27.02.2020

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Neue Pflegeausbildung: Kurz vor dem Start gro-ßes Interesse an Lehrplänen und Ausbildungsin-halten

Projekt „Neu kreieren statt addieren“ – Fachtagung an der BTU Cottbus-Senftenberg für Pflegeschulen und Ausbilder

Zum 1. April 2020 starten die ersten Ausbildungsklassen mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung. Die letzten Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Jetzt sind vor allem die Ausbilder gefordert: Pflegeschulen und Träger der praktischen Ausbildung müssen ihre Rahmenlehrpläne und Ausbildungspläne auf die neuen Anforderungen ausrichten. In Brandenburg werden sie dabei durch das Projekt Neksa unterstützt. Neksa steht für: „Neu kreieren statt addieren“ – die neue Pflegeausbildung im Land Brandburg curricular gestalten. Neksa ist ein Projekt der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus – Senftenberg (BTU). Das Sozialministerium fördert es mit rund 424.000 Euro aus Landesmitteln (Laufzeit: Oktober 2018 bis Dezember 2021). Von Donnerstag bis Freitag (27.-28.02.) findet an der BTU dazu eine große Fachtagung mit rund 170 Teilnehmenden statt.

Staatssekretärin Anna Heyer-Stuffer sagte zur Fachtagung: „Wir brauchen gut ausgebildete Pflegekräfte in allen Bereichen. Ob in der Altenpflege, in Krankenhäusern oder in Reha-Kliniken. Die Reform der Pflegeausbildung ist eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten, vor allem aber für die Pflegeschulen und die Einrichtungen der praktischen Ausbildung. Klar ist: Einen Einbruch der Ausbildungszahlen können wir uns nicht leisten. Die Ausbildungsbereitschaft darf durch diese Reform unter keinen Umständen leiden. Neksa ist deshalb für uns ein ganz wichtiges Projekt. Wie groß das Interesse ist, zeigt die stetig wachsende Zahl an registrierten Mitgliedern auf der Vernetzungsplattform. Mehr als 1.000 Lehrende und Praxisanleitende profitieren vom Austausch und den Informationen.“

Projektleiterin Prof. Dr. Anja Walter sagte: „Wir haben die Tagung mit ‚Leinen los‘ überschrieben, da es nun tatsächlich für einige Schulen losgeht. Die Neuerungen in der Pflegeausbildung sind sehr umfassend – aus meiner Sicht kommen die Veränderungen einer kleinen Revolution gleich, denn das Lernen mit dem Fokus auf Pflegesituationen und Kompetenzen ist ein grundlegender Perspektivwechsel. Im Projekt beraten wir Schulen im Land Brandenburg bei der Entwicklung der neuen Konzepte aus berufspädagogischer und pflegedidaktischer Perspektive. Der Prozess trägt somit auch zur Schulentwicklung bei. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen aus Brandenburg auf der Tagung auch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern zu diskutieren.“

Hintergrund

Mit der Reform durch das Pflegeberufe-Gesetz des Bundes entfällt die alte Aufteilung in Alten-, Kinderkranken- oder Krankenpflege. Die drei bisher getrennten Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege werden ab 2020 zu einer generalistischen Berufsausbildung zusammengeführt.

Mit dem neuen generalistischen Abschluss können die künftigen Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in allen Bereichen der Pflege arbeiten. Der Abschluss ist europaweit anerkannt. Auch ein Pflegestudium wird eingeführt.

Mit der Reform der Pflegeausbildung verändern sich auch die Ausbildungsinhalte. Zur Unterstützung der Pflegeschulen und der Praxisanleitungen startete die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg mit Unterstützung des Sozialministeriums im Dezember 2018 das Projekt „Neu kreieren statt addieren“ – die neue Pflegeausbildung im Land Brandenburg curricular gestalten.

Mit dem BTU-Projekt soll sowohl der schulische als auch der pflegepraktische Teil der neuen Ausbildung inhaltlich gestaltet und pflegedidaktisch unterstützt werden. Die konkrete Ausgestaltung der Begleitung wird im Prozess der curricularen Arbeit an den Pflegeschulen mit den Lehrenden und Praxisanleitenden entwickelt. Ziel des Projekts ist es, die damit verbundene curriculare Entwicklungsarbeit an den Schulen und in der Praxis aktiv zu begleiten. Neben Arbeitshilfen, Fortbildungsveranstaltungen führen die Projekt-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter auf Anfrage persönliche Beratung vor Ort an den Schulen und Einrichtungen durch.

Internet: https://www.b-tu.de/institut-gesundheit/aktuelles/projekte/projekt-pflegeausbildung

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