29.05.2019

| 083/2019

Arbeitsministerin Karawanskij: „Neue digitale Arbeitswelt als große Zukunftschance wahrnehmen.“

Fachtagung „Gute Arbeit in Brandenburg – Politik und Wissenschaft im Dialog“

Gute Arbeit in der digitalisierten Arbeitswelt wird nach Ansicht von Arbeitsministerin Susanna Karawanskij wichtiger denn je. „Tätigkeiten und Berufsinhalte werden sich in den kommenden Jahren massiv verschieben. Passgenaue Qualifizierungen und Weiterbildungen werden eine enorme Herausforderung für Beschäftigte und Betriebe. Notwendig sind mehr Investitionen in Wissen“, sagte Karawanskij heute in Potsdam auf der Fachtagung „Gute Arbeit in Brandenburg – Politik und Wissenschaft im Dialog“.

An der Fachtagung nahmen auf Einladung von Arbeitsministerin Karawanskij und Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), die leider wegen einer Erkrankung nicht selbst dabei sein konnte, rund 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Vor zwei Jahren hat das „Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit“ eine Kooperation mit dem WZB abgeschlossen. Mit dem Ziel, zwischen Wissenschaft und Politik einen intensiven fachlichen Austausch zum Wandel der Arbeitswelt und den Herausforderungen in der Gestaltung Guter Arbeit zu führen.

Arbeitsministerin Karawanskij hob in ihrer Rede hervor: „Diese Kooperationsvereinbarung ist ein Novum. Nicht nur für Brandenburg, sondern bundesweit gab und gibt es keine derartige Kooperation zwischen einem Bundesland und dem WZB oder anderen bedeutenden Sozial- und Politikforschungseinrichtungen. Von diesem gegenseitigen Lern- und Transferprozess profitieren alle Brandenburger Arbeitsmarktakteure. Wir möchten die neue digitale Arbeitswelt gemeinsam so gestalten, dass sie als große Zukunftschance für die Betriebe, für die Beschäftigten und für die Selbstständigen wahrgenommen wird. Dafür benötigen wir auch – und ganz besonders – den Austausch mit der Wissenschaft.“

Die Arbeitswelt von heute befinde sich in einem dynamischen Wandel. „Es ist uns ein zentrales Anliegen, diesen Veränderungsprozess so zu gestalten, dass die Arbeit der Zukunft für alle Erwerbstätigen eine gute Arbeit ist. Moderne Formen der Arbeitsorganisation und flexible Arbeitszeitgestaltungen verstehen wir als gemeinsame Aufgabe von Unternehmen und Beschäftigten. Zukunftsweisende Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen sind dabei hilfreich und wichtig“, betonte sie.

Neben attraktiven Löhnen und einer modernen Arbeitszeitgestaltung zählen auch passende Fort- und Weiterbildungsangebote zu den Bausteinen Guter Arbeit. „Neben technischer Kompetenz brauchen Mitarbeiter noch weitere Wissensbausteine, wie Prozesswissen, Kommunikations-Know-how und Umgang mit Eigenverantwortung. Brandenburg ist bislang bei der beruflichen Weiterbildungsbeteiligung gegenüber anderen Ländern sehr gut aufgestellt und wird diese Strukturstärke fortsetzen“, so Karawanskij.

Der Weiterbildungslandschaft müsse es aber gelingen, dass Arbeits- und Lernprozesse besser miteinander verschmelzen. Lernen finde nicht mehr außerhalb vom Betrieb statt, sondern mitten im Arbeitsprozess. „Dafür fehlen den Bildungsanbietern bislang die richtigen Antworten und es gibt noch zu wenige entsprechende Bildungsangebote für digitales Wissen und dessen Anwendung.“

Hintergrund

Das „Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit“ hat am 21. September 2017 eine Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) abgeschlossen.

Das „Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit“ wurde am 11. Mai 2016 gegründet. Ihm gehören das federführende Arbeitsministerium, das Wirtschaftsministerium, die drei Industrie- und Handelskammern sowie die drei Handwerkskammern, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Unternehmensverbände Berlin und Brandenburg, die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sowie die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg an.

Das WZB untersucht grundlegende gesellschaftliche Fragen und betreibt problemorientierte Grundlagenforschung, u.a. zu den Themen Bildung, Arbeit und Lebenschancen. Untersucht werden Entwicklungen, Probleme und Innovationschancen moderner Gesellschaften. Die Ergebnisse der WZB-Forschung richten sich an eine wissenschaftliche Öffentlichkeit, darüber hinaus an Experten und interessierte Praktiker in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das WZB ist eine gemeinnützige GmbH. Mehr Informationen: www.wzb.eu.

Die heutige Fachtagung wurde von der Investitionsbank des Landes Brandenburg im Auftrag des Arbeitsministeriums organisiert und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

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