13.10.2020

| 505/2020

Suche nach Atomendlager - Start öffentlicher Fachkonferenz

Die Suche nach einem atomaren Endlager geht in die nächste Runde. Nachdem die Bundesgesellschaft für Endlagerung ihren ersten Zwischenbericht mit 90 geologisch potentiell geeigneten Teilgebieten auf rund 54 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands vorgelegt hat, startet in dieser Woche (Sonnabend, 17. und Sonntag, 18. Oktober) die Fachkonferenz „Teilgebiete“ mit einer Auftaktveranstaltung. Ziel ist es, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen und Gebietskörperschaften aktiv in das Verfahren einbringen.

In mehreren Stufen soll auf der Basis des Standortauswahlgesetzes der Ort in Deutschland gefunden werden, der nach wissenschaftlichen Kriterien eine bestmögliche Sicherheit für die Lagerung der hochradioaktiven und wärmerzeugenden Abfälle bietet, die bei der Kernenergienutzung angefallen sind. Dieses Verfahren, das zwischen der Bundesregierung und den Ländern vereinbart ist, soll in hoher Transparenz und größtmöglicher Einbeziehung aller Bürgerinnen und Bürger umgesetzt werden:

„Bringen Sie sich in diesen Prozess ein. Diskutieren Sie mit im Rahmen der nun anlaufenden Fachkonferenz ‚Teilgebiete‘. Nur so können Ihre Hinweise, Bedenken und Einwendungen ins Verfahren eingebracht werden“, so Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher.

Neben der Auftaktveranstaltung in dieser Woche sind drei weitere Runden im ersten Halbjahr 2021 geplant. Nach Abschluss und Auswertung dieser Veranstaltungsreihe, werden sich Regionen herauskristallisieren, die dann in anschließenden Regionalkonferenzen weiter diskutiert werden. Die endgültige Standortentscheidung ist für das Jahr 2031 geplant.

Die Auftaktveranstaltung in Kassel ist als digitale aber auch Präsenzveranstaltung konzipiert und wird als Live-Stream übertragen. Wer sich an der Diskussion beteiligen möchte, muss sich bis zum 16. Oktober 12 Uhr registrieren:

www.endlagersuche-infoplattform.de