14.01.2020

| 007/2020

Pflegestützpunkte sehr gut etabliert: Neutrale und kostenfreie Beratung zu allen Fragen der Pflege

Pflegestützpunkt Potsdam feiert 10-jähriges Jubiläum – Sozialstaatssektretär Ranft lobt Arbeit und kündigt Ausbau an

Pflegestützpunkte haben sich als neutrale, kompetente und kostenfreie Beratungsstellen zu allen Fragen rund um die Pflege sehr gut etabliert. Das betonte Sozialstaatssekretär Michael Ranft am Dienstag (14.01.2020) bei der 10-jährigen Jubiläumsfeier des Pflegestützpunktes Potsdam: „Die Pflegestützpunkte sind ein echtes Erfolgsmodell. Und der Bedarf an Informationen und Beratung nimmt zu. Deshalb ist es notwendig, dass wir das Angebot der Pflegestützpunkte jetzt ausbauen.“ Der Potsdamer Pflegestützpunkt war einer der ersten im Land Brandenburg. Landesweit gibt es 19 Pflegestützpunkte, die in diesen Monaten ebenfalls alle ihre 10-jährigen Jubiläen feiern.

Sozialstaatssekretär Michael Ranft sagte in Potsdam: „Das Thema Pflege ist schwierig und trifft Familien oft völlig unerwartet. Plötzlich, von jetzt auf gleich, soll man entscheiden, wie und von wem ein pflegebedürftiger Angehöriger versorgt werden soll. Auf diese Situation sind viele nicht vorbereitet. Aber man sollte unbedingt wissen, dass es mit den Pflegestützpunkten eine kompetente Beratungsstelle ganz in der Nähe gibt, die auch kurzfristig hilft und dies bei Bedarf auch in Form eines Hausbesuches bei den Pflegebedürftigen tut.

Die Pflegestützpunkte leisten seit nunmehr zehn Jahren eine hervorragende Arbeit und sind eine ganz wichtige Anlaufstelle für alle Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Die künftige Sicherstellung von Pflege ist angesichts der demografischen Entwicklung und der steigenden Anzahl von Menschen mit Pflegebedarf eine der größten sozialpolitischen Herausforderungen, vor der unsere Gesellschaft steht. Die Beratung zum komplexen Thema Pflege gewinnt deutlich an Bedeutung.“

Der Ausbau der Pflegestützpunkte ist eine Säule des „Pakts für Pflege“ der Landesregierung. Im Koalitionsvertrag steht: „Die Koalition wird mit einem jährlichen Betrag von 2 Mio. Euro den Ausbau der Pflegestützpunkte unterstützen und gemeinsam mit Pflegekassen und kommunalen Trägern die aufsuchende Beratung, insbesondere im ländlichen Raum, stärken.“

Hintergrund

Seit dem Jahr 2009 besteht in Deutschland mit dem Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes ein Rechtsanspruch auf Pflegeberatung, der durch die Pflegekassen sicherzustellen ist. Diese Aufgabe haben die Pflegestützpunkte übernommen.

Die ersten Pflegestützpunkte im Land Brandenburg wurden Mitte 2009 in Erkner, Neuruppin und Eisenhüttenstadt gegründet. Seit Mitte des Jahres 2010 gibt es in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt mindestens einen Pflegestützpunkt. Träger der Stützpunkte sind die Kranken- und Pflegekassen sowie die jeweiligen Landkreise und kreisfreien Städte.

Das Beispiel Pflegestützpunkt Potsdam verdeutlicht den steigenden Informationsbedarf: Vor zehn Jahren, zum Start der Arbeit, gab es eine Pflege- und eine Sozialberaterin, die rund 730 Beratungen durchführten. Aufgrund des wachsenden Beratungsbedarfs wurde in 2018 das Personal aufgestockt. Heute arbeiten vier engagierte Mitarbeiterinnen im Potsdamer Pflegestützpunkt, die im Jahr 2019 weit über 3.000 Beratungen durchführten. Einen besonderen Stellenwert in der Arbeit haben die Hausbesuche.

Der Pflegestützpunkt ist eine neutrale Beratungsstelle für Menschen, die Informationen aus einer Hand rund um das Thema Pflege benötigen. Hier finden Pflegebedürftige, von Pflegebedürftigkeit bedrohte Menschen, Angehörige und professionelle wie auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie alle Interessierten sachkundige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Hier erhalten sie individuelle, trägerneutrale und kostenlose Beratungen – zu allen Fragen der Pflege, bei Pflegebedürftigkeit und Behinderung.

Internet: https://www.pflegestuetzpunkte-brandenburg.de/

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