15.08.2019

| 125/2019

Pflegestammtische. Ministerin Susanna Karawanskij begrüßt regionale Initiativen

Sozialministerin Karawanskij hat auf die Gründung eines Pflegestammtisches in Cottbus erfreut reagiert. „Unsere Pflegeoffensive trägt Früchte und motiviert zu regionalem Handeln.“ Nach Frankfurt (Oder), wo bereits ein Pflegestammtisch existiert, zieht jetzt auch Cottbus nach. Der Barnimer Landrat hat Ende Mai 2019 zum Auftakt für eine Pflegeinitiative eingeladen, die, wie jetzt in Cottbus, in dem Vorhaben, mündete, eine Pflegeregion Barnim zu schaffen.  

„Das ist der richtige Weg“, so die Ministerin. „Der regionale Druck hilft uns, im Bundesrat noch intensiver für eine Reform der Pflegeversicherung und gegenüber den Tarifpartnern für eine bessere Bezahlung der Pflegenden zu kämpfen.

Das ist aber nur die eine Seite. Pflegestammtische und Modellregionen ermöglichen auch, regional die bereits vorhandenen Pflegeinitiativen zu analysieren, gute und schlechte Erfahrungen auszuwerten und passgenaue Lösungen zu finden. Darüber hinaus können die zahlreichen landesweiten Netzwerke und Bündnisse, wie z. B. „Gesund älter werden in Brandenburg“ oder „Netzwerk für Familien“ noch besser eingebunden werden. Nicht zuletzt geht es auch um die konkrete Lebenssituation der Menschen, um altersgerechte Wohnraum- und -umfeldgestaltung, um Kontakt-, Begegnungs- und Alltagshilfeangebote bis hin zur Koordinierung der zahlreichen Angebote.

Wichtig sei es, so die Ministerin, möglichst immer die Sicht der zu Pflegenden und der Pflegenden im Blick zu haben. Schließlich ginge es darum, aus dem Ist-Zustand abzuleiten, was brauchen wir und was müssen wir dafür tun?

Knapp 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden in unserem Land zu Hause gepflegt. Da stellt sich die Frage, ob die bisher vorhandenen unterstützenden Angebote zielführend sind, oder ob die „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ bereits ausreichend gestaltet ist, ob pflegende Angehörige weitere Unterstützung benötigen, ob die Teilhabemöglichkeiten von Pflegebedürftigen und vieles mehr verbessert werden können.

„Ich ermutige alle Landkreise und Kommunen sich dem Pflegethema stärker aus regionaler Sicht zu nähern. Dazu gehört auch die Frage, wie gehen wir mit unseren lebensälteren Mitmenschen um. Das Ministerium steht dabei an Ihrer Seite. Auch wenn es darum geht, zu prüfen, mit welchen Förderinstrumenten künftig gearbeitet werden kann.“

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