21.09.2020

| 446/2020

Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung: Ministerin Nonnemacher besucht Kita-Ackerstunde

Zum Auftakt der ersten bundesweiten Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ hat Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher heute eine Kita-Ackerstunde im Rahmen des Bildungsprogramms „GemüseAckerdemie“ der Potsdamer Ackerdemia besucht. „Wertschätzung für Lebensmittel beginnt bei den ganz Kleinen. Gerade im städtischen Raum geht der Bezug zu dem, was wir essen und trinken, mehr und mehr verloren. Heute konnte ich erleben, dass Wertschätzung für Lebensmittel kinderleicht sein kann und auch noch richtig Spaß macht“, so Nonnemacher.

Bei dem Besuch der Ministerin in der Potsdamer Kita Königskinder zeigten die Kinder Ursula Nonnemacher den Kräutergarten und führten sie über ihren Gemüseacker, wo die Kartoffeln erntereif sind. Über das Jahr hinweg bauen sie auf ihrem eigenen Kita-Acker über 25 Gemüsesorten an und erfahren so, wo die Lebensmittel herkommen. „Die GemüseAckerdemie verfolgt den richtigen Ansatz. Wer als Kind erlebt, dass ein gefüllter Teller nicht selbstverständlich ist, geht als Erwachsener anders mit Lebensmitteln um, kauft bewusster ein, lagert richtig und lässt sich von einer Verfärbung auf dem Apfel oder einer schiefgewachsenen Gurke nicht abschrecken. Wir wissen, dass rund zwölf Millionen Tonnen an Lebensmitteln jedes Jahr in Deutschland im Müll landen. Über die Hälfte davon stammt aus privaten Haushalten. Diese Zahl ist erschreckend, sie zeigt aber auch: Lebensmittelverschwendung geht uns alle an“, so Ministerin Nonnemacher.

Die Ackerdemia aus Potsdam ist Gewinnerin des Bundespreises „Zu gut für die Tonne“ 2019 in der Kategorie Gesellschaft und Bildung. Ihr Ziel ist eine nachhaltige Bildung und damit mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel. Daraus wurde unter dem Motto „Ackern schafft Wissen“ das praxisorientierte und mehrfach ausgezeichnete Bildungsprogramm „GemüseAckerdemie“ für Kitas und Schulen entwickelt.

„Wir wollen mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel – wir wollen eine Generation, die weiß, was sie is(s)t. Mit der GemüseAckerdemie bringen wir den Acker in Kitas und Schulen. Dort säen, gießen und ernten die Kinder und Jugendlichen Gemüse nach ökologischen Kriterien. Sie lernen ein gesundes Ernährungsverhalten, sie werden dafür sensibilisiert, woher unser Essen kommt und wie es angebaut wird. So erleben sie mit allen Sinnen, wie das Gemüse wächst und wieviel Arbeit darin steckt. So wächst die Wertschätzung für Lebensmittel, wodurch schlussendlich auch weniger weggeworfen wird“, sagte Dr. Christoph Schmitz, Gründer und Geschäftsführender Vorstand Ackerdemia e.V.

Seit der Gründung im Jahr 2014 haben mehr als 40.000 Kinder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in der „GemüseAckerdemie“ eigenes Gemüse angebaut – Tendenz steigend. Hinter dem Verein Ackerdemia steht ein interdisziplinäres Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen (Internet: https://www.ackerdemia.de/).

Vom 22. bis 29. September 2020 findet erstmals die bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ statt. Das Land Brandenburg beteiligt sich daran und würdigt Projekte und Aktionen, die mit gutem Beispiel vorangehen.

Alle Brandenburger Projekte auf der eigens dafür freigeschalteten Homepage unter www.lebensmittelwertschaetzung.de

Ident-Nr
446/2020
Datum
21.09.2020
Rubrik
Verbraucherschutz
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21.09.2020
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