16.01.2020

| 008/2020

Gesundheitsministerin Nonnemacher begrüßt Bundestagsbeschluss zur moderaten Reform der Organspende

Zum heutigen Bundestagsbeschluss, die Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende zu stärken, erklärte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am Donnerstag (16.01.2020) in Potsdam:

„Die Gewinnung postmortal gespendeter Organe ist eine äußerst schwierige ethische Frage. Deswegen war es gut, dass die Bundestagsabgeordneten heute befreit von jedem Fraktionszwang in einer Gewissensentscheidung über die Frage, wie das Transplantationsgesetz reformiert werden soll, abstimmen konnten.

Ohne Frage müssen wir angesichts der langen Wartelisten die Spendenbereitschaft bei Organ- und Gewebespenden erhöhen. Aber das Selbstbestimmungsrecht jedes einzelnen Menschen muss gewahrt bleiben. Die Einführung der doppelten Widerspruchslösung, so wie es die Gruppe um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagen hat, wäre deshalb aus meiner persönlichen Sicht der falsche Weg gewesen.

Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mit der lebenswichtigen Frage der Organspende regelmäßig auseinandersetzen. Dieses Anliegen wird mit dem heutigen Bundestagsbeschluss für eine moderate Reform gestärkt. Die Organspende muss eine aktive Entscheidung bleiben, die man möglichst einfach dokumentieren, aber auch jederzeit möglichst einfach ändern und widerrufen können muss. Das wird das geplante Online-Register ermöglichen.“

Kontakt

Pressestelle

Organisation:
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
Abteilung:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartner:
E-Mail:
presse@­msgiv.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-5044
Fax:
+49 331 866-5049

Pressesprecher

Ansprechpartner:
Tobias Arbinger
E-Mail:
presse@­msgiv.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-5040