12.09.2019

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Festakt anlässlich des Welttages der Patientensicherheit

Karawanskij: Patientensicherheit ergibt sich nicht von allein.

Patientensicherheit ist für Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij ein „wichtiges Thema, das sowohl Akteure als auch Betroffene gleichermaßen umtreibt. „Kompromisslose hygienische Bedingungen in den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, sichere Medikamente und Medizinprodukte, nachhaltiger Infektionsschutz und anderes mehr gehören zum Einmaleins und sind zu einer Vertrauensfrage im Gesundheitswesen geworden. Um diese Standards zu halten und Schaden von Patientinnen und Patienten abzuwenden, brauchen wir in allen Einrichtungen eine Kultur der Fehlervermeidung.“  Denn Patientensicherheit ergibt sich nicht von allein. Auch Patientinnen und Patienten tragen zur Patientensicherheit bei, indem sie ihre Erfahrungen einbringen. Krankenhäuser sind verpflichtet, ein patientenorientiertes Beschwerdemanagement durchzuführen Im Krankenhausentwicklungsgesetz des Landes Brandenburg ist zusätzlich geregelt, dass jedes Krankenhaus eine unabhängige Stelle einrichtet, die Beschwerden von Patientinnen und Patienten entgegennimmt und bearbeitet. Diese Aufgaben werden durch engagierte ehrenamtlich tätige Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher wahrgenommen.

Dies sagte Ministerin Karawanskij heute bei einem Festakt, den das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. in Berlin anlässlich des 1. Welttages für Patientensicherheit veranstaltete. Oberste Maxime müsse es sein, Schäden bei der Behandlung von Kranken zu vermeiden. 

Ziel muss deshalb sein, durch ein verbessertes Qualitätsmanagement Behandlungsfehlern vorzubeugen und eine Fehlervermeidungskultur zu fördern. Fehler zu vermeiden, bzw. aus Beinahe-Fehlern zu lernen, ist auch Ziel von anonymisierten Meldungen kritischer Ereignisse und Beinahe-Schäden in Einrichtungen des Gesundheitswesens durch die Beschäftigten. Dabei gehe es nicht darum, Schuldige an den Pranger zu stellen, sondern daraus zu lernen und derartige Fehler zu vermeiden. „Es geht um das Sichtbarmachen von Best-Practice-Beispielen zur Vermeidung von Fehlern und zur Verbesserung von Qualität. Es geht um Sicherheitskultur auf allen Ebenen“, so die Ministerin und weiter: „Mindeststandards für ein sachgerechtes Risiko- und Fehlermanagement, ein vorbildliches Qualitätsmanagement, um Behandlungsfehlern vorzubeugen, eine kontinuierliche Weiterbildung aller im Gesundheitswesen Tätigen, müssen aus meiner Sicht unverzichtbare Begleiter im Gesundheits- und Pflegebereich werden.

„Patientensicherheit ist mir und meinem Haus ein wichtiges Thema. Auch wenn wir im Bundesrat noch keine Mehrheit dafür bekamen, die Bundesregierung aufzufordern, Patientenorientierung zu einer Leitidee des deutschen Gesundheitswesens zu machen, bleiben wir dabei: Sowohl die Beteiligung von Patienten in allen Gremien des Gesundheitswesens als auch die Bürgerbeteiligung bei der Verbesserung der medizinischen Versorgung wollen wir stärken.“

Hintergrund Die Weltgesundheitsversammlung hat den Internationalen Tag der Patientensicherheit am 17. September erstmals 2019 zum Welttag der Patientensicherheit erklärt. Die Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, die Patientensicherheit als vorrangige Gesundheitspriorität anzuerkennen und konzertierte Maßnahmen zu ergreifen, um den Schaden von Patienten im Gesundheitswesen zu verringern.

In Deutschland bietet das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) die Plattform für dieses Thema und auch für die Sichtbarmachung des diesjährigen Welttages. 

Das Land Brandenburg ist diesem Netzwerk im Januar 2019 beigetreten. Es setzt sich für die kontinuierliche Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland eins. Viele Akteure aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens machen sich mit verschiedenen Maßnahmen für mehr Patientensicherheit stark. Zu den rund 700 Mitgliedern gehören Patientenorganisationen, Krankenhäuser, Fachgesellschaften, Berufsverbände, Krankenkassen, Haftpflichtversicherer und Einzelpersonen aus allen Bereichen des Gesundheitswesens.

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