04.08.2016

| 126/2016

Neue Sozialpartnerrichtlinie / Arbeitsministerin Golze: Mit Guter Arbeit auch den digitalen Wandel gestalten

Die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen zur Fachkräftesicherung und die Gestaltung des digitalen Wandels der Arbeit sind Ziele der neuen Brandenburger Sozialpartnerrichtlinie. Das Förderprogramm des Arbeitsministeriums ist jetzt in Kraft getreten. Bis Ende 2020 stehen dafür 7 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung.

Arbeitsministerin Diana Golze: „Die Sozialpartnerschaft funktioniert in Brandenburg. Gemeinsam haben Arbeitgeber, Gewerkschaften und Politik in den vergangenen fünf Jahren bereits viel für Gute Arbeit erreicht. Ein zentrales Ergebnis des Brandenburger Sozialpartnerdialogs ist die Sozialpartnerrichtlinie. Von ihr profitieren sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebe. Denn attraktive Arbeitsbedingungen sind ein entscheidender Beitrag zur Fachkräftesicherung. Mit der neuen Sozialpartnerrichtlinie werden die Betriebe bei der Weiterentwicklung ihrer Arbeitsorganisation gezielt unterstützt. Die Fördermittel dafür wurden im Vergleich zur vorherigen Richtlinie mehr als verdreifacht. Natürlich werden wir dabei auch weiter die Vorzüge der Tarifbindung und der betrieblichen Mitbestimmung vermitteln.“

Mit der Richtlinie zur „Stärkung der Sozialpartnerschaft und Steigerung der Qualität der Arbeit im Land Brandenburg in der EU-Förderperiode 2014 – 2020“ werden Branchenprojekte zur Modernisierung der betrieblichen Arbeitsorganisation und Vermittlung sozialpartnerschaftlicher Inhalte unter Beteiligung der jeweiligen Tarifparteien gefördert. Die ersten Anträge können tariffähige Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände sowie Bildungsträger ab Mitte August bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) stellen. Am 26. August wird zudem eine Informationsveranstaltung zur Richtlinie und zur Antragstellung in der ILB stattfinden.

Zur Modernisierung der Arbeitsorganisation gehören beispielsweise Aspekte wie bessere Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen und Entgeltgleichheit, betriebliches Ausbildungs- und Weiterbildungsmanagement – auch für digitale Kompetenzen, flexible Arbeitszeitmodelle sowie Alters- und alternsgerechte Arbeitsbedingungen.

Mit der ersten Brandenburger Sozialpartnerrichtlinie, die von Dezember 2013 bis März 2015 lief und für die 2 Millionen Euro zur Verfügung standen, wurden rund 1.000 Unternehmen für die Verbesserung ihrer Arbeitsorganisation sensibilisiert, etwa 230 nahmen eine persönliche Beratung in Anspruch.

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Ident-Nr
126/2016
Datum
04.08.2016
Ident-Nr
126/2016
Datum
04.08.2016