10.08.2019

| 121/2019

LesBi*Schwule T*our 2019

Sozialministerin Karawanskij ruft zu Toleranz auf

Start der „LesBi*Schwulen T*our 2019“: Unter dem bekannten Motto „Brandenburg bleibt bunt!“ wirbt die Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchule & Trans* Belange des Landes Brandenburg auch in diesem Jahr für Akzeptanz von queeren Lebensweisen. Sozialministerin Susanna Karawanskij gab als Schirmfrau heute bei der Auftaktkundgebung auf dem Potsdamer Luisenplatz den Startschuss. Schwerpunkt der Tour-Woche ist diesmal der Landkreis Elbe-Elster. Die Stationen sind Elsterwerda (12.08.), Doberlug-Kirchhain (13.08.), Finsterwalde (14.08.), Herzberg (15.08.) und Bad Liebenwerda (16.08.). Das Sozialministerium unterstützt die Aktion mit 7.500 Euro aus dem Aktionsplan Queeres Brandenburg.

Karawanskij sagte in Potsdam: „Wir leben wieder in Zeiten, in denen es wichtiger wird, für Toleranz und ein friedliches Miteinander einzustehen. Wir dürfen niemals zulassen, dass Rechtspopulisten unsere Gesellschaft spalten und ungestraft gegen Minderheiten hetzen. Brandenburg ist ein Land der Vielfalt! Jeder Mensch hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Das ist ein Grundrecht, das wir schützen müssen. Die LesBi*Schwule T*our ist ein Projekt, auf das Brandenburg stolz sein kann. Ich danke allen Beteiligten und Unterstützenden für ihren persönlichen Einsatz und ihren Mut! Lasst euch nicht beirren von den Ewiggestrigen! Eure Botschaft ist richtig. Informiert und klärt die Menschen weiter auf. Kommt miteinander ins Gespräch. Nur so können wir Vorurteile und Unkenntnis hinter uns lassen.“

Karawanskij erinnerte in ihrer Rede daran, dass die rot-rote Landesregierung in dieser Legislaturperiode den „Aktionsplan für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg“ (kurz: Aktionsplan Queeres Brandenburg) verabschiedet hat. Vorausgegangen war ein breit angelegter Beteiligungsprozess. Einbezogen waren die Community der lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ*) und zahlreiche weitere Interessierte.

„Viele lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen sind immer noch mit Ausgrenzungen, Vorurteilen und Diskriminierungen im alltäglichen Leben konfrontiert. Die Maßnahmen des Aktionsplans werden helfen, ihre Situation zu verbessern. Ich weiß, dass vielen dieser Prozess zu langsam geht, dass viele sich schnellere Erfolge wünschen. Lasst uns weiter gemeinsam daran arbeiten, jede Form von Diskriminierung und Intoleranz endlich zu beseitigen“, so Karawanskij.

Hintergrund

Die LesBi*Schwule T*our gibt es in Brandenburg mit der Vorgängerveranstaltung CSD-Tour bereits seit 1998. Auf Marktplätzen, in Bibliotheken, Beratungsstellen, Kinos, Jugendclubs und Freizeitzentren finden Diskussionsrunden, Filmvorführungen, Coming-Out-Beratungen, Lesungen und Workshops statt. An den Rathäusern entlang der Tour-Route wird die Regenbogenflagge als sichtbares Zeichen gegen Homo- und Transphobie gehisst.

Die Aufklärungstour wird von der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange des Landes Brandenburg (LKS) in Kooperation mit dem Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V. und weiteren Vereinen und Projekten veranstaltet.

Weitere Informationen im Internet unter http://brandenburg-bleibt-bunt.de/

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