10.12.2017

| 196/2017

Sozialministerin Golze: Brandenburg hat bei der Integration von Geflüchteten bereits viel erreicht

Brandenburg hat eine gute Grundlage für die erfolgreiche Integration von Geflüchteten geschaffen. Das betont Sozialministerin Diana Golze. Mit dem 2015 ins Leben gerufene Bündnis für Brandenburg, dem 2016 novellierten Landesaufnahmegesetz und dem jetzt verabschiedeten neuen Landesintegrationskonzept könne die langfristige Aufgabe gemeinsam von Land, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Initiativen der Flüchtlingsarbeit gemeistert werden: „Jetzt ist die Zeit der Integration gekommen. Das ist ein langer Prozess, für den Brandenburg gut vorbereitet ist. Wir haben die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen. Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die einen langen Atem braucht.“

Das aktualisierte Landesintegrationskonzept der Landesregierung trägt den Titel „Zuwanderung und Integration als Chance für Brandenburg“ und steht am kommenden Mittwoch (13.12.17) auf der Tagesordnung des Landtages. Das Sozialministerium hat das Konzept jetzt auch als gedruckte Broschüre veröffentlicht. Sie kann kostenfrei bestellt werden.

Sozialministerin Golze: „Zuwanderung hat in Brandenburg eine lange Tradition. Sie bedeutet immer auch eine dauerhafte Veränderung. Das stellt eine Herausforderung dar, aber immer auch eine große Chance für die ganze Gesellschaft! Das belegt unsere Landesgeschichte. Heute ist Brandenburg aufgrund der demografischen Entwicklung mehr denn je auf Zuwanderung angewiesen. Das Landesintegrationskonzept zeigt, dass Brandenburg integrationspolitisch in den letzten Jahren bereits viel erreicht hat, auf dem aufgebaut werden kann. Mit dem Konzept werden für die Zukunft wichtige Weichen gestellt.“

Golze weiter: „Damit die Integration gelingt, hat Brandenburg frühzeitig zusätzliche Sprachkurse finanziert, damit alle Geflüchteten in Brandenburg so schnell es geht Deutsch lernen können. Das Erlernen der deutschen Sprache und die Achtung unserer Werte sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Integration. Eine Grundvoraussetzung ist aber auch, dass wir Deutsche unsere neuen Nachbarn sowie Kolleginnen und Kollegen auch willkommen heißen. Integration kann nur gelingen, wenn Menschen aufeinander zugehen und sich gegenseitig kennen lernen. Brandenburg ist weltoffen und tolerant.“

Für die Umsetzung des aktualisierten Landesintegrationskonzepts sind alle Ressorts sowie die Staatskanzlei unter Federführung des Sozialministeriums zuständig. An der Erarbeitung wurden Wohlfahrtsverbände, Kommunen, Initiativen der Flüchtlingsarbeit sowie Verbände und Vertretungen der Menschen mit Migrationshintergrund beteiligt.

Mit dem Landesintegrationskonzept werden Handlungsansätze, Ziele und Aktivitäten der Landesregierung angesichts drängender flüchtlings- und integrationspolitischer Fragestellungen deutlich. Die Landesregierung orientiert sich dabei vor allem an den Chancen, die Zuwanderung und Integration bieten und an den Potenzialen der Menschen mit Migrationshintergrund. Das Landesintegrationskonzept ist in sieben Handlungsfelder gegliedert:

  1. Integration gelingt durch interkulturelle Öffnung und Willkommenskultur
  2. Integration gelingt durch Überwindung von Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus
  3. Integration gelingt durch Bildung
  4. Integration gelingt durch berufliche Perspektiven
  5. Integration gelingt durch gesundheitliche Versorgung
  6. Integration gelingt durch eine zeitgemäße Asyl- und Flüchtlingspolitik
  7. Integration gelingt durch gesellschaftliche Teilhabe

 

In Brandenburg lebten laut Ausländerzentralregister Ende Oktober 2017 rund 112.800 Ausländerinnen und Ausländer. Damit beträgt ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung 4,5 Prozent.

Wie alle Bundesländer verzeichnete auch Brandenburg in den Jahren 2015 und 2016 einen außerordentlichen Anstieg bei der Zahl der Geflüchteten. Sind im Jahr 2014 noch 5.313 Personen aufgenommen und untergebracht worden, waren es im Jahr 2015 insgesamt 25.617. Derzeit leben rund 34.000 Menschen im Land Brandenburg, die aus ihrer Heimat geflohen sind.

Das Landesintegrationskonzept „Zuwanderung und Integration als Chance für Brandenburg“ kann als Broschüre auf der Internetseite des Sozialministeriums bestellt werden: www.masgf.brandenburg.de (Menüpunkt „Publikationen“).

Ident-Nr
196/2017
Datum
10.12.2017

Kontakt

Pressestelle

Organisation:
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
Abteilung:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartner:
E-Mail:
presse@­msgiv.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-5044
Fax:
+49 331 866-5049

Pressesprecher

Ansprechpartner:
Gabriel Hesse
E-Mail:
presse@­msgiv.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-5040