31.08.2020

| 399/2020

Mehr Kooperationen in der Pflegeausbildung

Gemeinsames Projekt KOPA von Berlin und Brandenburg startet kostenlose Beratung

Um die Träger der praktischen Pflegeausbildung und Pflegeschulen bei der Umsetzung der neuen generalistischen Pflegeausbildung zusätzlich zu unterstützen, haben die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung in Berlin und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz in Brandenburg gemeinsam das Projekt KOPA ins Leben gerufen. KOPA steht für „Kooperationen in der Pflegeausbildung Berlin und Brandenburg“. Ab dem 1. September bietet KOPA seine kostenfreie Beratungsleistung an. Finanziert wird das Projekt aus Bundesmitteln.

Sozial- und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher sagt zum Start: „Wir haben in Brandenburg von Anfang an die Pflegeschulen und die Einrichtungen der praktischen Ausbildung bei der Umsetzung der neuen Pflegeausbildung intensiv unterstützt. Das ist wichtig, da sich die Ausbildungsstruktur und Ausbildungsinhalte verändert haben. Damit das erfolgreich klappt, sind Kooperationen und Erfahrungsaustausch notwendig. Hier setzt KOPA an. Das ist ein weiterer Baustein in unserem Unterstützungsangebot, mit dem wir dazu beitragen wollen, dass möglichst viele erfolgreich in den neuen Pflegeberuf starten.“

Das Projekt KOPA unterstützt Träger der praktischen Ausbildung und Pflegeschulen beim Aufbau einer zukunftsfähigen Pflegeausbildung. Neben digitalen Angeboten zur Vernetzung und zum Austausch ist KOPA gleichzeitig eine Beratungsstelle „mit Gesicht“ und bietet ab dem 1. September 2020 in Brandenburg und Berlin die Möglichkeit für persönliche Beratung. Alle Leistungen von KOPA können kostenlos in Anspruch genommen werden.

Die Praxisberatenden von KOPA geben Tipps zu verschiedenen Schwerpunktthemen und vermitteln neben konkreten Details zum Beispiel zur Anbahnung und Gründung von Ausbildungsverbünden auch grundlegende Informationen zur Umsetzung des Pflegeberufegesetzes. Im Rahmen der digitalen Praxisberatung unterstützt KOPA bei Bedarf auch durch persönliche Schulungen im Umgang mit vorhandenen und zukünftigen digitalen Anwendungen wie dem Matching-Tool für Berlin oder dem Ausbildungsportal Pflege Brandenburg.

Das Matching-Tool sowie das Ausbildungsportal sind zentrale Bestandteile des digitalen Angebots von KOPA und über die Website https://www.kopa-bb.de/ kostenlos zugänglich. Beide Plattformen ermöglichen es allen an der Ausbildung beteiligten Einrichtungen, nach Kooperationspartnern zu suchen oder Plätze für die Praxiseinsätze in allen Versorgungsbereichen anzubieten. Das Portal bietet zudem ein wachsendes Wissensangebot zur generalistischen Pflegeausbildung.

KOPA ist eine aus Bundesmitteln finanzierte Initiative der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung in Berlin und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz in Brandenburg unter dem Dach der bbw Gruppe.

Hintergrund

Mit der Reform durch das Pflegeberufe-Gesetz des Bundes entfiel die alte Aufteilung in Alten-, Kinderkranken- oder Krankenpflege. Die drei bisher getrennten Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sind seit diesem Jahr zu einer generalistischen Berufsausbildung zusammengeführt.

Mit dem neuen generalistischen Abschluss können die künftigen Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in allen Bereichen der Pflege arbeiten. Der Abschluss ist europaweit anerkannt. Auch ein Pflegestudium wurde eingeführt.

Ident-Nr
399/2020
Datum
31.08.2020
Rubrik
Soziales , Pflege
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Ident-Nr
399/2020
Datum
31.08.2020
Rubrik
Soziales , Pflege
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