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Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg feiert 125-jähriges Jubiläum

Nonnemacher würdigt Arbeit der Beschäftigten – Hilfen für Krankenhäuser in schwieriger Lage notwendig

- Erschienen am 02.09.2022 - Presemitteilung 363/2022

Zum 125-jährigen Bestehen der Ruppiner Kliniken, dem heutigen Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg (ukrb), hat Gesundheitsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Ursula Nonnemacher die unverzichtbare und wertvolle Arbeit aller Beschäftigten herausgehoben. Bei einem Fest zum Jubiläum in Neuruppin am heutigen Freitag (02.09.22) ging sie in ihrem Grußwort auch auf die hohe Arbeitsbelastung und schwierige wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in der Corona-Pandemie ein:

„Die mehr als 2.400 Beschäftigten des Universitätsklinikums sichern die medizinische Versorgung von jährlich circa 26.000 Patientinnen und Patienten. Sie sind ein Garant für eine gute und verlässliche gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung im Nordwesten Brandenburgs und bieten eine fächerübergreifende Spitzenmedizin im ländlichen Raum. Das Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe genießt über die Grenzen des Kreises Ostprignitz-Ruppin und des Landes hinaus einen exzellenten Ruf. Es trägt maßgeblich dazu bei, eine bedarfsgerechte, gut erreichbare und qualitativ hochwertige Versorgung in allen Teilen des Landes sicherzustellen.

Die Belastungen im Rahmen der andauernden Corona-Pandemie waren für Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal und weiteres Personal enorm und haben ihnen allen viel abverlangt. Insbesondere die teils historisch hohen Personalausfälle waren zuletzt mitunter das drängendste Problem bei der Sicherstellung der Versorgung. Ich möchte mich persönlich und im Namen der Landesregierung bei allen Beschäftigten ausdrücklich für ihren tagtäglichen immensen Einsatz bei der Sicherstellung der stationären Versorgung bedanken.

Die Corona-Pandemie hat die Krankenhäuser vor existenziellen Problemen gestellt, die durch Inflation und steigende Energiepreise weiter verschärft werden. Die Landesregierung prüft zusätzliche Hilfen im Rahmen des Corona-Rettungsschirms. Gleichzeitig fordere ich die Bundesregierung auf, Krankenhäuser in der Energie- und Preiskrise jetzt schnell zu entlasten und drohende Insolvenzen abzuwehren. Der Wegfall von Krankenhausstandorten wäre für die Gesundheitsversorgung gerade im ländlichen Raum fatal.“

Am 3. Mai 1897 fand die offizielle Inbetriebnahme statt, seitdem entwickelten sich die Ruppiner Kliniken zu einem der bedeutendsten Schwerpunktkrankenhäusern im Land Brandenburg. Im Mai 2022 fand eine Umbenennung statt: aus Ruppiner Kliniken wurde Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg. Damit wird auch im Namen die strategische Neuausrichtung auf die universitäre Medizin deutlich. Das Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg ist das drittgrößte Krankenhaus im Land Brandenburg.

Ministerin Nonnemacher: „Krankenhäuser und die Gesundheitsversorgung müssen sich permanent weiterentwickeln. Genau dieser Herausforderung stellen sich die Ruppiner Kliniken. Im Klinikverbund mit dem Städtischen Klinikum Brandenburg, dem Immanuel Klinikum Bernau und der Immanuel Klinik Rüdersdorf wurden die Ruppiner Kliniken im Jahr 2020 als Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg anerkannt. Damit leisten die Ruppiner Kliniken in der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten einen großen Beitrag zur Gewinnung von neuen Fachkräften. Die Fachkräftesicherung in den Gesundheitsberufen ist ein zentrales Thema der Gesundheitsversorgung im Land Brandenburg. Hier unterstützen die Ruppiner Kliniken seit vielen Jahren und auf vielfältige Weise. Auch in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Bildungsakademie Neuruppin werden Fachkräfte ausgebildet. Des Weiteren fungieren die Ruppiner Kliniken als Praxiseinrichtung für die Ausbildung weiterer Gesundheitsfachberufe und bieten die Möglichkeit einer Facharztweiterbildung in 20 verschiedenen Fachgebieten.“

Mit dem Vierten Krankenhausplan, der seit August 2021 in Kraft ist, wurden neue Versorgungsangebote der Ruppiner Kliniken geschaffen: Neue Tageskliniken für Schmerzmedizin und Onkologie. Zudem stellt die Zusammenarbeit mit den Oberhavel Kliniken bei dem Betrieb einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Standort Oranienburg ein gutes Beispiel einer aus krankenhausplanerischen Sicht gelungenen Kooperation zwischen zwei Leistungserbringern dar.

Die Umgestaltung und Modernisierung der Krankenhauslandschaft ist ein Stück Brandenburgische Erfolgsgeschichte: Seit 1991 hat das Land rund fünf Milliarden Euro investiert. Für die Ruppiner Kliniken wurden im Zeitraum 1991 bis 2022 Fördermittel in Höhe von insgesamt 174 Millionen Euro vom Land bereitgestellt. Außerdem holt Brandenburg Bundesprogramme ins Land, um die Krankenhäuser für die Zukunft fit zu machen. So werden zusätzliche Mittel für die Krankenhäuser aus dem Krankenhausstrukturfonds II und dem Krankenhauszukunftsfonds eingeworben, um Vorhaben zur Verbesserung der Krankenhausversorgung durchführen zu können.

Internet: https://www.ukrb.de/ruppiner-kliniken.html