10.01.2020

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Mehrgenerationenhäuser zu Familienzentren ausbauen

Familienministerin Nonnemacher besucht MGH in Zehdenick

„Vielfältige Angebote für Menschen jeden Alters unter einem Dach, das zeichnet die Mehrgenerationenhäuser aus. Sie bringen Jung und Alt zusammen und fördern den Austausch. Großartig ist, dass sich hier Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen unkompliziert begegnen und gegenseitig helfen“, sagte Familienministerin Ursula Nonnemacher heute bei ihrem Besuch des Mehrgenerationenhauses „Zehdenicker Bienenstock“ (Landkreis Oberhavel). Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt das Familienministerium Mehrgenerationenhäuser im Land Brandenburg, ihre Angebote weiterzuentwickeln. Schrittweise sollen sie zu „Familienzentren“ als niedrigschwellige Anlaufstellen für Familien ausgebaut werden. Damit wird ein Ziel aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt.

Das Förderprogramm des Familienministeriums startete im Herbst 2019 – zunächst an den Standorten von 31 der insgesamt 36 Mehrgenerationenhäuser (MGH) in Brandenburg. Das MGH „Zehdenicker Bienenstock“ gehört dazu. Für das Programm steht im Landeshaushalt jährlich knapp eine halbe Million Euro zur Verfügung. Das sind pro Einrichtung bis zu 14.100 Euro im Jahr.

Familienministerin Nonnemacher sagte: „Wir sehen, dass es Eltern oft schwerfällt, bei der Vielzahl staatlicher Leistungen den Durchblick zu behalten und alle Unterstützungsangebote, für die sie leistungsberechtig sind, auch wirklich zu nutzen. So nehmen zum Beispiel in Deutschland nur 30 Prozent der Berechtigten den Kinderzuschlag in Anspruch, der Familien mit kleinen Einkommen stärken soll. Das müssen wir ändern. Mit den Familienzentren schaffen wir leicht zugängliche Orte, in denen Eltern unkompliziert Tipps und Hilfe bekommen. Das ist eine Maßnahme, um Armut von Familien und Kindern vorzubeugen und sie zu bekämpfen.“

Familienzentren sind Begegnungsorte. Sie sollen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien wohnortnahe Unterstützung durch niedrigschwellige Angebote anbieten. Unter anderem sollen sie passgenaue unterstützende und bildungsförderliche Angebote für Kinder und ihre Familien vermitteln, und Familien dabei unterstützen, Lebenschancen und Teilhabemöglichkeiten zu verbessern. Insbesondere Eltern mit geringem Einkommen sollen im Bedarfsfall konkrete Hilfen bekommen, zum Beispiel beim Ausfüllen notwendiger Formulare.