06.03.2020

| 034/2020

Coronavirus: Nonnemacher ruft zur Besonnenheit auf – Sorgfältig mit Ressourcen umgehen

Austausch mit Landkreisen und kreisfreien Städte zu weiteren Maßnahmen

Im Gesundheitsministerium findet am heutigen Freitagnachmittag (06.03.) ein Arbeitstreffen mit den für Gesundheit zuständigen Dezernentinnen und Dezernenten der Landkreise und kreisfreien Städte zum Umgang mit dem Coronavirus statt. Dort werden Erfahrungen ausgetauscht und weitere Maßnahmen abgestimmt. An dem Treffen nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter des Innenministeriums, der Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, der Landeskrankenhausgesellschaft und der Landesapothekerkammer teil.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher sagte zum Auftakt: „Schon der Umgang mit dem Corona-Virus ist für alle herausfordernd. Die zweite zu bewältigende Aufgabe ist psychologischer Natur: Wir müssen aufpassen, dass wir nicht überreagieren, auf diese Weise unnötig Ängste schüren und damit Engpässe erst bewirken. Solche Mechanismen sind beim Thema Hamsterkäufe im Gange oder wenn online Wucherpreise für Schutzmasken oder Desinfektionsmittel verlangt werden. Schutzmasken werden für gesunde Menschen nicht empfohlen. Und die Lebensmittelversorgung in Deutschland ist nicht in Gefahr.

Wir sollten das Corona-Virus ernst nehmen, aber ruhig und besonnen bleiben. Bei allen Maßnahmen zum Schutz vor einer Epidemie gilt das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. In den allermeisten Fällen verlaufen Corona-Infektionen milde. Sicher ist, dass die Zahl der Infizierten in Deutschland noch deutlich steigen wird. Der Höhepunkt der Ausbreitung ist noch nicht erreicht. Deshalb gilt es, sorgfältig und sparsam mit allen personellen und materiellen Ressourcen umzugehen, damit sie für die Menschen zur Verfügung stehen, die zu den Risikogruppen gehören, das heißt vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.“

Das Arbeitstreffen findet unter der Leitung von Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft statt. Es werden aktuelle Informationen und Erfahrungen im Umgang mit dem Coronavirus ausgetauscht. Dabei geht es unter anderem um die Anschaffung von Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln, mögliche zusätzliche Laborkapazitäten für Coronavirus-Tests in Brandenburg sowie um den hinsichtlich Sars-CoV-2 aktualisierten Pandemieplan. Staatssekretär Ranft informierte über Empfehlungen des im Gesundheitsministerium eingerichteten Einsatzstabes. So sollten alle Veranstalter und Behörden bei der Entscheidung über die Durchführung von Großveranstaltungen die Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Risikoeinschätzung zugrunde legen, und das örtlich zuständige Gesundheitsamt zur fachlichen Beratung hinzuziehen. „Ob eine große Veranstaltung gegebenenfalls abgesagt oder verschoben werden muss, sollte vor Ort unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit entschieden werden. Aktuell sehe ich dafür in Brandenburg noch keine Notwendigkeit“, so Ranft.

Personen, die sich krank fühlen und einen engen Kontakt mit einer Person hatten, bei der das neuartige Virus nachgewiesen wurde, oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sollten Kontakte zu anderen Personen vermeiden und sich telefonisch an die Hausärztin oder den Hausarzt wenden. An Wochenenden hilft die Telefonnummer 116 117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes - bei der Suche nach einer Ärztin oder einem Arzt. Bürgertelefon beim Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG): montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter Telefon 0331 8683-777

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