24.05.2020

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Aufklären ohne erhobenen Zeigefinger: Ministerin Nonnemacher unterstützt Projekt der Landesstelle für Suchtfragen

Nicht verteufeln, aber doch über Folgen aufklären, die der Konsum von Alkohol und Tabak haben kann, das ist Ziel der Brandenburger Jugendfilmtage zum Umgang mit legalen Drogen. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher unterstützt das Projekt in diesem Jahr mit 2000 Euro aus Lottomitteln.

„Die Jugendfilmtage richten sich an Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 19 Jahren, in diesem Alter werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Die ersten Rauscherfahrungen sind entscheidend, ob ein maßvoller Umgang gelingt - ein Glas Bier oder Wein beim Feiern - oder ob sich eine gefährliche Sucht entwickelt. In vorbildlicher Weise sprechen die Jugendfilmtage junge Menschen auf unterschiedlichen Ebenen an: Filmvorführungen, Mitmach-Parcours und Gespräche mit Fachkräften regen zum Nachdenken und Reflektieren an. Ich freue mich, dieses wichtige Projekt unterstützen zu können“, so Gesundheitsministerin Nonnemacher.

Die Projekttage werden durchgeführt von der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V., Geschäftsführerin Andrea Hardeling: „Mit den Jugendfilmtagen wollen wir erreichen, dass sich Jugendliche mit den Themen Alkoholkonsum, Rausch und möglichen Folgen auseinandersetzen. Die Filme sollen dazu anregen, eigene Haltungen und Haltungsalternativen zu entwickeln“

Laut Ergebnissen der 4. Schülerbefragung Brandenburger Jugendliche und Substanzkonsum (2017) trinken ca. 12 Prozent der Zehntklässler*innen regelmäßig Alkohol. Knapp ein Fünftel davon betreibt Rauschtrinken (5 Getränke an mindestens 3 Tagen im Monat). Etwa 17 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig zu rauchen. All diese Werte sind seit der ersten Schülerbefragung (2005) rückläufig. Diesen erfreulichen Trend fortzusetzen ist Ziel der Jugendfilmtage, die in diesem Jahr in Schulen in Märkisch Oderland und in Oder-Spree geplant sind. Wegen der derzeitigen Corona-bedingten Einschränkungen sind die genauen Termine im Herbst noch unklar.

Mehr Informationen im Internet: www.blsev.de