30.04.2020

| 179/2020

Landesintegrationsbeauftrage besucht Gemeinschaftsunterkunft in Hennigsdorf

Heute besuchte die Integrationsbeauftrage des Landes Brandenburg, Dr. Doris Lemmermeier, die Gemeinschaftsunterkunft Stolpe Süd in Hennigsdorf, um sich vor Ort ein Bild über die Lage zu machen. Anwesend waren auch Landrat Ludger Weskamp und Sozialdezernent Matthias Kahl. Mitte April hatte es in einem der Häuser erste Corona-Fälle gegeben. Seither steht die ganze Einrichtung unter Quarantäne.

Zur Verhinderung einer weiteren Virus-Ausbreitung in der Einrichtung, die sich aus insgesamt fünf Gebäuden zusammensetzt, wird gegenwärtig eine Trennung von Infizierten und Nichtinfizierten vorgenommen. Ziel ist es, einige Gebäude bald wieder aus der Quarantäne freizugeben. Die Maßnahmen wurden in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt getroffen.

Die Integrationsbeauftragte nahm die Sorgen und Ängste der Bewohnerinnen und Bewohner auf. Aus diesem Gespräch wurde deutlich, dass die Kommunikation von zentraler Bedeutung ist. Denn nur, wenn Menschen verstehen, worum es geht, können sie sich auch entsprechend verhalten. „Jetzt ist es besonders wichtig, dass möglichst schnell WLAN bereitgestellt wird. Genauso wichtig ist gerade jetzt intensive mehrsprachige Kommunikation der Regelungen. Die Kommunikation muss auf Augenhöhe erfolgen. Ich habe beim Landrat viel Bereitschaft gesehen in der Situation auch schnelle und gute Lösungen zu finden. Das Land wird den Landkreis dabei bestmöglich unterstützen“, sagte Lemmermeier.

Die Integrationsbeauftragte dankte den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, dem Gesundheitsamt, den lokalen Beratungsstellen, der Beratungsstelle des Kirchenkreises oberes Havelland und den Ehrenamtlichen für ihr beeindruckendes Engagement unter sehr belastenden Umständen. „Die gegenwärtige Situation ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung und sie lässt sich nur gemeinsam durchstehen. Ich verstehe sehr gut, wie schwierig die Situation für die Geflüchteten derzeit ist. Für die bislang aufgebrachte Geduld bin ich sehr dankbar und möchte appellieren, dass weiterhin alle möglichst besonnen bleiben. In der Enge einer Gemeinschaftsunterkunft ist dies noch einmal ein ganzes Stück schwieriger. Ich hoffe sehr, dass sich die Lage in absehbarer Zeit wieder entspannen wird.“ Für die Zukunft, so Lemmermeier, kann man aus der jetzigen Situation vielleicht Lehren für die Unterbringung von Geflüchteten in kleineren Einheiten ziehen. Zunächst gelte es jedoch, die jetzige Situation zu bewältigen.

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