23.10.2019

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Jahrestagung zum Europäischen Sozialfonds 2019

„Ein sozialeres Europa“ – Ausblick auf neue EU-Förderperiode


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Arbeitsministerin Susanna Karawanskij eröffnet Brandenburger ESF-Jahrestagung 2019

Die kommende EU-Förderperiode 2021-2027 stand im Fokus der diesjährigen Brandenburger Jahrestagung zum Europäischen Sozialfonds (ESF), die heute in Potsdam stattfand. „Brandenburgerinnen und Brandenburger profitieren von Europa! Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden über 200.000 Menschen beim Einstieg in Gute Arbeit direkt unterstützt. Dank des ESF konnten wir die Beschäftigungschancen besonders für junge Menschen und Langzeitarbeitslosen verbessern“, sagte Arbeitsministerin Susanna Karawanskij in ihrer Eröffnungsrede.

Die EU-Förderung bleibe auch in Zukunft für den Brandenburger Arbeitsmarkt wichtig. Es sei zwar noch nicht entschieden, wie viel Geld die Länder von der EU ab 2021 erhalten werden, klar sei aber schon jetzt, dass Brandenburg deutlich weniger Geld aus den EU-Fonds zur Verfügung stehen wird. „Es gibt in der Beschäftigungspolitik weiterhin viel zu tun. Das bedeutet, dass die Fördermittel noch zielgerichteter, noch konzentrierter für die wichtigsten Bedarfe eingesetzt werden müssen“, betonte Karawanskij.

Rund 250 Arbeitsmarktexpertinnen und -experten und Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften, Verwaltung und Sozialverbänden diskutierten in Potsdam über den Einsatz von ESF-Mitteln für arbeitspolitische Maßnahmen in Brandenburg. Auf der Tagung, die unter dem Thema „Ein sozialeres Europa – Umsetzung der europäischen Säule sozialer Rechte“ stand, wurden mögliche künftige Förderschwerpunkte des Landes vorgestellt und diskutiert.

Nach den Verordnungsentwürfen der Europäischen Kommission soll mit der nächsten Förderperiode ab 2021 der ESF mit anderen Förderinstrumenten zum neue „Europäischen Sozialfonds Plus“ (kurz: ESF+) zusammengelegt werden, und zu einem sozialeren Europa beitragen sowie die sogenannte europäische Säule sozialer Rechte in der Praxis umsetzen. Der ESF+ wird in drei Hauptbereiche investieren: 1.) allgemeine und berufliche Bildung sowie lebenslanges Lernen; 2.) Wirksamkeit der Arbeitsmärkte und gleicher Zugang zu hochwertigen Arbeitsplätzen; 3.) soziale Inklusion, Gesundheit und Bekämpfung der Armut.

Der Europäische Sozialfonds ist das wichtigste und älteste Finanzinstrument der Europäischen Union, um Beschäftigung zu fördern und Arbeitslosigkeit abzubauen. In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 erhält Brandenburg rund 362 Millionen Euro aus dem ESF, die durch Landesmittel aufgestockt werden.

Das Geld wird in berufliche Bildung, Gute Arbeit für alle, Fachkräftesicherung und die Integration von Langzeitarbeitslosen in Beschäftigung investiert. Mit Erfolg: Der brandenburgische Arbeitsmarkt hat sich auch dank der ESF-Gelder in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Waren im Jahr 2013 in Brandenburg noch mehr als 132.300 Menschen arbeitslos, so sank diese Zahl bis September 2019 auf unter 73.000. Damit hat sich die Zahl der Arbeitslosen fast halbiert.

In der aktuellen Förderperiode wurden in Brandenburg bereits über 200.000 Menschen gefördert. Etwa die Hälfte aller Teilnehmenden im Brandenburger ESF ist unter 25 Jahren alt. Davon hat ein großer Teil zum Beispiel von Maßnahmen zur Studienvorbereitung und -begleitung profitiert oder an Maßnahmen der beruflichen Erstausbildung teilgenommen.

Internet: https://esf.brandenburg.de

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