte darauf ab, einen breiten Konsens zur gentechnikfreien Agrarproduktion zu schaffen, um das Verbrauchervertrauen zu erhalten. Die Landwirte erhofften sich einen verbesserten Absatzmarkt für garantiert gentechnikfreie Produkte und eine damit verbundene Stärkung der regionalen Direktvermarktung. 

Ein weiteres Ziel stellte der Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt in einer der schönsten Regionen Deutschlands dar. Das Beispiel Uckermark machte schnell Schule: Aktuell haben wir in Brandenburg 7 gentechnikfreie Initiativen (GfI) und Regionen (GfR), die knapp 130.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche abdecken und von 339 Landwirten getragen werden.

  • Felder ohne Gentechnik im Fläming (GfI)
  • Gentechnikanbaufreie Region südlicher Barnim (GfI)
  • Gentechnikfreie Region Märkisch-Oderland (GfR)
  • Gentechnikfreie Region Prignitz (GfI)
  • Gentechnikfreie Region Spreewald (GfR)
  • Gentechnikfreie Region Stechlin-Ruppiner Land (GfI)
  • Gentechnikfreie Region Uckermark-Barnim (GfR)

Bundesweit gibt es mit Stand vom August 2015 insgesamt 215 Gentechnikfreie Regionen/ Initiativen mit rund 32.000 beteiligten Landwirten und einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von über 1,1 Millionen Hektar (Quelle: www.gentechnikfreie-regionen.de/).

Bundes- wie Europaweit haben sich die gentechnikfreien Initiativen und Regionen zu einer schnell wachsenden Bürgerbewegung entwickelt, die auch die wirtschaftsfreundliche Politik der EU-Kommission beeinflusst hat. Künftig sollen die Mitgliedsstaaten selbst über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen entscheiden dürfen.

21 Landwirte in der Uckermark, die auf den Anbau gentechnisch Pflanzen auf ihren Flächen verzichten wollten, schufen die bis dahin größte gentechnikfreie Region Deutschlands im Bereich des Nationalparks Unteres Odertal. Die Selbstverpflichtungserklärung vom 1. Januar 2004 bezieht sich auf ein zusammenhängendes Gebiet von 50.000 Hektar, davon 12.500 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche im nordwestlichen Teil des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Diese Erklärung zielte darauf ab, einen breiten Konsens zur gentechnikfreien Agrarproduktion zu schaffen, um das Verbrauchervertrauen zu erhalten. Die Landwirte erhofften sich einen verbesserten Absatzmarkt für garantiert gentechnikfreie Produkte und eine damit verbundene Stärkung der regionalen Direktvermarktung. 

Ein weiteres Ziel stellte der Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt in einer der schönsten Regionen Deutschlands dar. Das Beispiel Uckermark machte schnell Schule: Aktuell haben wir in Brandenburg 7 gentechnikfreie Initiativen (GfI) und Regionen (GfR), die knapp 130.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche abdecken und von 339 Landwirten getragen werden.

  • Felder ohne Gentechnik im Fläming (GfI)
  • Gentechnikanbaufreie Region südlicher Barnim (GfI)
  • Gentechnikfreie Region Märkisch-Oderland (GfR)
  • Gentechnikfreie Region Prignitz (GfI)
  • Gentechnikfreie Region Spreewald (GfR)
  • Gentechnikfreie Region Stechlin-Ruppiner Land (GfI)
  • Gentechnikfreie Region Uckermark-Barnim (GfR)

Bundesweit gibt es mit Stand vom August 2015 insgesamt 215 Gentechnikfreie Regionen/ Initiativen mit rund 32.000 beteiligten Landwirten und einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von über 1,1 Millionen Hektar (Quelle: www.gentechnikfreie-regionen.de/).

Bundes- wie Europaweit haben sich die gentechnikfreien Initiativen und Regionen zu einer schnell wachsenden Bürgerbewegung entwickelt, die auch die wirtschaftsfreundliche Politik der EU-Kommission beeinflusst hat. Künftig sollen die Mitgliedsstaaten selbst über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen entscheiden dürfen.


Gentechnikfreie Landwirtschaft

Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Anteilen werden vom Verbraucher nicht akzeptiert. Landwirte bemühen sich zunehmend um gentechnikfreie Futtermittel. Imker möchten Honig ohne den Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen. Die Naturschützer möchten unerwünschte Veränderungen des Genpools heimischer Pflanzen vermeiden. Bündnisse auf lokaler und regionaler Ebene werben für dieses Ziel, Landwirte und Imker informieren mit speziellen Tagungen ihre interessierten Kollegen und die Öffentlichkeit. Auch die Landespolitik unterstützt diese Aktivitäten für eine gentechnikfreie Landbewirtschaftung.

Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Anteilen werden vom Verbraucher nicht akzeptiert. Landwirte bemühen sich zunehmend um gentechnikfreie Futtermittel. Imker möchten Honig ohne den Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen. Die Naturschützer möchten unerwünschte Veränderungen des Genpools heimischer Pflanzen vermeiden. Bündnisse auf lokaler und regionaler Ebene werben für dieses Ziel, Landwirte und Imker informieren mit speziellen Tagungen ihre interessierten Kollegen und die Öffentlichkeit. Auch die Landespolitik unterstützt diese Aktivitäten für eine gentechnikfreie Landbewirtschaftung.



HINWEIS

Symbolfoto "Website is under construction - Work Coming soon" - Diese Website befindet sich im Aufbau, und ist in Kürze wieder verfügbar (Foto: © HappinessPhotography / Fotolia)

Diese Website wird aktuell überarbeitet. Der Bereich "Verbraucherschutz" befindet sich gerade im Aufbau.

Am 20. November 2019 wurden die Ministerinnen und Minister der neuen Landesregierung ernannt. Damit haben sich auch die Ressortbezeichnung und der Aufbau dieses Ministeriums geändert.