31.07.2020

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Erste kranke Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern in Brandenburg angekommen

18 Personen zunächst in ZABH untergebracht – weitere 26 Personen werden in den kommenden Wochen erwartet

Die ersten kranken, behandlungsbedürftigen Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern sind mit ihren Familien am heutigen Freitag im Land Brandenburg angekommen. Die vier Familien, insgesamt 18 Personen, werden zunächst in der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH) in Eisenhüttenstadt untergebracht. Brandenburg will insgesamt 44 hilfebedürftige Personen aus den überfüllten Lagern auf den griechischen Ägäis-Inseln aufnehmen. Die übrigen 26 Personen werden in den kommenden Wochen erwartet. Damit beteiligt sich das Land an der Aufnahme von 243 kranken Kindern und deren Familienangehörigen, die von der Innenministerkonferenz beschlossen worden ist. Das teilten Innenminister Michael Stübgen und Integrationsministerin Ursula Nonnemacher mit.

Innenminister Stübgen: „Wir helfen Menschen in Not, so gut wir können. Unsere Kapazitäten sind aber nicht grenzenlos. Deshalb konzentrieren wir unsere humanitäre Hilfe auf diejenigen, die sie am nötigsten brauchen. Das Leid kranker Flüchtlingskinder in den Lagern auf den griechischen Inseln kann und darf uns nicht egal sein. Die Innenminister aller Bundesländer haben daher beschlossen, schnell zu handeln. Wir wollen einen Beitrag leisten, um den Schwächsten der Schwachen zu helfen. Ich freue mich, dass sich Brandenburg im Rahmen seiner Möglichkeiten daran beteiligt.“

Integrationsministerin Nonnemacher: „Die weltweite Corona-Pandemie hat das Leid der Geflüchteten aus dem öffentlichen Blickfeld gerückt. Die Flüchtlingsunterkünfte auf den griechischen Inseln sind aber weiterhin hoffnungslos überfüllt, die verzweifelten Menschen dort brauchen dringend unsere Hilfe. Aus humanitären Gründen ist es dringend geboten, die extrem schwierige Situation, der sich unter diesen Bedingungen insbesondere medizinisch behandlungsbedürftige Kinder ausgesetzt sehen, schnell und wirksam zu verbessern. Ich freue mich sehr, dass die ersten Kinder in Begleitung ihrer Angehörigen jetzt bei uns angekommen sind. Nach den medizinischen Erstuntersuchungen möchten wir die Familien so schnell wie möglich auf Kommunen verteilen, damit sie dort zur Ruhe kommen und entsprechend medizinisch versorgt werden können.“

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