22.06.2017

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90. Gesundheitsministerkonferenz - Gesundheitsstaatssekretärin Hartwig-Tiedt: Sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung sichern

Die diesjährige Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) hat heute in Bremen einen wegweisenden Beschluss zur Reform unseres Gesundheitssystems gefasst. Alle 16 Bundesländer bitten das Bundesministerium für Gesundheit in der nächsten Legislaturperiode eine Bund-Länder-Reformkommission „sektorenübergreifende Versorgung“ einzurichten. Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt: „Es wird Zeit, dass die unterschiedlichen Systeme unserer gesundheitlichen Versorgung, also die ambulante Versorgung, die fachärztliche Spezialversorgung, die stationäre Versorgung, die rehabilitativen und die pflegerischen Angebote, besser harmonisiert werden. Wir brauchen eine am Patientenbedarf orientierte, integrierte und koordinierte Versorgung.“

Brandenburg war eines der antragstellenden Länder. Ziel ist es, die Bedarfsplanung, die Honorierungssysteme, die Kodierung und Dokumentation von Behandlungsabläufen, die telematische Infrastruktur auf der Basis einer einheitlichen elektronischen Gesundheitskarte sowie die Qualitätssicherungsverfahren zusammenzuführen und zu harmonisieren. Anliegen ist es, Qualität sichtbarer zu machen, die Entscheidungshoheit für die Patientinnen und Patienten zu stärken sowie Behandlungsverläufe an den medizinisch-pflegerischen Notwendigkeiten und nicht an den gegebenen Strukturen der Leistungserbringer und Kostenträger auszurichten. Hartwig-Tiedt: „Bei allen gesetzgeberischen Veränderungen der vergangenen Jahre wurden wichtige Impulse zur Überwindung der Sektorengrenzen gesetzt. Aber ein Gesamtkonzept zum Abbau von Schnittstellen und über die verschiedenen Sozialgesetzbücher hinweg ist bisher nicht erkennbar. Deshalb ist dieser Antrag wichtig und richtig. Wir werden im Zuge des Reformprozesses selbstverständlich darauf achten, dass Spielräume für regionale Ausgestaltungen ermöglicht werden.“

Der GMK gehören die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister sowie die Gesundheitssenatorinnen und Gesundheitssenatoren aller 16 Bundesländer an, weitere Infos im Internet unter www.gmkonline.de.

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